Laurin Lehner
· 11.02.2026
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Jetzt erstmal bisschen flexen in eigener Sache. Kaum jemand in Deutschland testet so viele und so unterschiedliche MTB-Produkte wie die BIKE-Redakteure. Heißt: Wir wissen, was gut ist und wo es Schwächen gibt – weil wir den direkten Vergleich haben.
Und jetzt das große ABER: Geschmäcker sind verschieden, ebenso Fahrstile und Vorlieben. Genau diese persönlichen Faktoren versuchen wir im Test so weit wie möglich auszublenden und die Produkte möglichst objektiv zu bewerten. Ein gewisser subjektiver Touch bleibt natürlich immer – der steckt aber offen in unseren Urteilen.
Gewicht: 1174 Gramm (Größe 46) | Preis: 229,99 Euro | Tester: Laurin Lehner
Ich greife nur ungern zu den Fox-Union-Allweather-Schuhen. Warum? Ich komme kaum rein. Und wieder raus geht noch schwerer. Der Reihe nach: Ich bin Fan des klassischen Fox Union mit Doppel-Boa – er ist robust, hat viel Grip und guten Tragekomfort. Kürzlich stellte Fox diese Allwetter-Variante vor. Ideal für Leute wie mich. Ich pendle täglich knapp 30 Kilometer und freue mich über trockene Füße – und genau die hatte ich. Selbst als ich mit dem Fuß komplett im Wasser stand, blieb alles trocken. Top! Auch gut: der hohe Neoprenschaft und die bewährte, griffige Sohle >> hier jetzt reduziert erhältlich.
Beim Tragen zwickt es etwas am oberen Fußrücken, das ist aber verkraftbar. Wirklich nervig ist das An- und Ausziehen. Die Lasche, die helfen soll, droht dabei schier abzureißen. Kurzum: Ein dichter Regenschuh mit griffiger Sohle und solidem Tragekomfort – aber es fehlt ein Zipper, der beim Reinschlüpfen hilft. Bitte nachbessern! Erhältlich als Flat- und Klick-Schuh. Mein Regenschuh-Tipp: Five Ten Trailcross Gore-Tex. Hier geht’s zum Praxis-Eindruck.
Ein hochfunktionaler Wetterschuh mit griffiger Sohle und schützendem Neoprenschaft. ABER: Das An- und Ausziehen verlangt zu viel Mühe und Kraft. Bitte nachbessern, liebe Fox-Schuhmacher. - Laurin Lehner, BIKE-Tester
Gewicht: 230 Gramm (Größe M) | Preis: 69,95 Euro | Tester: Laurin Lehner
Achtung! Hier spricht ein selbsternannter Merino-Experte. Ich habe bereits zahlreiche Merino-Jerseys getragen. Lange war ich überzeugt, dass nur 100 Prozent Merino der wahre Glücksbringer ist. Falsch gedacht: Die Shirts sind meist zu schwer, zu warm und trocknen zu langsam.
Die bessere Lösung heißt Merino-Mix. Dieser ist leichter, robuster und trocknet schneller – und ist damit vielseitiger. Das Rose M Adventure besteht aus einem 50-50-Mix aus Merino und Polyester. Zunächst dachte ich, das sei zu wenig Merino, doch ich war schnell positiv überrascht.
Das Shirt sitzt angenehm und luftig, fühlt sich weich auf der Haut an und lässt sich problemlos mit einer Weste oder einem Thermo-Jersey kombinieren. Top: Es müffelt selbst nach mehreren Einsatztagen so gut wie nicht. Größe M passte bei meiner Körpergröße von 1,78 Metern perfekt.
Ist es das beste Merino-Shirt, das ich je getragen habe? Nein. Aber es ist ein sehr solides Teil mit hervorragendem Preis-Leistungs-Verhältnis – und aktuell hier reduziert*. Erhältlich in Pink, Schwarz und Senf. Empfehlung geht raus! - Laurin Lehner, BIKE-Tester
Gewicht: 1293 Gramm (L) | Preis: 449 Euro | Tester: Laurin Lehner
Sweet Protection brachte im letzten Frühjahr gleich drei neue Helme heraus – alle basierend auf der hauseigenen 2Vi-Technologieplattform: den Fixer Carbon 2Vi Mips (Highend!), den Fixer Composite 2Vi Mips (mein getestetes Modell, etwas schwerer) und den Strayer 2Vi Mips (leichte Enduro-Fullface-Variante).
Die Top-Variante kostet 699 Euro, daher griff ich zum etwas schwereren Modell für 449 Euro >> hier erhältlich. Ansonsten bietet es die gleichen Sicherheitsfeatures wie das Topmodell, darunter das 2-Lagen-Mips-System, Multi-Density-EPS-Impact-Shields und den EPP-Kinnschutz. Bei der Außenschale wurde Verbundmaterial statt Carbon verwendet – daher das höhere Gewicht und der günstigere Preis.
Genug Theorie: Natürlich verfügt der Helm über die üblichen CE-Zertifikate. Mit einem eigenen Labortest kann ich nicht auftrumpfen – und richtig gestürzt bin ich mit dem Helm auch noch nicht.
Zu Punkt eins und zwei: Mit fast 1300 Gramm in Größe L zählt der Helm zu den schwereren Modellen, die ich bisher getestet habe. Ein leichterer Helm trägt sich schlicht angenehmer. Zudem kann das Gewicht bei einem Sturz wie ein Hebel wirken: Je schwerer der Helm, desto größer die Kräfte, die auf Nacken und Halswirbelsäule einwirken. Ein leichter Helm kann also auch sicherer sein – kann, denn Sturzszenarien sind bekanntlich variabel.
Leichtere Helme in dieser Preisklasse sind zum Beispiel der Abus Hidrop MTB-Fullface-Helm mit 1070 Gramm in Größe M (hier geht’s zum Testartikel: Abus Hidrop).
Zurück zum Fixer: Die Passform gefiel mir sehr gut, die Größe fällt L-typisch aus. Ebenfalls positiv: der bewährte Doppel-D-Ring-Verschluss – sicher, funktional und seit Jahren erprobt. An der Belüftung gibt es nichts auszusetzen. Das Visier ist in zwei Positionen verstellbar, die Wangenpolster lassen sich herausnehmen und waschen (sollte ich dringend mal machen). Erhältlich ist der Helm in den Farben Bronco White, Matte Black und Envy Green. Schade: Sweet Protection liefert keine Tasche zu dem Helm.
Gute Passform, gute Belüftung, schicker Style. Das Gewicht bleibt jedoch ein Kritikpunkt. Wer einmal leichte Fullface-Helme gefahren ist, will meist nicht mehr zurück – muss dafür aber oft auch tiefer in die Tasche greifen. - Laurin Lehner, BIKE-Tester

Redakteur
Der gebürtige Südbadener Laurin Lehner ist laut eigenen Angaben ein lausiger Racer. Vielleicht fasziniert ihn deshalb kreatives, verspieltes Biken. Für ihn zählt nicht, wie schnell man von A nach B kommt, sondern was dazwischen passiert. Lehner schreibt Reportagen, interviewt Szene-Größen und testet Produkte und Bikes - am liebsten welche mit viel Federweg.