Nachdem Tailfin schon vor einiger Zeit mit dem extrem leichten Carbon Pannier Rack für Aufsehen gesorgt hat, bringen die Briten nun einen weiteren Bikepacking-Gepäckträger an den Start. Den Journey Pannier Rack: Leicht, per Schnellverschluss montierbar und von Rennrad bis Full-Suspension-MTB an allen Arten von Bikes montierbar. Das macht das neue Tailfin-Transportsystem zu einem der universellsten auf dem Markt.
Zwei Versionen hat Tailfin im Programm. Das Journey Rack mit Pannier Mounts für den Transport klassischer Packtaschen, sowie das Journey Rack ohne zweite Ladeebene. Zusätzlich oder optional lassen sich an den Seiten über Bohrungen mit 64-Millimeter-Abstand Flaschenhalter, Transportschalen oder anderes praktisches Zubehör befestigen.
Für die Ladefläche hält Tailfin gleich ein ganzes Sortiment praktischen Taschen und Bags parat, die sich teilweise über ein ziemlich cleveres Direct-Mount-System schnell befestigen und wieder lösen lassen. Natürlich können auf der Ladefläche auch alle gängigen Drybags und Taschen per Gurt befestigt werden – hier bieten allerdings Systeme wie das Restrap Switch Rack mit zusätzlicher Ladeschale noch einen Hauch mehr Stabilität im Gelände.
Montagepunkte für ein kleines Schutzblech oder ein Rücklicht sind ebenfalls vorhanden. Ähnlich umfangreich ausgestattet ist höchstens noch das Zi:rack System von Topeak.
Im besten Fall montiert man das Journey Rack einfach auf der Steckachse des Fahrrads. Die passende Achse ist auf der Webseite schnell gefunden – es gibt im Prinzip alle gängigen Breiten und Steigungen. Optional lässt sich der Tailfin Träger auch an den Gewindeösen am Rahmen befestigen.
Extrem clever und vor allem besonders hochwertig ist der Schnellverschluss aus Alu. Zum Aufsetzen werden die Fast Release Dropouts am Gestänge geöffnet, um die Stifte an der Achse gelegt und per Schnappverschluss wieder geschlossen. Schneller und intuitiver ist kaum ein anderes System auf dem Markt.
Auch der Verschluss an der Sattelstütze lässt sich intuitiv und einfach bedienen und fixiert das Rack quasi bombenfest am Bike. Um die Ladefläche horizontal positionieren zu können lässt sich der Ausleger am Journey Rack auch kopfüber montieren. Ein gerader Steg ist ebenfalls verfügbar.
Für den Ritt durchs Gelände haben wir das Journey Rack mit sechs Kilo Gepäck im Drybag beladen – keine große Herausforderung, denn der Gepäckträger ist bis zu 32 Kilo freigegeben. Ein weiteres Highlight, denn die ähnlich stabilen Träger von Restrap oder Old Man Mountain sind lediglich bis 30, respektive 11,4 Kilo Zuladung freigegeben. Auf dem Trail ist von der Ladung kaum etwas zu spüren. Das Journey Rack steht absolut stabil und ohne jegliches Spiel auf seinen Befestigungspunkten.
Um den Gepäckträger etwas mehr an seine Grenzen zu bringen, haben wir zusätzlich noch die beiden Seiten mit den 16L Pannier Bags beladen. Klar, im Gelände macht der Schwertransporter damit keinen echten Spaß mehr, doch auf Schotterpisten ist man selbst voll beladen ohne größeren Flex im System unterwegs.
Neben den extrem cleveren und hochwertigen Schnellverschlüssen hat uns das Journey Pannier Rack vor allem mit seinen vielfältigen Pack-Optionen überzeugt:
| Note | |
| Montage (10%) | 1,0 |
| Handling / Beladen (30%) | 1,0 |
| Fahrverhalten / Stabilität (30%) | 1,5 |
| Vielseitigkeit (20%) | 1,3 |
| Gewicht (10%) | 2,5 |
| BIKE-NOTE | 1,4 |
Mit dem Journey Pannier Rack gelingt Tailfin ein beeindruckender Spagat aus geringem Gewicht, hoher Zuladung und maximaler Vielseitigkeit. Die durchdachten Schnellverschlüsse, die enorme Stabilität im Gelände und die vielen Erweiterungs- und Befestigungsmöglichkeiten machen den Träger zu einem der flexibelsten Systeme am Markt. Besonders beeindruckend: Selbst voll beladen bleibt das Rack verwindungssteif und unauffällig im Fahrverhalten. Wer einen hochwertigen Bikepacking-Gepäckträger sucht, der vom Rennrad bis zum Fully nahezu jedes Einsatzszenario abdeckt, findet im Journey Pannier Rack eine der aktuell überzeugendsten Lösungen seiner Klasse – Testsieg!

Redakteur
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