​Xcase 3in1-FahrradtascheGepäcktaschen-Rucksack für Pendler & Gelegenheitstourer

Sebastian Brust

 · 12.09.2026

Xcase Fahrradtaschen mit 3in1-Funktion: Gepäckträger-Tasche, Rucksack & Schultertasche in Einem.
Foto: PEARL GmbH, www.pearl.de
Gepäckträgertasche, Rucksack und Umhängetasche in einem – der Online-Händler Pearl schickt mit den neuen Xcase 3in1-Fahrradtaschen besonders preiswerte Herausforderer dieser Taschengattung ins Rennen. 25 Liter Volumen und aus PVC oder 20 Liter aus TPU-Material, Wasserschutz, gepolstertes Laptopfach und Klick-System: Wir haben uns die geradezu unverschämt günstigen Packtaschen angeschaut – der Check.

Themen in diesem Artikel

Taschen für den Fahrrad-Gepäckträger eignen sich längst nicht mehr nur für Ausflüge und Radtouren, sondern vielmehr auch als Einkaufstasche oder für den täglichen Weg zum Büro. Der Bike-Markt bietet mittlerweile eine wachsende Zahl an Fahrradtaschen, die sich am Zielort zum Rucksack umwandeln lassen – Hybrid-Modelle, die immer mehr im Kommen sind.

​Multifunktion als Konzept – nichts Neues, aber immer relevanter

Für den Weg zur Arbeit empfiehlt sich eine flexible Lösung mit Innentaschen. Genau in diesem Segment positioniert sich nun der Versandhändler Pearl mit seiner Hausmarke Xcase. Die neue 3in1-Fahrradtasche ist seit Kurzem erhältlich – zu einem Preis, der aufhorchen lässt.


Was die Xcase bietet: Drei Tragevarianten, ein Produkt

Die Xcase 3in1-Fahrradtasche vereint Gepäckträgertasche, Rucksack und Umhängetasche in einem Produkt. Nach dem Abstellen des Fahrrads am Ziel erfolgt der Wechsel der Trageart ohne umständliches Umpacken – ideal für den Arbeitsweg, Einkäufe oder spontane Radtouren.

Die integrierten Schultergurte verwandeln die Tasche in einen Rucksack, der verstellbare und abnehmbare Schulterriemen (bis zu 139 cm Länge) ermöglicht alternativ den Betrieb als Umhängetasche.

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Praktisch: In der 3in1-Fahrradtasche ist mit Klettverschluss eine herausnehmbare und leicht gepolsterte Laptop-Innentasche mit zwei zusätzlichen Aufsetztaschen integriert. Wer also nur kurz ins Café springt oder rasch ins Büro, kann das gepolsterte Laptopfach separat mitnehmen, während der übrige Inhalt am Fahrrad verbleibt.

Ein Licht reflektierendes Logo und Reflexstreifen auf den Schulterguten erhöhen bei Dämmerung und Dunkelheit die Sichtbarkeit im Straßenverkehr, wenn auch nicht in alle Richtungen.


Volumen und Stauraum: Für Pendler gemacht

Das 25-Liter-Volumen bietet ausreichenden Stauraum für Pendler und Tourenfahrer. Laptop, Unterlagen, Wechselkleidung oder ein größerer Wocheneinkauf finden problemlos Platz. Neben der gepolsterten Innentasche bieten ein Seitennetz und eine Reißverschluss-Außentasche zusätzlichen, gut organisierten Stauraum für schnell greifbare Utensilien.

Die Außenmaße der Gepäckträgertasche betragen 33 × 60 × 16 cm, die entnehmbare Innentasche misst 28 × 38 × 4,5 cm, das reicht mindestens für ein dickes 15-Zoll-Notebook. Mit 1452 Gramm ist die Xcase kein ausgewiesenes Leichtgewicht – Grammfuchser sind bei einer All-in-one-Lösung meist ohnehin falsch.

Mit etwas geringerem Packraum muss man mit der TPU-Variante auskommen. Die fasst mit 20 Litern etwa einen Salatkopf weniger, Gurtsysteme, Aufbau und das Innenfach sind aber weitgehend gleich. Mit 1200 Gramm spart man hier gut 250 Gramm im Vergleich zur etwas größeren PVC-Tasche ein. Die vom Hersteller angegebenen Maße der Xcase 3in1 20L: 28 × 56 × 14 cm.


Befestigung: Klick-System plus Klettband

Ein werkzeugfreies Klick-System und ein zusätzliches Klettband sorgen für Halt am Gepäckträger. Die Haken rasten am Gepäckträgerrohr ein und lassen sich am Ziel mit wenigen Handgriffen wieder lösen. Das ist solide Alltagstechnik – wenngleich von der günstigsten Sorte und kein Vergleich zu den Haken-Systemen von Gepäckträgertaschen der Premiumklasse. Eine maximale Zuladung wird nicht angegeben.


Wasserschutz: Robust, aber nicht zertifiziert

Das robuste Material schützt Laptop, Dokumente, Kleidung und Einkäufe zuverlässig vor Regen und Spritzwasser. Das Außenmaterial besteht zu 85 % aus PVC bzw. TPU, zu 15 % aus Polyester und wird an den Stößen verschweißt, Nähte gibt es keine. Das hält normalerweise gut.

Wo Gute oder Laschen angenäht sind, versiegeln aufgeschweißte Pads die Nahtstellen von innen, und ein Rolltop-Verschluss hält in der Regel auch dicht. Selbst die Reißverschlüsse der Außentaschen sind gegen eindringendes Wasser geschützt. Damit sollte die Xcase ihren Zweck an typischen Regentagen erfüllen – eine zertifizierte IPX-Wasserdichtigkeitsstufe wird allerdings nicht angegeben.


Im Fokus: Materialien im Vergleich - TPU vs. PVC

Die Xcase 3in1-Fahrradtasche mit 25 Litern setzt auf PVC als Hauptmaterial, während die kleinere Schwester mit 20 Litern auf TPU baut – Thermoplastisches Polyurethan. Ein Unterschied, der mehr bedeutet als nur einen Eintrag im Datenblatt.

TPU hat sich in der Outdoor-Industrie durch seine außergewöhnliche Haltbarkeit, Flexibilität und relative Umweltverträglichkeit einen Namen gemacht, während PVC seit Jahrzehnten ein Standardmaterial in der Industrie ist – geschätzt vor allem wegen seiner Erschwinglichkeit, Haltbarkeit und Abriebfestigkeit.

Für Fahrradtaschen, die täglich Wind und Wetter ausgesetzt sind, sind diese Materialeigenschaften unmittelbar relevant. TPU bleibt auch bei extremen Temperaturen flexibel und arbeitet zuverlässig von −50 °C bis 120 °C; PVC hingegen wird unterhalb von 0 °C spröde und erweicht oberhalb von 60 °C, was seinen Einsatz in bestimmten Umgebungen einschränkt.

In Sachen Langlebigkeit verschiebt sich das Bild weiter zugunsten von TPU: Unter normalen Alltags- oder Outdoor-Bedingungen halten TPU-basierte wasserdichte Taschen typischerweise länger durch. Die günstigeren PVC-Taschen können mit etwas Pech recht früh hart oder rissig – insbesondere in kaltem Klima oder durch intensive UV-Einwirkung.

Hinzu kommt der Nachhaltigkeitsaspekt: PVC kann während des Herstellungsprozesses und beim Verbrennen giftige Chemikalien freisetzen. Dagegen gilt TPU-Gewebe als umweltfreundlichere Alternative, da es aus ungiftigen Materialien besteht und recycelt werden kann. TPU erfüllt zudem internationale Umweltstandards wie EU REACH, CPSIA und California Prop 65.

Der klare Vorteil von PVC liegt hingegen beim Preis: PVC-Taschen kosten weniger als Taschen aus TPU oder hochwertigem Nylon – PVC ist einfach zu produzieren, weshalb Hersteller günstigere Preise anbieten können.

Fazit zum Material: Wer die Xcase täglich und ganzjährig nutzt, sollte den Mehrpreis der 20-Liter-TPU-Variante ernsthaft in Betracht ziehen – sie dürfte unter Alltagsbedingungen langlebiger und ökologisch verträglicher sein. Für gelegentliche Nutzung oder saisonalen Einsatz ist die PVC-Version mit 25 Litern hingegen das bessere Preis-Leistungs-Argument.


Einordnung im Wettbewerb: Klar günstiger als andere, konzeptionell in Grenzen ebenbürtig

Wer nach einem vergleichbaren 3in1-Konzept sucht, findet sie beispielsweise bei Ortlieb, Deuter oder auch Forrider aus Berlin (hier bei BIKE im Test). Zumindest die beiden Erstgenannten spielen klar in einer anderen Liga. Beim Preis, aber sie bieten auch mehr Details die hochwertigere Verarbeitung und den höheren Tragekomfort.

Die Rucksack-Taschen dieser Experten bieten in der Regel gepolsterte Rückensysteme, zusätzliche Helmfächer und teilweise die Möglichkeit, einfach Bauchgurte nachzurüsten. Scharfe Kanten oder hakelige Reißverschlüsse findet man in der Premiumklasse auch keine.

Konzeptionell sind sich die Xcase- und Forrider-Taschen recht ähnlich: Klassische, robuste PVC-Plane, ähnlich viel Stauraum, 3in1-Funktion, Klick-System, gepolsterte herausnehmbare Laptopinnentasche. Aber als Rucksack sind die weitgehend ungepolsterten Multi-Funktions-Modelle eher nur für kurze Wege gedacht – ein Hinweis für Pendler und Gelegenheitstourer, der insbesondere für mit Einkäufen beladene Taschen gilt.

Der entscheidende Unterschied der Online-Discounter-Taschen liegt beim Preis – die Xcase-PVC-Taschen kosten mit 36,99 Euro nochmal gut 25 Euro weniger als die ohnehin schon günstigen Forrider-Taschen. Auch die Variante aus dem tendenziell langlebigeren TPU bleibt mit gut 47 Euro ebenfalls deutlich darunter.


Fazit: Pragmatisches Alltagswerkzeug mit klarem Preisvorteil

Die Xcase 3in1-Fahrradtasche aus PVC kostet bei pearl.de 36,99 Euro. Wer täglich mit dem Rad pendelt, gelegentlich einkauft und keine Wert auf Premiumqualität legt, bekommt hier ein funktionales Werkzeug.

Die gepolsterte, herausnehmbare Laptopinnentasche ist ein Mehrwert gegenüber fest vernähten, ein Minimum an Reflexelementen stiftet sinnvollerweise Sicherheit, das Klick-System tut seinen Dienst – und 20 bis 25 Liter reichen für die meisten Alltagssituationen.

Wer hingegen ganzjährig bei jedem Wetter unterwegs ist, etwas mehr auf die Optik schaut und weniger Eigengewicht schleppen möchte, sollte den Aufpreis zur TPU-Variante in Betracht ziehen. Das noch belastbarere Material in mattschwarzem Look löst keine spontanen Assoziationen mit LKW-Planen aus und sie ist gut 250 Gramm leichter. Für beide gilt: Viel mehr Tasche fürs Geld bekommt man derzeit wohl kaum.


Technische Daten im Überblick

FunktionGepäckträgertasche / Rucksack / UmhängetascheGepäckträgertasche / Rucksack / Umhängetasche
Volumen25 Liter20 Liter
Maße (Haupttasche)33 × 60 × 16 cm28 × 56 × 14 cm
Maße (Innentasche / Laptopfach)28 × 38 × 4,5 cm, gepolstert28 × 38 × 4,5 cm, gepolstert
Gepäckträgeradapterfür 8-12 mm Rohrdurchmesser vormontiert, für 13-16 mm beiliegendfür 8-12 mm Rohrdurchmesser vormontiert, für 13-16 mm beiliegend
Gewicht1452 g1200 g
Material85 % PVC, 15 % Polyester85 % TPU, 15 % Polyester (PVC-frei)
SicherheitReflektierendes Logo, Reflexelemente auf SchultergurtenReflektierendes Logo, Reflexelemente auf den Schultergurten
PflegeHandwäsche bis 30 °CHandwäsche bis 30 °C
Preis36,99 €46,99 €
Verfügbarkeitpearl.de (DE), emall.com (CH)pearl.de (DE)

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Sebastian Brust ist Jahrgang 1979 und ursprünglich vom Klapprad der Oma sozialisiert, seit seinem fünften Geburtstag aber hauptsächlich auf Stollenreifen unterwegs. Liebt alle Arten Bikes – und das Verschmelzen mit der Natur. Findet, dass Scheibenbremsen heute viel sicherer sind als vor 15 Jahren und glaubt, mit seinen Bremsen- und Belagstests dabei geholfen zu haben. Dass sich die Fahrradindustrie an anderer Stelle ausgerechnet an für ihn falschen Idealen der Autobranche orientiert, bedauert der gelernte Ingenieur für Fahrzeugtechnologie allerdings sehr. Bei BIKE korrigiert, produziert und organisiert er digitalen Content auf der Webseite.

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