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26 Jahre, zwei Exemplare, täglich 50 Kilometer. Während draußen ständig neue „Urban Packs“ erscheinen, fahre ich immer noch denselben Rucksack. Nicht aus Nostalgie. Sondern weil er schlicht besser ist. Eine Liebeserklärung an den Deuter Superbike
Der erste war eidottergelb. Der zweite war weiß-schwarz, jetzt grau-schwarz – wegen all dem Dreck, durch den ich ihn seit Jahren jage. Zwei Rucksäcke in 26 Jahren. Beide: Deuter Superbike 18 EXP. Das sagt schon ziemlich viel.
Ich bekam meinen ersten Deuter Superbike um die Jahrtausendwende, frisch beim BIKE-Magazin. Zubehör-Tester Michi Seitz erklärte mir damals, wie man Murks erkennt und Qualität spürt. Beim Rückensystem des Superbike musste er nichts erklären. Das verstand mein Rücken sofort.
Zwei straffe Schaumleisten links und rechts der Wirbelsäule, eingefasst in Nylonnetz: simpel, genial. Der Rucksack sitzt stabil, schaukelt nicht, klebt nicht, schwitzt kaum. Breite Hüftflossen ziehen ihn dorthin, wo er hingehört: mittig auf den Rücken.
Das ist entscheidend. Auf technischen Alpentrails will man über Linienwahl nachdenken – nicht über Gepäck.
Ich fahre den Superbike überall. Auf Gratfahrten im Hochgebirge. Beim Graveln, weil ich Lenkertaschen verabscheue. Und täglich 50 Kilometer zur Arbeit durch den Wald.
Ich behaupte: Viel gründlicher kann man einen Rucksack nicht testen. Vielleicht bin ich einer der erfahrensten Superbike-Tester der Welt. Zumindest fühle ich mich so.
Mein persönliches Highlight ist der Extender: ein zweiter Reißverschluss, der plötzlich mehr Volumen freigibt. Einkäufe zu groß? Regenzeug zu viel? Badehandtuch spontan dabei? Kein Problem.
Umso größer mein Schreck, als ich sah: Die aktuelle 18-Liter-Version kommt ohne Extender. Ernsthaft?
Zum EXP: Um das Modell weiterhin zu einem wettbewerbsfähigen Preis anbieten zu können, haben wir in Abstimmung mit unserem Vertriebsteam entschieden, die EXP‑Funktion zu streichen. Das heißt aber nicht, dass wir auf das EXP überall verzichten - beim Compact 14+3 ist es z. B. vorhanden und wird auch in Zukunft in anderen Modellen verbaut sein. Während des Entwicklungsprozesses ist es immer ein Drahtseilakt, die richtige Balance zwischen Preis und Feature-Set zu halten. Daher muss man manchmal leider solche Entscheidungen treffen.
( BENEDIKT SCHÖPS, Produktmanager DEUTER)
Natürlich altert auch dieser Rucksack. Weiß wird grau. Gummizüge verlieren Spannung. Der Reißverschluss des Hauptfachs ging irgendwann kaputt – allerdings nach Jahren konsequenten Überladens meinerseits. Deuter reparierte ihn problemlos. Dieser Reparatur-Service ist super! Reparieren statt neu kaufen – I like! Gerade in unserer Wegwerf-Gesellschaft! Danke Deuter!
Übrigens: Mein erster Superbike ging nicht kaputt. Ich hatte mich an dem Eidottergelb satt gesehen und schenkte ihn meiner Schwester.
Was bleibt, ist ein durchdachtes Taschenmanagement: Deckelfach mit Schlüsselclip, Sitzmatte zum Herausnehmen, Fach fürs Trinksystem (oder Rückenprotektor), Regenhaube im Bodenfach, Netztaschen in den Hüftflossen, Helmhalterung, Lichtschlaufe. Alles dort, wo man es braucht. Und zwar seit Jahrzehnten.
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