Decathlon-Rucksack im TestGünstig, wasserfest und pfiffig - der Btwin Speed 900

Laurin Lehner

 · 22.03.2026

Der Btwin Speed 900 in seinem natürlichen Commuter-Habitat.
Foto: Georg Grieshaber

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Commuter-Rucksäcke sollen Laptop und Co. verstauen, wetterfest sein und ein gut belüftetes Tragesystem bieten. Wir haben den günstigen Pendler-Rucksack Btwin Speed 900 von Decathlon ausprobiert und waren überrascht.

Mit dem Fahrrad zur Arbeit zu pendeln bringt viele Vorteile: Der Tag beginnt in Bewegung, die eigene Gesundheit profitiert, und Stau sowie die Parkplatzsuche entfallen. Schon ein paar Kilometer pro Tag stärken Herz und Kreislauf, reduzieren Stress und sorgen für einen freien Kopf im Büro. Nebenbei schützt man die Umwelt – und häufig auch das Budget. Wie gut ist der Pendler-Rucksack von Decathlon für gerade mal 79,99 Euro.

Der Btwin Speed 900: Schwarz aber nicht unsichtbar

Der französische Konzern ist für sein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis bekannt. Seit rund 40 Jahren gibt es auch in Deutschland Geschäfte von Decathlon. Im November 2025 wurde in Nürnberg die 100. deutsche Filiale eröffnet.

Produkte von Decathlon richten sich häufig an preissensible Kundinnen und Kunden. Daher überrascht es nicht, dass der Btwin Speed 900 nur rund 80 Euro kostet. Im Vergleich: Marken wie Deuter oder Evoc rufen hier 150 bis 200 Euro auf.
Der wasserfeste Look mit Rolltop-Verschluss wirkt zudem modern und sportlich. Zwar ist der Rucksack komplett schwarz gehalten, doch ein Band am unteren Teil reflektiert im Scheinwerferlicht. Das ist bei Pendlerrucksäcken leider keine Selbstverständlichkeit – ein klarer Pluspunkt für den Btwin Speed 900.

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Zwar ist der Rucksack komplett schwarz gehalten, doch ein Band am unteren Teil reflektiert im Scheinwerferlicht.Foto: Georg GrieshaberZwar ist der Rucksack komplett schwarz gehalten, doch ein Band am unteren Teil reflektiert im Scheinwerferlicht.

Taschenmanagement: Gut und Clever

Im Innenraum befindet sich ein leicht gepolstertes Fach für den Laptop. In zwei weiteren Fächern lassen sich zusätzliche Gegenstände verstauen. Die Rückseite des Innenfachs ist angenehm hell gestaltet – wäre auch die gegenüberliegende Seite so ausgeführt, hätte man einen noch besseren Überblick.

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Clever gelöst ist allerdings, dass sich auf die genannten Innenfächer auch bequem von außen zugreifen lässt. So muss man nicht jedes Mal das Rolltop öffnen und sich durch Wechselkleidung wühlen. Seitlich gibt es einen Reißverschluss: öffnen, hineingreifen – und schon erreicht man die Innentasche, die ebenfalls mit einem Reißverschluss gesichert ist. Sehr praktisch. Wichtig ist nur, den äußeren Reißverschluss anschließend wieder zu schließen.

Außen gibt es außerdem ein kleines Seitenfach sowie eine seitliche Netztasche, etwa für Ersatzschlauch oder Trinkflasche. Für Letztere dürfte sie allerdings etwas tiefer sein.

Pfiffig: Clever gelöst ist,  dass sich auf das Innenfächer auch bequem von außen zugreifen lässt. Ein echter USP.Foto: Georg GrieshaberPfiffig: Clever gelöst ist, dass sich auf das Innenfächer auch bequem von außen zugreifen lässt. Ein echter USP.

Tragekomfort & Sicherheit: Angenehm & Gut

Der Tragekomfort des Btwin Speed 900 ist unspektakulär, aber durchaus ausreichend. Der Rucksack sitzt angenehm am Rücken, die Schultergurte sind auffallend stark gepolstert und bequem. Das Rückenteil ist ausreichend profiliert, bei schwerer Beladung komprimiert der weiche Schaumstoff jedoch stark, was zulasten der Belüftung geht.

Auf einen Bauchgurt wurde verzichtet, stattdessen verfügt der Rucksack über kurze, aber gut gepolsterte Hüftflossen, die angenehm an den Flanken sitzen. Ein reflektierendes Band am unteren Teil macht den Träger bei Scheinwerferlicht sichtbar – ein gutes Sicherheitsmerkmal. Es könnte jedoch noch prominenter angebracht sein, insbesondere bei der dunklen Farbgebung.

Top: Die kurzen, aber gut gepolsterten Hüftflossen, die angenehm an den Flanken sitzen.Foto: Georg GrieshaberTop: Die kurzen, aber gut gepolsterten Hüftflossen, die angenehm an den Flanken sitzen.

Mein Fazit zum Btwin Speed 900

Der Btwin Speed 900 ist die Überraschung schlechthin. Mit nur 80 Euro ist er im Vergleich zu Mitbewerbern ausgesprochen günstig – und trotzdem liefert er alle wichtigen Features: Er ist wasserfest, verfügt über ein solides Taschenmanagement und sitzt bei mittlerer Beladung angenehm am Rücken. Mit einer Note von 2,3 landet der Btwin Speed 900 von Decathlon im Vergleich zu Marken wie Tatonka, Vaude, Osprey, Deuter, Evoc und Heimplanet unter den Top 3. Kurz gesagt: Wer einen zuverlässigen, funktionalen Rucksack zum fairen Preis sucht, kann beim Btwin Speed 900 bedenkenlos zugreifen.

Name: Btwin Speed 900
Volumen*: 22 Liter (BIKE-Messwert)
Gewicht*: 960 Gramm (BIKE-Messwert) ​
Preis: 79,99 Euro >> hier erhältlich

BIKE BEWERTUNG: (Schulnoten)
Tragesystem (40%) 2,5
Handling (30%) 2
Sicherheit (10 %) 2,5
Wetterschutz (20%) 1

Gesamtnote: 2,1

Der Btwin Speed 900 ist die Überraschung schlechthin und zudem günstig. Daher zeigt der Daumen fast nach ganz oben. Ein Grinsen gibts noch dazu. Zu dem Rucksack kann man raten.Foto: Georg GrieshaberDer Btwin Speed 900 ist die Überraschung schlechthin und zudem günstig. Daher zeigt der Daumen fast nach ganz oben. Ein Grinsen gibts noch dazu. Zu dem Rucksack kann man raten.

So haben wir getestet:

Wir haben jeden Rucksack auf mindestens 60 Kilometern getestet, meist bei mittlerer Beladung und eher frischen bis milden Temperaturen von 3 bis 13 °C. Auf die Herstellerangaben zum Volumen haben wir uns nicht verlassen, sondern die Rucksäcke mit speziell gefüllten Säcken ausgelitert – dabei gab es durchaus Abweichungen. Zusätzlich wurden die Rucksäcke gewogen und auf ihre Reflektions-Elemente geprüft; hier besteht bei fast allen Modellen noch Verbesserungspotenzial. Die meisten Rucksäcke bestehen aus wasserfestem Obermaterial. Einige Materialien wirken nur wasserabweisend – diese haben wir unter dem Duschkopf getestet.

Auf die Volumenangaben haben wir uns nicht verlassen, sondern die Rucksäcke mit speziell gefüllten Säcken ausgelitert.
Foto: Laurin Lehner

Laurin Lehner

Laurin Lehner

Redakteur

Der gebürtige Südbadener Laurin Lehner ist laut eigenen Angaben ein lausiger Racer. Vielleicht fasziniert ihn deshalb kreatives, verspieltes Biken. Für ihn zählt nicht, wie schnell man von A nach B kommt, sondern was dazwischen passiert. Lehner schreibt Reportagen, interviewt Szene-Größen und testet Produkte und Bikes - am liebsten welche mit viel Federweg.

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