Xero Barfuß-SandalenLeichte Sandalen fürs Bikepacking

Marc Strucken

 · 07.07.2024

Leichte und robuste Sandalen etwa fürs Bikepacking stellt Xero her.
Foto: Marc Strucken

In diesem Artikel verwenden wir sogenannte Affiliate Links. Bei jedem Einkauf über diese Links erhalten wir eine Provision vom Händler. Alle vermittlungsrelevanten Links sind mit gekennzeichnet. Mehr erfahren.

Xero stellt Barfußschuhe her und bietet leichte, robuste Sandalen an, die perfekt fürs Bikepacking sind. Die einen lassen sich rollen, die anderen haben sogar griffiges Profil. Wir haben die Xero Genesis und Xero Z-Trail EV getestet.

Auf Bikepacking-Touren ist man lange unterwegs in der Regel. Wie schön, wenn man dann am Tagesziel angekommen ist und aus den Bikeschuhen springen kann! Aber meist gönnt man sich keinen Stauraum, um die Lieblings-Sneaker UND ein paar Badeschlappen mitzunehmen, was auch noch zusätzliches Gewicht mitbrächte.

Xero ist ein Spezialist für Barfußschuhe und -Sandalen. Die beiden Modelle hier im Test sind vor allem eines: Sie lassen sich gut verstauen und sind recht leicht. Das Plus schon mal vorweg: Man geht auch sehr gut auf ihnen. Getestet haben wir die Xero Genesis und die Xero Z-Trail EV. Die Genesis sind minimalistisch, rollbar und stylish, die Z-Trail eher robust und mit Profilsohle eher eine klassische Trekkingsandale.

Die Xero Genesis Minimal-Sandalen im Test

5 Millimeter zwischen Fuß und Boden - muss man können und wollen. Dann ist es wunderbar.Foto: Marc Strucken5 Millimeter zwischen Fuß und Boden - muss man können und wollen. Dann ist es wunderbar.

Die Genesis-Sandalen von Xero bestehen aus nur 5 mm Sohle und Gummi-Schnüren. Alles zusammen in Größe 42 nur 136 Gramm pro Stück. Sie lassen sich rollen oder falten, damit sie in jeder Bikepacking-Tasche Platz finden können oder einfach darauf festgebunden.

Was sofort auffällt: Die Schnürung, die Xero auch zum Patent angemeldet hat, lässt sich sehr gut an den Fuß anpassen, ohne - wie bei manch einem Flipflop - irgendwo einzuschneiden oder Blasen zu verursachen, vor allem am Zehensteg. Einmal justiert kann man die veganen Sandalen anziehen wie Socken. Die Sohle ist zwar sehr dünn und es kommt echtes Barfuß-Feeling auf, aber sie schützt wirklich zuverlässig vor spitzen Steinen, Scherben oder anderen Dingen, die dem nackten Fuß sonst schaden würden.

Meistgelesene Artikel

1

2

3

Auch die Passform der Sohle war beim Testexemplar genau richtig, man kann aber laut Hersteller die Sohle einfach mit einer Schere fast ganz rundherum zuschneiden. Und noch ein Unterschied zu den Flipflops von der Strandbude: Die Sohle zeigt auch nach einigen Wochen Nutzung noch keinerlei Abnutzung. Xero gibt sogar eine 5.000-Meilen-Sohlen-Garantie!

Wie gefällt Ihnen dieser Artikel?
Auch nach einigen Wochen kaum Abnutzung an der Sohle der Xero Genesis.Foto: Marc StruckenAuch nach einigen Wochen kaum Abnutzung an der Sohle der Xero Genesis.

Fazit zu den Barfuß-Sandalen Xero Genesis

Die minimal dünnen Sandalen Xero Genesis sind perfekt auf Reisen, weil sie sich im Gepäck sehr klein machen lassen. Das Gewicht ist gering. Der absolute Pluspunkt ist die schicke und vor allem aber praktische und super bequeme Schnürung. 55 Euro mögen viel erscheinen für so wenig Schuh, der macht aber den Eindruck, dass er auch zwei oder drei oder sogar viel mehr Saisons überleben können.

Vorausgesetzt, man ist gewohnt, barfuß zu gehen, kann man diese Sandalen den ganzen Tag tragen. Und da die Sohle sehr widerstandfähig ist, könnte man die Xero Genesis auch beim Radfahren tragen. Selbst Tatzen-Pedale dürften ihnen nichts anhaben und die Füße haben maximal Luft beim Treten. Bikepackerin Wibke Lühmann macht es vor mit Birkenstock-Sandalen bei ihrer Tour von Freiburg nach Südafrika. Wem die grauen Sandalen zu fad sind, kann aus weiteren 4 Farben auswählen.


Die Sandalen Xero Z-Trail EV im Test

Die Stollen geben Halt, sie Sohle der Z-Trail EV ist trotzdem nur 11 mm dünn.Foto: Marc StruckenDie Stollen geben Halt, sie Sohle der Z-Trail EV ist trotzdem nur 11 mm dünn.

Erstaunlich bei diesen Trekkingsandalen von Xero ist das Gewicht. Sie sehen zwar recht robust aus, haben eine 11 mm dicke Sohle mit Profil, wiegen aber kaum mehr als die dünnen Genesis, nämlich 147 Gramm pro Schuh. Sie sind somit ebenso unauffällig in und an Bikepacking-Taschen zu verstauen. Das liegt am Aufbau der Sandalen mit einer Schaumschicht und einer ein bisschen Moosgummi-artigen Oberfläche. Die fühlt sich am Fuß sehr weich an. Wenn sie nass wird, quietschen die Sandalen nicht wie viele andere, und die blaue Oberfläche trocknet zügig.

Die Schnürung lässt sich gut einstellen. Nach kurzem Probieren habe ich eine Weite gefunden, bei der ich die Sandalen gut tragen kann, sie aber auch einfach an- und ausziehen kann. Die Sohle bietet mit ihren Stollen guten Halt, schützt natürlich noch besser vor spitzen Steinen, und rutscht auch auf nassen Fliesen oder Steinen nicht. Von der Schwimmbar zur Felsenküste sicheren Tritts sozusagen. Vor allem der kleine “Kragen” an der Ferse schützt diese beim Aufsetzen und verhindert gut, dass man sich Dreck “reinschlappt”.

Der “Kragen” schützt die Ferse und hält Dreck ein wenig ab.Foto: Marc StruckenDer “Kragen” schützt die Ferse und hält Dreck ein wenig ab.

Fazit zur Xero Z-Trail EV Barfuß-Sandale

Die Z-Trail EV von Xero habe ich über einig Wochen in Marokko und zu Hause getragen. Wüste, Salzwasser und bayerische Bergbäche haben ihnen bislang nichts angetan. Sie tragen sich allerdings weniger minimalistisch als die Genesis, haben aber ebenfalls das für Barfußschuhe übliche Konzept, dass Ferse und Fußballen auf gleicher Höhe stehen, es also keinen Absatz bzw. eine Fersenunterstützung gibt. Für 90 Euro bekommt man auch geschlossene Schuhe, aber auch diese Sandalen scheinen sehr haltbar zu sein und sind laut Hersteller aus recycelten PET-Flaschen hergestellt. Die Xero-Sandalen sind in diversen Farben z. B. bei Bergzeit erhältlich.


Marc Strucken

Marc Strucken

Redakteur

Marc Struken ist leidenschaftlicher Bike-Journalist und Redakteur beim Delius Klasing Verlag. Nach Stationen in Hörfunk, Radio, TV und Online-Marketing bringt er seit 2022 seine Erfahrung in digitalen Content für BIKE, EMTB, FREERIDE und MYBIKE ein – ob Mountainbike, Gravel oder Rennrad.

Meistgelesen in der Rubrik Ausrüstung