Ein Stoffsack, zwei Träger: Der Turnbeutel war einst die ganz normale Art, sein Sportzeug zu transportieren. – aber weder praktisch noch bequem. Ein moderner Trinkrucksack ist dagegen ein wahres Multi-Talent. Wir zeigen Ihnen sechs Modelle, die gut durchdacht, komfortabel, klein und ziemlich leicht sind. Alle nehmen eine Trinkblase mit 2 Litern Fassungsvermögen (im Lieferumfang enthalten) und zusätzlich zwischen 3 und 6 Litern Gepäck und Werkzeug auf. Das reicht für die Feierabendrunde, die Tagestour oder eine Renn-Etappe.
Beim Rogue wurde ordentlich entrümpelt. Mehr Minimalismus geht kaum. Die Zwei-Liter-Blase lässt sich von außen befüllen. Zubehör findet in zwei kleinen Fächern Platz, die Pumpe im offenen Schubfach außen. Der Rogue sitzt recht hoch am Rücken. Die Träger ziehen sich ungewohnt eng unter den Achseln durch. In der Abfahrt rutscht der Knirps schon mal hoch.
Das Kamel! Der BE1 hat zwei Höcker: Unten sitzt der Wasserspeicher, damit liegt der Schwerpunkt sehr tief. In Verbindung mit der verstellbaren Rückenlänge und dem breiten Hüftgürtel sitzt er sehr stabil am Rücken. Im oberen Fach lagert das Werkzeug, allerdings ziemlich beengt. Der Ergon BE1 besitzt einen Protektor und eignet sich damit gut für Enduro-Rennen.
Im Rennen zählt jede Sekunde. Deshalb ist beim Evoc CC 3l Race alles nur einen Handgriff weit entfernt. Das Gel steckt im praktischen Köcher am Schultergurt. Tool und Riegel in den großen Hüfttaschen, und sogar die aufgesetzte Mesh-Tasche am Rücken erreicht man während der Fahrt. Der Evoc hat zwar das kleinste Volumen, sitzt aber leicht, bequem und sicher am Rücken. BIKE Race-Tipp!
Beim Platypus baumelt die Trinkblase an einer praktischen Halterung im Extra-Fach. Somit bleibt im Frontfach genügend Platz fürs Zubehör. Im recht tiefen, dunklen Schubfach verliert man aber schon mal den Überblick. Die breiten Schultergurte und die stabile Rückenpartie tragen sich komfortabel. Praktisch: der Magnethalter für den Trinkschlauch.
Der Airstrike hat die größte Klappe – zumindest im Test. Das Hauptfach öffnet weit und lässt sich leicht bepacken. Zwei Frontfächer nehmen Handy und Werkzeug auf. Die Trinkblase ruht auf einem Plastikgestell. Das ist gut, da der flexible Rucksackrücken leicht ausbeult. Der breite Hüftgurt mit Schubfächern fixiert den Scott Airstrike ziemlich gut während der Fahrt.
Der Unzen klebt wie ein paarungswilliger Frosch am Rücken. Das intern und extern anpassbare Tragesystem schließt wie ein X vor der Brust und sitzt sehr sicher. Tools, Handy, Brille, Trinkblase – für alles gibt es ein Extra-Fach. Das drückt auf die Waage, räumt aber auch die Bude auf. Ins Hauptfach greift man seitlich, von links oder rechts – sehr praktisch. BIKE Enduro-Tipp!
*BIKE-Messung: Gesamtgewicht/Gewicht Rucksack/Gewicht Trinkblase/Gewicht Protektor (nur bei Ergon)
**Herstellerangabe
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