Thule Rail MTB-Rucksack im TestProtektorenrucksack für E-Biker

Stefan Frey

 · 09.02.2026

Thule setzt bei seinem Touren-Rucksack eMTB 18L auf eigenständige Orga-Lösungen und eine umfangreiche Ausstattung
Foto: Georg Grieshaber
​Thule hat mit dem Rail eMTB 18 einen umfangreich ausgestatteten Tourenrucksack für E-Biker im Programm. Mit Akku-Fach, Rückenprotektor und Trinkblase ist der Thule für ausgedehnte Einsätze im anspruchsvollen Gelände konzipiert. Doch kann der MTB-Rucksack vom schwedischen Fahrradträger-Spezialisten die hohen Erwartungen auch erfüllen?

Habt ihr gewusst, dass der schwedische Experte für Fahrradträger auch ein umfangreiches Sortiment an Taschen und Rucksäcken im Programm hat? Nein? Dann solltet ihr unbedingt weiterlesen, denn mit dem Rail eMTB 18L hält Thule einen speziell für E-Biker ausgerüsteten Touren-Pack parat.

E-MTB spezifisch wird der Rail vor allem durch sein integriertes und gepolstertes Akku-Fach. Damit dieser während der Fahrt oder im Fall eines Sturzes nicht in den Rücken knallt, ist der Thule ab Werk mit einem Koroyd-Rückenprotektor ausgerüstet, der nach dem CE-Schutzlevel 1 zertifiziert ist. Auch eine 2,5-Liter-Trinkblase samt Magnethalterung ist in der Ausstattung bereits mit inbegriffen.

Thule setzt bei seinem Touren-Rucksack eMTB 18L auf eigenständige Orga-Lösungen und eine umfangreiche Ausstattung.Foto: Georg GrieshaberThule setzt bei seinem Touren-Rucksack eMTB 18L auf eigenständige Orga-Lösungen und eine umfangreiche Ausstattung.

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Der Aufbau des Rail unterscheidet sich von vielen anderen Touren-Rucksäcken. Ein eigenes Werkzeugfach gibt es hier nicht, stattdessen werden die Tools in gekennzeichneten Steckfächern im Hauptfach untergebracht. Am vorne aufgesetzten Schubfach befinden sich zwei weitere Zipper-Taschen, an den Hüftflügen Netzfächer mit Klettverschluss. Zusätzlich lassen sich an Kompressionsriemen Protektoren und Open- oder Fullface-Helme befestigen. Letzte Zugabe: eine Regenhülle im Bodenfach.

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Ein eigenes Werkzeugfach gibt es nicht, dafür ein hell ausgekleidetes Haupfach samt Akku-Halterung und Beschriftung der Steckfächer.Foto: Georg GrieshaberEin eigenes Werkzeugfach gibt es nicht, dafür ein hell ausgekleidetes Haupfach samt Akku-Halterung und Beschriftung der Steckfächer.

Thule Rail eMTB 18 - Infos & Preis

  • Preis: UVP 229,95 Euro >> hier reduziert erhältlich
  • Gewicht: 951 Gramm (+145 / 159 Gramm Protektor / Trinkblase)
  • Rückensystem: Kontaktrücken mit Strukturpolster
  • Ausstattung: Trinkblase, Rückenprotektor, Akku-Fach, Werkzeugfach, Fullface-Helmhalter, Protektoren-Straps, Regenhülle
  • Trinkblase: ja / 2,5 Liter
  • Volumen gemessen / angegeben: 17 / 18 Liter

Einfaches Beladen, gute Übersicht

Der Thule verfügt über ein eigenständiges Orga-System, in dem sich die komplette Touren-Ausrüstung strukturiert unterbringen lässt. Das Hauptfach öffnet ausreichend weit und gibt dank heller Auskleidung einen guten Überblick über den Inhalt. In Anbetracht der Abmessungen aktueller E-Bike-Akkus wird sich das kurze Akku-Fach für die meisten Biker als wenig praktisch erweisen.

Clever ist der integrierte Trinkbeutel mit magnetischem Trinkschlauch, der automatisch in die Ausgangsposition zurückkehrt.Foto: Georg GrieshaberClever ist der integrierte Trinkbeutel mit magnetischem Trinkschlauch, der automatisch in die Ausgangsposition zurückkehrt.

Gut gefallen haben uns das separate Trinkblasenfach sowie das praktische Magnetsystem am Trinkschlauch. Auch die zusätzlichen Fächer am großen Schubfach eignen sich bestens zum Verstauen schnell zu erreichender Gegenstände. Sowohl Protektoren als auch Open- oder Fullface-Helme lassen sich leicht an den vorhandenen Kompressionsgurten anbringen.

Zusätzlich gibt es große Hüftflossen mit Kletttaschen, die jedoch nicht ideal im Handling sind.Foto: Georg GrieshaberZusätzlich gibt es große Hüftflossen mit Kletttaschen, die jedoch nicht ideal im Handling sind.

Nicht ganz optimal gelöst sind die Taschen an den Hüftflügeln. Für moderne Smartphone sind sie etwas zu klein geraten, zudem bieten die Klettverschlüsse zu wenig Halt und öffnen sich sehr leicht.

Alle Zipper laufen leichtgängig und zuverlässig, die Griffschlaufen sind zudem durch Schrumpfschläuche gesichert. Weniger gelungen ist die Verstellung des Brustgurts: Sie erlaubt lediglich zwei Positionen, zudem muss der Brustgurt zum Versetzen abgenommen werden.

Die Verstellung des Brustgurts ist umständlich und bietet nur zwei Positionen.Foto: Georg GrieshaberDie Verstellung des Brustgurts ist umständlich und bietet nur zwei Positionen.

Wenig satter Sitz auf dem Trail

Auf dem Trail wird der Thule seiner Enduro-lastigen Ausstattung nicht ganz gerecht. Zwar bietet der integrierte Protektor (leider nicht mehrschlagfähig) ein hohes Maß an Schutz, doch gerade wenn es im Downhill zur Sache geht, sitzt der Rail nicht ultimativ satt auf dem Rücken. Dafür verantwortlich sind zum einen die etwas kurzen Hüftflügel und der schmale Gurt, zum anderen das wenig flexible Rückensystem in Kombination mit dem eher störrischen Protektor.

Das Rückensystem besteht aus zwei großen Polster-Panels, die eng am Rücken anliegen und für stabilen Sitz sorgen sollen. Es passt sich in Fahrposition aber nicht optimal an den Träger.Foto: Georg GrieshaberDas Rückensystem besteht aus zwei großen Polster-Panels, die eng am Rücken anliegen und für stabilen Sitz sorgen sollen. Es passt sich in Fahrposition aber nicht optimal an den Träger.Für besseren Schutz im Enduro-Einsatz liefert Thule den Rail mit integriertem Rückenprotektor aus.Foto: Georg GrieshaberFür besseren Schutz im Enduro-Einsatz liefert Thule den Rail mit integriertem Rückenprotektor aus.

Die beiden großen Strukturpolster liegen dadurch nicht sauber flächig am Rücken auf. So stützt sich der Rail eher punktuell am Rücken ab und neigt in der Abfahrt etwas zum Hüpfen. Durch die schmale Bauweise wird man zumindest im Anstieg etwas besser belüftet als mit vielen anderen Modellen.

Schnell erreichbare Gegenstände wie eine Regenjacke finden im großen Schubfach Platz.Foto: Georg GrieshaberSchnell erreichbare Gegenstände wie eine Regenjacke finden im großen Schubfach Platz.Auch eine Regenhülle sowie Gurte für die Befestigung von Protektoren sind mit an Bord.Foto: Georg GrieshaberAuch eine Regenhülle sowie Gurte für die Befestigung von Protektoren sind mit an Bord.

Bewertung & Fazit - Thule Rail eMTB 18L

Der Thule Rail kommt inklusive Rückenprotektor, Trinkblase und Akku-Fach.Foto: Stefan FreyDer Thule Rail kommt inklusive Rückenprotektor, Trinkblase und Akku-Fach.

Fazit: Thule Rail eMTB 18L

Der Rail eMTB 18L punktet mit eigenständigem Orga-System und üppiger Ausstattung samt Rückenprotektor, Trinkblase, Regenhülle und Akku-Fach. Handling und Übersicht sind gut, auch weil das Hauptfach weit genug öffnet und hell ausgekleidet ist. Rückensystem und Polsterung liegen etwas punktuell auf und passen sich nicht sauber dem Träger an, die kurzen Hüftflügel bieten in Kombi mit dem schmalen Hüftgurt wenig Halt – auf Enduro-Einsätzen nicht optimal. Ordentlich belüftet, umständlich zu verstellender Brustgurt.

Eigenständige Optik, solides Orga-System und üppige Ausstattung - in Sachen Tragekomfort spielt der Thule nicht ganz vorne mit.Foto: Georg GrieshaberEigenständige Optik, solides Orga-System und üppige Ausstattung - in Sachen Tragekomfort spielt der Thule nicht ganz vorne mit.

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Stefan Frey

Stefan Frey

Redakteur Test & Zubehör

Stefan Frey ist Niederbayer, er liebt die moosig-lehmigen Trails des Bayerischen Waldes ebenso wie den schroffen Fels der Dolomiten. Für technische Abfahrten nimmt er nahezu jeden Anstieg in Kauf – gerne aus eigener Kraft. Als Zubehör-Spezialist ist er die erste Anlaufstelle bei Fragen zu Ausrüstung und Anbauteilen, während er als Textchef die Sprachkrümel von den Seiten der BIKE-Print-Ausgaben fegt.

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