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Kaum : 59,99 Euro dass der französische Outdoor-Riese für irgendeine Sportart nicht das passende Equipment im Sortiment hätte. Und so verhält es sich natürlich auch beim Mountainbiken. Einen Rucksack für Touren-Einsätze? Klar, den hat Decathlon natürlich. Und selbstverständlich ist der 12-Liter-Rucksack der Eigenmarke Rockrider auch ein Schnäppchen. 60 Euro inklusive 2-Liter-Trinkblasen? Das ist schon eine Ansage. Der Rockrider Trinkrucksack MTB ist bei Decathlon erhältlich.
Auch sonst ist der MTB 12 L auf den ersten Blick nicht gerade schlecht ausgestattet: Neben Haupt- und Werkzeugfach gibt es ein zusätzliches Frontfach sowie Hüftgurttaschen und Fächer an den Schultergurten. Genug Platz also, um seine Habseligkeiten einzusortieren. Auch auf eine Regenhülle müssen Biker nicht verzichten. Dafür aber auf eine stabile Rückenplatte sowie helle Auskleidung in den Fächern – der Rockrider ist komplett schwarz gehalten.
Der Trinkschlauch lässt sich übrigens je nach Gusto oben oder unten aus dem Rucksack führen. Und bei Bedarf kann man den Hüftgurt auch abnehmen.
Wenn man den Rockrider für die anstehende Tour belädt, wird schnell klar: Ganz zu Ende gedacht wurde das Taschenmanagement nicht. Zwar gibt es ausreichend Fächer und Unterteilungen, doch der Aufbau wirkt wenig strukturiert. Wo war gleich noch mal das Minitool? Im Frontfach? Zwischenfach? Hauptfach? Schultergurttasche oder Hüftgurttasche? Keines der Fächer bietet ausreichend Platz, um etwa das gesamte Werkzeug einzusortieren. Die schwarze Auskleidung schafft nur noch mehr Verwirrung, man findet sich wirklich schwer zurecht.
Am Ende finden wir weder einen passenden Platz fürs Smartphone – außer vielleicht an den Schultergurten – noch einen Helm- oder Protektoren-Halter. Es wären zwar Ösen vorhanden, doch es fehlen Gurte, an denen man das Zubehör befestigen könnte. Der Trinkschlauch läuft zu nah am Hals entlang und voll beladen beult der Rockrider ohne stabile Rückenplatte deutlich aus.
Mit seinen flächigen Schultergurten sitzt der Rockrider an der Brust fast wie eine Trinkweste. In Verbindung mit den eng umschließenden Hüftflügeln sorgt das für enorm stabilen Sitz in der Abfahrt. Der kompakte Aufbau schaukelt sich nicht auf und rutscht auch im steilen Gelände nicht hoch – top für Enduro- und Freeride-Einsätze.
Der kompakte Sitz resultiert allerdings auch aus dem recht schlichten Rückensystem, das einfach nur platt aufliegt. Weil der Rockrider auf eine Rückenplatte verzichtet, fühlt es sich an, als hätte man sich einen Wasserbeutel umgeschnallt – Belüftung findet quasi nicht statt. Zudem schränken die breiten Schultergurte die Beweglichkeit am Oberkörper ein. Im technischen Gelände wenig Vorteilhaft. So ganz überzeugen will der Rockrider daher auch in Sachen Tragekomfort nicht.
| Kategorie | Note |
| Tragesystem (40 %) | 2,7 |
| Handling (30 %) | 3,6 |
| Gewicht (15 %) | 2,0 |
| Ausstattung (15 %) | 3,5 |
| BIKE-NOTE | 3,0 |
Trotz zahlreicher Fächer und Taschen fällt es schwer, im Rockrider die Übersicht zu behalten – auch wegen der schwarzen Auskleidung. Die Aufteilung der Fächer wirkt wenig durchdacht. Mit 12 Litern ist der Stauraum begrenzt. Dank breiter Schultergurte und Hüftflügel sitzt der MTB 12 fest und wackelfrei auch in technischen Abfahrten, schränkt aber die Beweglichkeit etwas ein. Ein echtes Rückensystem mit stabiler Platte fehlt dem Rockrider, weshalb der Rücken etwas instabil wirkt und leicht ausbeult. Zudem liegt der Rucksack eher platt und schwitzig am Körper auf.
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Redakteur
Stefan Frey ist Niederbayer, er liebt die moosig-lehmigen Trails des Bayerischen Waldes ebenso wie den schroffen Fels der Dolomiten. Für technische Abfahrten nimmt er nahezu jeden Anstieg in Kauf – gerne aus eigener Kraft. Als Zubehör-Spezialist ist er die erste Anlaufstelle bei Fragen zu Ausrüstung und Anbauteilen, während er als Textchef die Sprachkrümel von den Seiten der BIKE-Print-Ausgaben fegt.