Deuter FahrraducksackCompact 14+3 Testsieg und beste Preis-Leistung

Stefan Frey

 · 13.02.2026

Deuter hat seinem Compact MTB-Rucksack ein Update spendiert, in den Grundzügen bleibt der Compact aber der Touren-Klassiker schlechthin.
Foto: Georg Grieshaber

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Deuter hat den Compact 14+3 MTB-Rucksack neu aufgelegt und will mit durchdachter Fächereinteilung, Volumen-Erweiterung, geringem Gewicht und hohem Tragekomfort vor allem Tourenbiker begeistern. Doch auch im Trail-Einsatz will der fair produzierte und preiswerte Bike-Rucksack punkten. Wir haben getestet, was der top verarbeitete Compact 14+3 im Gelände drauf hat.

Der Deuter Compact 14+3 ist noch so ein alter Bekannter im neuen Gewand. Wobei sich hier die Neuerungen mehr im kosmetischen Bereich bewegen. Der Compact wurde vor allem optisch aufgefrischt und ansonsten im Detail überarbeitet.

Das Airstripe-Rückensystem hat einen neuen, stabileren Schaum erhalten und soll noch etwas besser belüften. Das recycelte Material ist bluesign zertifiziert und verzichtet auf PFAS. Besonderheit des Compact ist nach wie vor die Möglichkeit, das Volumen des Hauptfachs um drei Liter zu erweitern.

Deuter hat seinem Compact MTB-Rucksack ein Update spendiert, in den Grundzügen bleibt der Compact aber der Touren-Klassiker schlechthin.Foto: Georg GrieshaberDeuter hat seinem Compact MTB-Rucksack ein Update spendiert, in den Grundzügen bleibt der Compact aber der Touren-Klassiker schlechthin.

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Die übrige Ausstattung ist State of the Art: ein vollständig öffnendes Werkzeugfach, Hauptfach mit Trinkblasen-Option sowie beidseitige Taschen an den Hüftflossen. Die Schultergurte sind ergonomisch geformt und fallen besonders luftig aus. Am Compact lassen sich Open- sowie Fullface-Helme und mit den im Boden verstauten Kompressionsriemen auch Protektoren befestigen.

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Das große Werkzeugfach bietet mit seiner hellen Auskleidung beste Übersicht und eine gute Struktur.Foto: Georg GrieshaberDas große Werkzeugfach bietet mit seiner hellen Auskleidung beste Übersicht und eine gute Struktur.Bei Bedarf lässt sich der Stauraum um 3 Liter erweitern. Insgesamt bietet der Compact nach unserer Messung dann knapp 20 Liter Volumen.Foto: Georg GrieshaberBei Bedarf lässt sich der Stauraum um 3 Liter erweitern. Insgesamt bietet der Compact nach unserer Messung dann knapp 20 Liter Volumen.

Clever ist die seitlich platzierte Tasche fürs Smartphone, die man – sofern man gut gestretcht ist – auch während der Fahrt erreicht. Besonders auffällig ist das geringe Gewicht: Der Compact 14+3 wiegt nur 902 Gramm – ein sehr guter Wert. Eine Regenhülle spendiert Deuter beim Kauf gleich mit.

Das Smartphone liegt gut geschützt im eigenen Fach. Bei Verwendung einer Trinkblase lässt sich das Handy nur schwer verstauen.Foto: Georg GrieshaberDas Smartphone liegt gut geschützt im eigenen Fach. Bei Verwendung einer Trinkblase lässt sich das Handy nur schwer verstauen.

Deuter Compact 14+3 – Infos & Preis

  • Preis: 120 Euro >> z. B. hier reduziert erhältlich
  • Gewicht: 902 Gramm
  • Rückensystem: Kontaktrücken mit Strukturpolstern
  • Ausstattung: Volumen-Erweiterung, Smartphone-Fach, Regenhülle, Werkzeugfach, Protektoren-Straps
  • Trinkblase: nein / 3 Liter / 48 Euro
  • Volumen gemessen / angegeben: 20 / 14+3 Liter

Durchdachtes Taschenmanagement

Die Zipper am Deuter gleiten um die Fächer herum, wie ein Spiegelei in der Teflon-Pfanne. So lässt sich beispielsweise das Werkzeugfach komplett mit einer Hand öffnen – an sich nebensächlich, aber doch ein Hinweis auf die hohe Qualität. In Sachen Verarbeitung macht den Gersthofenern keiner etwas vor, die Materialqualität ist spitze.

Auch das Hauptfach klappt weit genug auf und beinhaltet einen Aufdruck mit den alpinen Notsignalen.Foto: Georg GrieshaberAuch das Hauptfach klappt weit genug auf und beinhaltet einen Aufdruck mit den alpinen Notsignalen.

Außerdem zeigt sich am Compact mal wieder, wie praktisch ein separates Werkzeugfach ist, vor allem, wenn es sich komplett aufklappen lässt. Tools und Ersatzteile liegen sauber sortiert und griffbereit, ohne dass man zuvor beispielsweise die Wechselklamotten zur Seite schaffen müsste wie beim Camelbak H.A.W.G. 20.

Das Hauptfach bleibt damit Dingen vorbehalten, die man eher selten braucht. Jacke, Wechselshirt, Erste-Hilfe-Set. Helle Auskleidung sorgt beim Compact für Übersicht, die wannenartige Bauweise dafür, dass nichts beim Auspacken aus dem Fach kugelt. Zum Öffnen muss man allerdings erst die Kompressionsgurte lösen, und auch dann klappt das Hauptfach nur gut bis zur Hälfte auf. Die Integration der Trinkblase im Hauptfach hat zudem Nachteile beim Nachfüllen.

Neben der Regenhülle befinden sich im Bodenfach Kompressionsgurte für Protektoren.Foto: Georg GrieshaberNeben der Regenhülle befinden sich im Bodenfach Kompressionsgurte für Protektoren.Der Helmhalter ist kompakt und unauffällig integriert - aber nicht ganz optimal im Handling.Foto: Georg GrieshaberDer Helmhalter ist kompakt und unauffällig integriert - aber nicht ganz optimal im Handling.

Gut gefallen haben uns dagegen die Befestigungsmöglichkeiten für Knieschoner und Helme aller Art. Auch ein Fullface passt problemlos außen an den Deuter. Das am Rücken versteckte Handy-Fach ist praktisch, wenn der Rucksack mit einer Trinkblase beladen ist aber nicht mehr ganz so leicht zugänglich.

Solider Tragekomfort und passable Belüftung

Je länger die Tour, desto größer ist die Rolle des Gewichts. Mit nur 900 Gramm bei üppiger Ausstattung hält der Deuter hier die Trümpfe in der Hand. Auf langen Bergtouren mit schweißtreibenden Anstiegen machen sich das leichte Material, die luftigen Schulterträger und die Airstripes genannten Rückenpolster bezahlt, denn der Compact 14+3 trägt sich für einen Rucksack mit Kontaktrücken relativ luftig.

Luftige Materialien und die typischen Airstripes-Polster sorgen für hohen Tragekomfort und passable Belüftung für einen Rucksack mit Kontaktrücken.Foto: Georg GrieshaberLuftige Materialien und die typischen Airstripes-Polster sorgen für hohen Tragekomfort und passable Belüftung für einen Rucksack mit Kontaktrücken.

Damit die Ladung trotz Leichtbau fest am Rücken sitzt, spendiert Deuter ausreichend breite Hüftflügel, die sich angenehm an den Körper schmiegen und über nach vorne statt nach hinten laufender Gurte leicht anpassen lassen.

Große Hüftflossen sorgen für stabilen Sitz. Clever: Die Gurte lassen sich durch Zug nach vorne straffen.Foto: Georg GrieshaberGroße Hüftflossen sorgen für stabilen Sitz. Clever: Die Gurte lassen sich durch Zug nach vorne straffen.

Im extremen Gelände stößt der Compact dann aber an seine Grenzen, weil sich das flexible Material etwas leichter aufschaukelt – er mag es eher gemütlich in der Abfahrt. Ein kleiner Tribut an den Leichtbau sind die wenig gepolsterten Schultergurte, die vor allem am Übergang zu den Zurrgurten in die Rippen drücken können. Auch das Rücken-Panel könnte etwas stabiler ausfallen. Voll beladen beult der Rucksack leicht nach hinten aus, was die Luftzufuhr beeinträchtigt.

Bewertung & Fazit - Deuter Compact 14+3

KategorieNote
Tragesystem (40 %)2,1
Handling (30 %)1,7
Gewicht (15 %)1,0
Ausstattung (15 %)1,5
BIKE-NOTE1,7
Deuter hat mit dem Compact 14+3 einen exzellenten MTB-Rucksack für Tagestouren im Programm und sichert sich souverän den Testsieg.Foto: Georg GrieshaberDeuter hat mit dem Compact 14+3 einen exzellenten MTB-Rucksack für Tagestouren im Programm und sichert sich souverän den Testsieg.

​Fazit - Deuter Compact 14+3

Auf langen Bergtouren mit entspannten Trail- oder Schotter-Abfahrten fühlt sich der leichte Compact besonders wohl. Dank breiter Hüftflügel sitzt er kompakt und dennoch erstaunlich luftig. Deuter-typisch: die exzellente Verarbeitung und das übersichtliche Werkzeugfach, das komplett öffnet. Top: Volumen-Erweiterung, Regenhülle und diverse Zubehörhalterungen. Im heftigen Gelände fehlt dem flexiblen Gewebe etwas Stabilität. Trotzdem sichert sich der Deuter den Testsieg in unserem Rucksack-Vergleichstest - in Anbetracht des fairen Preises ist der Compact zudem ein echter Preis-Leistungs-Tipp.

Übrigens: Wer Wert auf faire und nachhaltige Produkte legt, wird inzwischen auch bei Deuter fündig. Der Compact 14+3 beispielsweise setzt auf recycelte Materialien, verzichtet auf den Einsatz von PFAS, ist Grüner Knopf zertifiziert und nach bluesign Kriterien produziert.


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Stefan Frey

Stefan Frey

Redakteur

Stefan Frey ist Niederbayer, er liebt die moosig-lehmigen Trails des Bayerischen Waldes ebenso wie den schroffen Fels der Dolomiten. Für technische Abfahrten nimmt er nahezu jeden Anstieg in Kauf – gerne aus eigener Kraft. Als Zubehör-Spezialist ist er die erste Anlaufstelle bei Fragen zu Ausrüstung und Anbauteilen, während er als Textchef die Sprachkrümel von den Seiten der BIKE-Print-Ausgaben fegt.

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