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1595 Gramm / 220 Euro >> hier reduziert erhältlich
Tester: Stefan Frey
Deuter hat seinen Protektoren-Klassiker erneuert. Doch auch der neue Attack 16 ist ein Deuter durch und durch: hochwertige und robuste Gewebe, extrem saubere Nahtführung und Reißverschlüsse, so geschmeidig wie Flipper, der durchs Wasser gleitet. Die Aufteilung der Fächer ist zwar nicht neu, aber noch immer absolut stimmig. Clever gelöst: Alle Fächer lassen sich weit öffnen, ohne dass man zuvor Kompressionsgurte lösen müsste. Wer im Hauptfach kramen muss, legt den Attack am besten flach auf den Boden und öffnet ihn von hinten. Dann liegt der Inhalt fast wie in einer kleinen Wanne und purzelt nicht über den Trail. Auch sonst merkt man: Hier wurde mitgedacht. Das weich gepolsterte Brillenfach ist top. Die großen Hüfttaschen sind vom Hüftgurt entkoppelt und schlucken auch große Gegenstände. Vier Stretch-Loops fixieren Protektoren, Helme oder zusätzliche Ausrüstung – sparen dabei Gewicht und verschwinden bei Nichtgebrauch in kleinen Schubfächern.
Doch all die netten Features sind eigentlich nur Beiwerk, denn was wirklich zählt, ist das Tragesystem. Auch hier macht Deuter einen guten Job: Die fetten Hüftflügel setzen weit innen an und umklammern den Träger wie der Sozius den Mopedfahrer. Da kann der Trail noch so auf einen einprügeln, oder wie eine Highspeed-Rutsche in die Vertikale kippen – der Attack wackelt nicht, wandert nicht, rutscht nicht. Rückensystem und Schulterträger sind zudem bequem gepolstert, wenn auch trotz des Airstripe-Systems nicht übermäßig belüftet. Und gibt es auch was zu meckern? Wenig, aber: Der Protektor fällt relativ schwer aus und verursacht ein vergleichsweise hohes Ausgangsgewicht. Auch der Preis ist mit 220 Euro happig. Da überlegt man inzwischen zweimal, ob man sich einen neuen Fahrradrucksack zulegt. Doch angesichts der hervorragenden Qualität dürfte der Attack 16 eine Investition für viele Jahre sein. Und sollte doch mal etwas kaputt gehen: Deuter bietet einen Reparaturservice für alle seine Produkte an.
Vorteile des Deuter Attack 16
Nachteile des Deuter Attack 16
332 Gramm (L) / 329 Euro >> hier erhältlich
Tester: Jan Timmermann
Eigentlich ist der Evade ein Rennradhelm, doch auch Cross-Country-Asse wie Christopher Blevins nutzen seine aerodynamischen Vorteile für die Jagd nach Sekunden. Specialized ist einer der wenigen Zubehör-Hersteller, die einen eigenen Windkanalprüfstand betreiben, um Luftwiderstand und Thermik zu optimieren. Die Verbesserungen zum Vorgänger liegen im Detail: Glaubt man den Entwicklern, soll der Kopf nun um 2,4 Prozent kühler bleiben. Nach unserem ersten Test steht jedenfalls fest: Bei schnellen Fahrten vereint der Specialized Kühlung und Aerodynamik in Perfektion. Gut so, denn der S-Works Evade 4 reißt einen tiefen Krater ins persönliche Budget. Der Helm ist herrlich leicht und trägt sich in jeder Situation unauffällig. Für Runden mit vielen Höhenmetern und geringeren Durchschnittsgeschwindigkeiten greifen wir aber lieber zum nochmals besser belüfteten Prevail 3. Der Evade ist und bleibt eben ein Kopfschutz für kompromisslose Highspeed-Races.
825 Gramm (45) / 139,95 Euro >> hier reduziert erhältlich
Tester: Laurin Lehner
Der neue Seeker soll auf dem Bike und zu Fuß gleichermaßen funktionieren – ohne Kompromisse bei der Performance. Die Idee dahinter ist simpel – ein Schuh für alles, vom Pedal bis zum Wanderweg. Eine TPU-verstärkte Fersenbox verspricht dabei Stabilität auf unebenem Terrain. Kern des Seeker ist jedoch die neu entwickelte Venom-Sohle mit integriertem Power-Link-System, die den Komfort auf den Pedalen boosten soll. Dazu eine Hypergrip-Außensohle, die sich bestens mit den Pins der Pedale verzahnt. Mir gefällt der Seeker, denn sein Look ist irgendwie fresh, der Tragekomfort super, und Grip besitzt die Sohle auch. Mit 825 Gramm ist das Paar leicht genug. Tatsächlich verspricht First Degree nicht zu viel, denn der Schuh funktioniert auch für den Hiking-Einsatz. Für Trailrides und leichte Park-Laps ziehe ich den Seeker ebenfalls gerne an. Wird es rauer, greife ich aber lieber zu Modellen mit mehr Zehen- und Fersenschutz. Die Belüftung ist nur durchschnittlich.
Ein Schuh für alles – die Idee gefällt mir. Von Trailrides bis hin zu Bergtouren zu Fuß: dem Seeker gelingt der Spagat. Die Belüftung könnte allerdings besser sein. Laurin Lehner, BIKE-Redakteur
148 Gramm (140 mm Breite) / 129,95 Euro >> hier reduziert erhältlich
Tester: Stefan Frey
Einen Sattel zu empfehlen, ist immer schwierig – jeder Hintern ist anders. Trotzdem ist der Evo Rail spannend, denn das „Ultra Easy Mounting System“ bietet einen klaren Vorteil: Gestell und Sattelschale verschmelzen zu einer Einheit aus faserverstärktem Polyamid, die einfach von hinten auf die Stütze aufgeschoben wird – das vereinfacht die Montage enorm. In Verbindung mit der E-TPU-Polsterung entsteht ein für den aufgerufenen Preis fast schon unverschämt leichter Sattel.
Im Gelände sorgt die strukturierte Oberfläche für sicheren Halt auch in steilen Passagen. In manchen Situationen ist das Material fast schon etwas zu griffig, schrammt man in technischen Passagen mit dem Oberschenkel am Sattel entlang, kann das schon mal einen blauen Fleck zur Folge haben.
Das flache Heck bietet Spielraum für Positionswechsel auf der Langstrecke. Der V-Shape mit breiter Sattelnase hilft beim Klettern, dürfte jedoch nicht zu jeder Anatomie passen. Bei der Polsterung liegt der Sixpack eher auf der sportlichen Seite, dafür lassen die Flügel einen gewissen Flex zu. Praktisch: Der M5-Gewindeeinsatz an der Unterseite ermöglicht die Montage von passendem Zubehör wie Licht oder Satteltasche.
Aufschieben, ausrichten, festschrauben – einfacher lässt sich ein Sattel kaum montieren. Das Verhältnis von Preis zu Gewicht ist überragend. Sofern die Form zur eigenen Anatomie passt, ist der Evo Rail eine Empfehlung wert. Stefan Frey, BIKE-Redakteur
276 Gramm (M/L) / 110 Euro >> heir reduziert erhältlich
Tester: Stefan Frey
Protektoren für den Park müssen vor allem eines können: maximalen Schutz bieten. Da sind die Anforderungen für Trail-Knieschoner weitaus höher. Sie sollen kein Schwitzkasten sein, gleichzeitig aber rutschfest am Knie sitzen. Leicht, aber sicher. Luftig, aber robust. Ihr seht schon: keine einfache Aufgabe. Troy Lee liefert mit dem Speed Pro Knieschoner einen sehr leichten Vertreter der Trail-Protektoren. Einmal angezogen lässt man ihn gerne die gesamte Tour über am Knie, denn der Tragekomfort ist hoch. Kein Zwicken in der Kniekehle. Kein Verrutschen beim Treten. Zwar liefert der luftige D3O-Protektor nur Schutz nach Level 1 der CE Norm, doch das Pad ist ergonomisch geformt und deckt eine relativ große Fläche auch seitlich und unterhalb des Knies ab. Von der versprochenen Belüftung war während des Tests nur wenig zu spüren. Dafür lässt sich der Protektor zum Waschen leicht aus dem Strumpf entnehmen. Und so ehrlich muss man sein: schwitzige Knie sind allemal besser als blutige.

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