Commuter-Rucksack im TestSchick & Praktisch: Tatonka City Park 22

Laurin Lehner

 · 03.05.2026

Schick & Praktisch: Tatonka City Park 22.
Foto: Georg Grieshaber

In diesem Artikel verwenden wir sogenannte Affiliate Links. Bei jedem Einkauf über diese Links erhalten wir eine Provision vom Händler. Alle vermittlungsrelevanten Links sind mit gekennzeichnet. Mehr erfahren.

Das Label aus Dasing bei Augsburg liefert mit seinem City Park 22 einen gelungenen Allrounder. Der Commuter-Rucksack überzeugt mit gutem Handling, beim Tragkomfort gibts jedoch Punktabzug.

Themen in diesem Artikel

Tatonka – wer hätte gedacht, dass hinter diesem Namen ein Familienunternehmen aus Bayern steckt? Bereits in der zweiten Generation geführt, sind am Standort in Dasing Design, Vertrieb und Unternehmensleitung angesiedelt. Eine Produktion in Deutschland findet jedoch nicht statt: Die Produkte werden ausschließlich in zwei unternehmenseigenen Fabriken in Vietnam hergestellt.

Für den Test schickt Tatonka den City Pack 22 für günstige 90 Euro ins Rennen.

Der Tatonka City Park 22: Wasserfest, ja, Angst, auch ja

Mit 90 Euro ist der Commuter-Rucksack von Tatonka im Vergleich günstig – Marken wie Deuter oder Evoc verlangen hier 150 bis 200 Euro.

Der Rucksack verfügt über ein wasserabweisendes Obermaterial und kommt so ohne zusätzliches Regencape aus. Unseren Duschtest (siehe unten im Artikel „So haben wir getestet“) bestand der City Pack 22 eindrucksvoll. Bei längerem und sehr starkem Regen dringt die Feuchtigkeit jedoch durch den Reißverschluss. Dennoch überstanden typische Pendelschauer den Rucksackinhalt weitgehend unbeschadet: Alles blieb trocken - das konnten wir in der Praxis mit echtem Starkregen testen. Schade: Auf reflektierende Elemente hat Tatonka verzichtet. Das helle Logo leuchtet bei Scheinwerferlicht zwar dezent, eine echte Reflektion ist jedoch nicht vorhanden – Punktabzug!

Meistgelesene Artikel

1

2

3

Taschenmanagement: Clever aufklappbar

Die Tornister-Bauweise des City Pack 22 erweist sich als sehr praktisch: Das Hauptfach lässt sich großzügig öffnen. Oben befindet sich ein weiteres Fach mit Netztasche und Reißverschluss. Zwei seitliche Netztaschen sind tief genug, um eine größere Trinkflasche unterzubringen; auf der gegenüberliegenden Seite ist beispielsweise Platz für einen Ersatzschlauch. Zusätzlich gibt es ein weiteres, wenn auch sehr flaches Fach, das von außen zugänglich ist – top gelöst.

Wie gefällt Ihnen dieser Artikel?

Im Hauptfach fällt das unspektakuläre Laptopfach auf, das ohne Vlies Polsterung auskommt. Weitere Fächer, um Dinge zu organisieren, gibt es hier nicht, was den Platz für größere Gegenstände maximiert. Positiv: Das Innenmaterial ist hell gestaltet, sodass man einen guten Überblick behält.

Tragekomfort & Sicherheit: Mittel & mäßig

Der Tragekomfort des City Pack 22 ist unspektakulär: Bei leichter Beladung und kühleren Temperaturen reicht die Belüftung aus, die Profilierung könnte jedoch deutlicher sein, um den Luftfluss zu verbessern. Der Schaumstoff ist angenehm fest und komfortabel. Auf Bauchgurt und Brustgurt verzichtet Tatonka, reflektierende Elemente konnten wir keine finden.

Mein Fazit zum Tatonka City Park 22

Der City Pack 22 von Tatonka ist ein gelungener Allrounder. Besonders die Tornister-Bauweise überzeugt, da sich das Hauptfach sehr weit öffnen lässt. Auch das Taschenmanagement mit seinen Außentaschen ist durchdacht und praktisch.
Das Laptopfach wirkt eher einfach, ebenso das Rückensystem, das bei stärkerer Beladung nur mit der Note 4 abschneidet. Insgesamt ist der City Park 22 ein leichter, praktischer Rucksack mit cleverem Taschenmanagement – Pendler, die viel Komfort beim Tragen suchen, werden jedoch Rucksäcke mit besser belüftetem Rückensystem bevorzugen. Auf reflektierende Elemente wurde verzichtet.

Name: Tatonka City Park 22
Volumen*: 22 Liter (BIKE-Messwert)
Gewicht*: 991 Gramm (BIKE-Messwert)
​Preis: 90 Euro >> hier reduziert erhältlich

BIKE BEWERTUNG: (Schulnoten)
Tragesystem (40%): 4,0
Handling (30%): 1,5
Sicherheit (10 %): 5,5
Wetterschutz (20%): 2,0
Gesamtnote: 3,0

So haben wir getestet:

Wir haben jeden Rucksack auf mindestens 60 Kilometern getestet, meist bei mittlerer Beladung und eher frischen bis milden Temperaturen von 3 bis 13 °C. Auf die Herstellerangaben zum Volumen haben wir uns nicht verlassen, sondern die Rucksäcke mit speziell gefüllten Säcken ausgelitert – dabei gab es durchaus Abweichungen. Zusätzlich wurden die Rucksäcke gewogen und auf ihre Reflektions-Elemente geprüft; hier besteht bei fast allen Modellen noch Verbesserungspotenzial.
Die meisten Rucksäcke bestehen aus wasserfestem Obermaterial. Einige Materialien wirken nur wasserabweisend – diese haben wir unter dem Duschkopf getestet.


Laurin Lehner

Laurin Lehner

Redakteur

Der gebürtige Südbadener Laurin Lehner ist laut eigenen Angaben ein lausiger Racer. Vielleicht fasziniert ihn deshalb kreatives, verspieltes Biken. Für ihn zählt nicht, wie schnell man von A nach B kommt, sondern was dazwischen passiert. Lehner schreibt Reportagen, interviewt Szene-Größen und testet Produkte und Bikes - am liebsten welche mit viel Federweg.

Meistgelesen in der Rubrik Ausrüstung