Adidas Freerider ProNeue MTB-Schuhe für Flat- und Klickpedale

Florentin Vesenbeckh

 · 29.09.2026

Freerider für Klickpedale, das ist neu. Bisher waren die Five Ten/Adidas Klicker unter dem Namen Hellcat unterwegs. Kostenpunkt: 250 Euro.
Foto: Adidas/William Bunce Studio Limited
Die Fiveten Freerider sind wohl die kultigsten Mountainbike-Schuhe überhaupt. Unter neuem Dach zeigt Adidas jetzt die moderne Interpretation des Klassikers - die ikonischen drei Streifen inklusive! Optional mit modernem Boa-Verschluss und wahlweise für Klick- oder Flatpedale. Was bleibt von den guten alten Tugenden?

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Adidas stellt die Freerider-Familie für 2027 neu auf. Wie es der Name vermuten lässt, richten sich die Schuhe an abfahrtsorientierte Biker. Ob Trail, Enduro, Downhill oder eben Freeride. Dafür kommt die überarbeitete Schuhreihe wahlweise für Flatpedals oder Klickpedale. An der Spitze des vier Modelle umfassenden Programms stehen der Freerider Pro BOA und der Freerider Pro BOA Clipless. Verkaufsstart soll laut Adidas im März 2027 sein.

Mit der neuen Generation führt Adidas zwei bislang getrennte Linien enger zusammen: den seit 2009 etablierten Freerider für Plattformpedale und die frühere Five-Ten-Hellcat-Familie für Klickpedale. Beide neuen Pro-Modelle tragen künftig sowohl die drei Adidas-Streifen als auch das Five-Ten-Logo.

Freerider Pro BOA für Flatpedals

Der Freerider Pro BOA ist für den Einsatz mit Flatpedals konzipiert. Seine komplette Sohle besteht aus dem bewährten Stealth-Gummi, der maximalen Halt auf Pins liefern soll. Ein Feature, für das die Schuhe so geliebt werden. Adidas entwickelte das Modell nach eigenen Angaben gemeinsam mit Freeride-Athletinnen und -Athleten wie Brendan Fairclough, Vero Sandler und Danny MacAskill.

Für den Halt im Schuh setzt Adidas auf ein einzelnes Li2-BOA-Drehrad. Damit lässt sich die Passform während der Fahrt feinjustieren. Ein asymmetrischer Performfit-Wrap soll den Fuß präziser umschließen, während eine integrierte Abdeckung das BOA-System vor Schmutz schützen soll.

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Erstmals ein Freerider mit Klicksystem

Neu ist der Freerider Pro BOA Clipless. Er übernimmt die Formensprache und den Anspruch der Freerider-Reihe, ist aber auf die Nutzung mit Klickpedalen ausgelegt. Für die Sohle verwendet Adidas die härtere Stealth-Marathon-Gummimischung, die auf die Belastungen beim Einklicken abgestimmt sein soll.

Ein wichtiges Detail betrifft die Cleat-Aufnahme: Der Verstellbereich wurde um fünf Millimeter erweitert. Dadurch lassen sich die Schuhplatten weiter nach hinten positionieren. Gerade bei Enduro- und Downhill-Fahrerinnen und -Fahrern ist eine weiter hinten liegende Cleat-Position gefragt, weil sie auf langen Abfahrten mehr Stabilität bringen kann.

Beim Verschluss setzt der Clipless auf zwei Li2-BOA-Drehräder. Das soll eine noch individuellere Anpassung im Vorfuß- und Spannbereich ermöglichen. An der Entwicklung des Klickmodells waren laut Adidas unter anderem Greg Minnaar, Vali Höll, Dakotah Norton sowie das Team der Norco Adidas Race Division beteiligt. Der Schuh war bereits beim Weltcup in Whistler an den Füßen von Adidas-Athletinnen und -Athleten zu sehen.

Mehr Schutz im Zehenbereich

Beide Pro-Modelle erhalten einen neu konstruierten Zehenbereich mit robustem Aufprallschutz. Auch die asymmetrische Bauweise soll seitliche Treffer besser abfangen. Damit zielt Adidas klar auf den Einsatz in ruppigem Gelände, bei dem Steine, Wurzeln und Kontakt mit dem Rahmen zum Alltag gehören.

Die neue Freerider-Reihe soll vom Renneinsatz bis zur Feierabendrunde funktionieren. Im Mittelpunkt stehen dabei weiterhin Grip, stabiler Sitz und ein Schuhdesign, das auch abseits des Bikes nicht deplatziert wirkt.

Preise und Verfügbarkeit

Die Freerider-Familie startet bei 120 Euro. Der Freerider Pro BOA soll 180 Euro kosten, für den Freerider Pro BOA Clipless nennt Adidas einen Preis von 250 Euro. Die Modelle sollen ab März 2027 in Damengrößen von UK 3 bis 9 sowie in Herrengrößen von UK 5 bis 14 erhältlich sein.

Ob die neue Generation den bekannten Grip der Freerider-Schuhe mit einem ebenso überzeugenden Sitz und hoher Haltbarkeit verbindet, wird ein Praxistest zeigen müssen. Die technischen Änderungen, vor allem die neue Clipless-Variante und der größere Verstellbereich für die Cleats, machen die Reihe jedoch deutlich vielseitiger als bisher.

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Florentin Vesenbeckh sitzt seit seinem zehnten Lebensjahr auf dem Mountainbike. Schon auf der allerersten Tour standen Singletrails im Fokus – und die gehören für ihn auch nach über 30 Jahren im MTB-Sattel zur Quintessenz des Bikens. Seine Jugend verbrachte er mit Wettkämpfen in verschiedenen Bike-Disziplinen und später prägten Jahre als Fahrtechnik-Coach seine radsportliche Vita. Beruflich stehen für den erfahrenen Testredakteur inzwischen E-Mountainbikes im Fokus. In den letzten Jahren testete der diplomierte Sportwissenschaftler und ausgebildete Journalist über 300 Bikes und mehr als 40 verschiedene Motorsysteme in Labor und Praxis.

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