Fahrradtschen von ThuleEinfach und leise dank InLock

Stefan Frey

 · 19.07.2026

Thule bringt mit dem InLock Pannier ein komplett neues Befestigungssystem für Gepäcktaschen, das ein generelles Problem bei der Montage am Gepäckträger lösen will.
Foto: Thule
Fahrradtaschen werden immer vielseitiger – die Befestigungssysteme dagegen oft nicht. Metallhaken, Kunststoffadapter und klappernde Halterungen gehören für viele Pendler und Tourenfahrer weiterhin zum Alltag. Mit dem neuen InLock System will Thule das Handling neu denken. Der Clou: Die eigentliche Befestigung verbleibt am Fahrrad, während die Tasche selbst auf sperrige Hardware verzichten kann.

Themen in diesem Artikel

Slide, lock, go - Taschen-Handling einfach gemacht

Die Idee hinter dem neuen InLock-System klingt zunächst simpel: Statt Halterungen fest mit der Tasche zu verbinden, wandert die Technik an den Gepäckträger. Zum Befestigen wird die Tasche über eine textile Aufnahme auf den InLock-Rahmen geschoben und eingerastet. Zum Abnehmen genügt ein Zug an einer Lasche. Thule fasst das Prinzip mit „Slide. Lock. Go.“ zusammen.

Der Vorteil liegt vor allem abseits des Fahrrads. Da auf der Tasche selbst keine harten Kunststoff- oder Metallteile mehr sitzen, trägt sie sich angenehmer und wirkt optisch deutlich aufgeräumter. Gleichzeitig soll das System störendes Klappern während der Fahrt vermeiden.

Universell für viele Gepäckträger

Ein wichtiger Punkt ist die Kompatibilität. Der neue Thule InLock Universalhalter passt laut Hersteller auf die meisten Gepäckträger mit Rohrdurchmessern zwischen 10 und 16 Millimetern.

Für Fahrräder ohne klassischen Gepäckträger bietet Thule eine Kombination aus Tour Rack und passendem InLock Adapter an. Damit richtet sich das System nicht nur an City- und Trekkingräder, sondern auch an Fahrräder, die ursprünglich nicht für klassische Packtaschen konzipiert wurden.


Neue, vielseitige Taschenkollektionen

Zeitgleich mit dem InLock-System präsentiert Thule zwei neue Taschenfamilien, die speziell für die neue Befestigung entwickelt wurden.

Thule Chasm: Für Alltag und Abenteuer

Die neue Chasm-Kollektion richtet sich an Nutzer, die ihre Taschen nicht ausschließlich auf dem Fahrrad verwenden. Wasserabweisende Materialien, flexible Einsatzmöglichkeiten und eine robuste Konstruktion sollen den Spagat zwischen Einkauf, Freizeit und Toureneinsatz ermöglichen.

Zum Sortiment gehören:

  • Einkaufstasche
  • Isolierte Kühltasche
  • Faltbarer Gepäckbehälter

Thule Shield: Für Pendler und Alltagsfahrer

Mit der neuen Shield-Serie adressiert Thule vor allem Pendler und Alltagsradler. Die Taschen verfügen über eine IPX4-Wasserdichtigkeit und sollen den Inhalt auch bei schlechtem Wetter zuverlässig schützen. Gleichzeitig bleibt die schnelle Montage über das InLock-System erhalten.

Die Shield-Kollektion umfasst:

  • Laptoptasche
  • Alltagsrucksack
  • Rolltop-Fahrradtasche

Thule InLock Infos & Preise

  • Neues Befestigungssystem für Fahrradtaschen
  • Hardware verbleibt am Fahrrad statt an der Tasche
  • Textile Befestigung ohne harte Komponenten an der Tasche
  • Schnelle Montage per Schiebe- und Klickmechanismus
  • Geräuscharmes, klapperfreies Konzept
  • Kompatibel mit Gepäckträgerrohren von 10 bis 16 mm
  • Preise:
  • InLock-Halterung: 39,95 Euro
  • Taschen: 69,95 bis 149,95 Euro

Fazit aus Redakteurssicht

Thule dreht mit dem InLock-System den Spieß um: Statt die Fahrradtaschen mit harten und kantigen Halterungen zu versehen, die abseits des Gepäckträgers nur stören würden und bisher im Zweifel unter einer zusätzlichen Abdeckung verschwinden mussten, verbleiben die Kunststoffteile am Fahrrad. Das ist clever und dürfte vor allem beim Einsatz in der City seine Vorteile ausspielen.

Ob sich der Ansatz, die technische Halterung vom Taschenkörper zu entkoppeln, auch als neuer Standard für Reisetaschen und Co. etablieren kann, wird die Praxis zeigen. Das Konzept wirkt innovativer als viele der zuletzt vorgestellten Taschenlösungen, die klobigen Halterungen für den Gepäckträgern dürften jedoch nicht jedermanns Geschmack sein.


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Stefan Frey

Stefan Frey

Redakteur

Stefan Frey ist Niederbayer, er liebt die moosig-lehmigen Trails des Bayerischen Waldes ebenso wie den schroffen Fels der Dolomiten. Für technische Abfahrten nimmt er nahezu jeden Anstieg in Kauf – gerne aus eigener Kraft. Als Zubehör-Spezialist ist er die erste Anlaufstelle bei Fragen zu Ausrüstung und Anbauteilen, während er als Textchef die Sprachkrümel von den Seiten der BIKE-Print-Ausgaben fegt.

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