In diesem Artikel verwenden wir sogenannte Affiliate Links. Bei jedem Einkauf über diese Links erhalten wir eine Provision vom Händler. Alle vermittlungsrelevanten Links sind mit gekennzeichnet. Mehr erfahren.
Das Restrap Switch Rack ist einer der besten Offroad-Gepäckträger für Fahrer, die viel Gepäck transportieren und dabei maximale Stabilität suchen. Die Aluminium-Ladeschale, das geringe Gewicht und die enorme Zuladung machen es zu einem idealen Begleiter für mehrtägige Touren und schwere Bikepacking-Setups.
Das Tailfin Journey Pannier Rack geht jedoch noch einen Schritt weiter. Es bietet nahezu dieselbe Stabilität, sogar etwas mehr Zuladung, eine deutlich bessere Montage, höhere Kompatibilität und wesentlich mehr Einsatzmöglichkeiten. Egal ob Rennrad, Gravelbike, Hardtail oder Fully – das Journey Rack funktioniert praktisch überall. Stefan Frey, BIKE-Redakteur
Restrap und Tailfin - die beiden Hersteller sind tief verwurzelt in der Bikepacking-Szene und auf technisches Transport-Equipment für alle Arten von Fahrrädern spezialisiert. Vom Holster-für die Satteltasche bis zu maßgeschneiderten Rahmentaschen sind die Produkte bis ins Detail durchdacht und darauf ausgelegt, langlebigen Spaß auf Radreisen zu bieten.
Für alle, die ihr Gepäck jedoch nicht gerne schaukelnd am Sattelgestell transportieren, haben beide Hersteller innovative Gepäckträger im Portfolio, die sich leicht montieren, universell beladen und bei Bedarf auch schnell wieder abnehmen lassen. Und weil beide Hersteller auf der “Insel” ansässig sind, handelt es sich hier um ein rein britisches Duell. Wir haben uns ein Tässchen schwarzen Tee gekocht und dabei eruiert, wer wohl den Ritterschlag der Bikepacking-Racks verdient hätte.
Vorbereitung ist das A und O. Bei einem echten britischen Tee heißt das: Wasser frisch aufkochen und die Kanne vorwärmen. Beim Bikepacking Rack: Steckachsen montieren und das Rack am Rad befestigen. Bereits beim ersten Kontakt wird deutlich, wie viel Entwicklungsarbeit Tailfin in sein Schnellwechselsystem investiert hat. Die Fast-Release-Aufnahmen an der Steckachse gehören aktuell zum Besten, was der Markt bietet. Aufsetzen, einklicken, sichern – schneller und intuitiver gelingt die Montage kaum. Auch die Klemme an der Sattelstütze überzeugt durch hochwertige Verarbeitung und bombenfesten Halt. Ist das System einmal ans Bike angepasst, dauert die Montage nur wenige Sekunden.
Das Restrap Switch Rack ist grundsätzlich ebenfalls einfach aufgebaut. Die Ladeplattform wird mit zwei Schrauben montiert, anschließend erfolgt die Befestigung über Steckachse und Klettband an der Sattelstütze. Allerdings verlangt die Wahl der richtigen Spacer etwas Geduld. Die Anleitung erklärt diesen Schritt nur mäßig, weshalb bei der Erstmontage etwas Experimentierfreude gefragt ist. An- und Abschrauben geht nicht ganz ohne Werkzeug. Einen Vierer Inbus sollte man also immer parat haben.
Jetzt kommt der Tee in die Kanne, oder eben das Gepäck auf den Träger. Für ein echtes Tässchen Earl Grey bedeutet das: 1 Teelöffel pro Person plus 1 zusätzlichen Teelöffel für die Kanne. Bei unseren Gepäckträgern darf es gerne auch etwas mehr Gepäck sein. Wer viel transportieren möchte, trifft mit keinem der beiden Systeme eine schlechte Wahl. Das Restrap trägt bis zu 30 Kilogramm, das Tailfin sogar 32 Kilogramm. Damit spielen beide in einer Liga, die deutlich oberhalb vieler klassischer Bikepacking-Lösungen liegt.
In der Praxis bleibt das Gepäck bei beiden Trägern erstaunlich ruhig. Selbst auf ruppigen Trails oder Waschbrettpisten treten kaum Bewegungen oder Aufschaukeln auf. Einen kleinen Vorteil besitzt das Restrap durch seine charakteristische Aluminium-Ladeschale. Drybags oder Gepäckrollen sitzen darin etwas definierter und werden bei Offroad-Einsätzen besonders stabil geführt. Die Ladeplattform des Tailfin Rack dagegen ist eher für die Speziell dafür entwickelten Taschensysteme konstruiert. Diese lassen sich per Schnellverschluss im Handumdrehen befestigen.
Einfacher English Breakfast Tea oder vielschichtiger Blend? Während der Tee für 3 bis 5 Minuten im frisch aufgebrühten Wasser zieht, entfalten sich die Aromen. Und auch bei den Bikepacking-Racks werden die wahren Unterschiede erst dann sichtbar, wenn man sich ausführlich mit den vielfältigen Ladeoptionen beschäftigt.
Das Restrap wurde primär für Bikepacker entwickelt, die Taschen, Drybags, Cargo-Cages oder schwere Lasten transportieren möchten. Das gelingt hervorragend. Klassische Packtaschen gehören jedoch nicht zu seinen Kernkompetenzen.
Hier geht Tailfin einen Schritt weiter. Das Journey Rack ist als universelle Transportplattform konzipiert. Neben Drybags nimmt es klassische Packtaschen auf, bietet eigene Schnellverschluss-Taschen, Zubehör-Aufnahmen, Licht-Halterungen, Schutzblech-Mounts und zahlreiche Erweiterungsmöglichkeiten.
Hinzu kommt ein weiterer entscheidender Punkt: Das Journey Rack ist ausdrücklich auch für Fullys freigegeben. Das Restrap eignet sich dagegen nur für Hardtails und Starrbikes.
Noch etwas Zucker? Ein Schluck Milch vielleicht? Und dann vorsichtig nippen. Und wie schmecken uns die beiden Träger in der Praxis? Beide gehören zu den stabilsten Systemen, die derzeit erhältlich sind. Das Restrap macht insbesondere im groben Gelände Eindruck. Die Konstruktion wirkt kompromisslos auf Robustheit ausgelegt. Selbst hohe Zuladungen bringen das System kaum aus der Ruhe.
Das Tailfin steht dem kaum nach. Auch voll beladen bleibt der Träger erstaunlich verwindungssteif und unauffällig. Selbst mit zusätzlichen Seitentaschen zeigt das System nur minimale Flexbewegungen.
Im direkten Vergleich ist beim Fahrverhalten kaum ein Unterschied auszumachen. Das Restrap wirkt einen Hauch mehr auf Expedition und Hardcore-Offroad ausgelegt, während Tailfin den Fokus stärker auf einen breiten Einsatzbereich legt.
Schon ausgetrunken? Dann kommen wir abschließend noch zu den harten Fakten. Obwohl das Tailfin Rack zu den leichteren Gepäckträgern seiner Kategorie zählt, liegt das Restrap im direkten Vergleich vorn. Für ein System mit 30 Kilogramm Zuladung ist das Restrap beeindruckend leicht.
Typisch britisch-pragmatisch: Das Restrap konzentriert sich auf das Wesentliche. Alles dient dem Ziel, möglichst viel Gepäck möglichst sicher durchs Gelände zu bewegen.
Das Tailfin verfolgt einen techniklastigeren Ansatz. Hier bekommt man ein regelrechtes Baukastensystem.
Earl Grey oder English Breakfast Tea? Am Ende ist die Sache mit dem Tee vermutlich wie so vieles eine Frage des persönlichen Geschmacks. Und bei den Bikepacking Racks verhält es sich ähnlich: Das Restrap Switch Rack ist einer der besten Offroad-Gepäckträger für Fahrer, die viel Gepäck transportieren und dabei maximale Stabilität suchen. Die Aluminium-Ladeschale, das geringe Gewicht und die enorme Zuladung machen es zu einem idealen Begleiter für mehrtägige Touren und schwere Bikepacking-Setups.
Das Tailfin Journey Pannier Rack geht jedoch noch einen Schritt weiter. Es bietet nahezu dieselbe Stabilität, sogar etwas mehr Zuladung, eine deutlich bessere Montage, höhere Kompatibilität und wesentlich mehr Einsatzmöglichkeiten. Egal ob Rennrad, Gravelbike, Hardtail oder Fully – das Journey Rack funktioniert praktisch überall.
Auch wenn es rein nach Punkten am Ende unseres Duells 3:3 steht, geht der Sieg letztlich zu Tailfin nach Bristol. Das Restrap aus Leeds ist der Spezialist für anspruchsvolle Offroad-Abenteuer mit viel Gepäck. Das Tailfin hingegen schafft den Spagat zwischen Expeditionsträger, Pendlerlösung, Gravel-Gepäckträger und Fully-Bikepacking-System. Es ist das vielseitigere, modernere und insgesamt rundere Produkt.

Redakteur
Diskutieren Sie mit – fair, sachlich und respektvoll. Es gilt unsere Netiquette.