​Osprey Raptor 14 MTB-RucksackDurchdachter Touren-Pack

Stefan Frey

 · 17.02.2026

Osprey bietet mit dem Raptor 14 einen leichten Tourenrucksack mit üppiger Ausstattung und cleveren Details.
Foto: Georg Grieshaber

In diesem Artikel verwenden wir sogenannte Affiliate Links. Bei jedem Einkauf über diese Links erhalten wir eine Provision vom Händler. Alle vermittlungsrelevanten Links sind mit <icon/> gekennzeichnet. Mehr erfahren.

Der Osprey Raptor 14 MTB-Rucksack krallt sich mit ergonomischen Trägern und großen Hüftflossen fest an eurem Rücken. Das eigenständige Orga-System samt entnehmbarer Werkzeugrolle ist sein Alleinstellungsmerkmal - doch auch sonst glänzt der Raptor 14 im Test mit cleveren Details und hohem Tragekomfort. Nur Flügel verleiht der Touren-Rucksack noch nicht.

Der Raptor ist so etwas wie der Touren-Spezialist im Sortiment der US-Amerikaner. Er soll hohen Tragekomfort mit stabilem Sitz und einem durchdachten Organisationssystem verbinden. Dabei ist Osprey neben Deuter einer der wenigen Anbieter, die eine spezielle Damen-Version im Programm haben. Ergonomisch angepasst gibt es den Raven 14 mit ansonsten identischer Ausstattung - und die kann sich durchaus sehen lassen >> hier erhältlich.

Neben Haupt- und Frontfach verfügt der Raptor über ein separates Trinkblasenfach mit integrierter 2,5-Liter-Trinkblase sowie ein extra Bodenfach samt Werkzeugrolle. Große Hüftgurttaschen und ein offenes Schubfach ergänzen das Taschenmanagement und schaffen Übersicht durch helle Auskleidung.

Osprey bietet mit dem Raptor 14 einen leichten Tourenrucksack mit üppiger Ausstattung und cleveren Details.Foto: Georg GrieshaberOsprey bietet mit dem Raptor 14 einen leichten Tourenrucksack mit üppiger Ausstattung und cleveren Details.

Praktisch sind insbesondere der leicht bedienbare Helm-Clip und der magnetisch schließende Brustgurt, an dem sich – ebenfalls magnetisch – der Trinkschlauch anclipsen lässt. Was wir allerdings bei der ansonsten üppigen Ausstattung vermisst haben, ist eine Regenhülle. Die kostet noch mal 32 Euro extra – bei einem eh schon üppigen Preis von 175 Euro ein kleiner Dämpfer.

​Diese 9 Mountainbike Rucksäcke haben wir getestet:

Clever gelöst ist der Helmhalter. Der Clip ist schnell angebracht und fixiert den Helm sicher am Rucksack.Foto: Georg GrieshaberClever gelöst ist der Helmhalter. Der Clip ist schnell angebracht und fixiert den Helm sicher am Rucksack.

Meistgelesene Artikel

1

2

3


Wie gefällt Ihnen dieser Artikel?

Osprey Raptor 14 – Infos & Preis

  • Preis: 175 Euro >> hier reduziert erhältlich
  • Gewicht: 885 Gramm (+162 Gramm Trinkblase)
  • Rückensystem: Kontaktrücken mit Strukturpolstern
  • Ausstattung: Magnetischer Brustgurt mit Schlauch-Clip, Trinkblase, Werkzeugrolle, große Schubtasche, Hüfttaschen, Helm-Clip
  • Trinkblase: ja / 2,5 Liter
  • Volumen gemessen / angegeben: 17 / 14 Liter

Viel Stauraum, gute Übersicht

Auch wenn die Zipper mit ihren praktischen Kunststoff-Ösen gut in der Hand liegen, laufen die Reißverschlüsse nicht ganz so geschmeidig wie bei manch anderem Hersteller. Dafür bietet der Raptor deutlich mehr Platz als angegeben: Wir haben 17 statt 14 Liter Volumen gemessen. Auch die Aufteilung der Fächer selbst ist gelungen und logisch, jedes Fach verfügt über weitere Steckfächer, welche die Übersicht erleichtern.

Der Osprey schluckt mit 17 Litern deutlich mehr Ausrüstung, als der Hersteller angibt. Eine Trinkblase ist beim Raptor 14 bereits integriert.Foto: Georg GrieshaberDer Osprey schluckt mit 17 Litern deutlich mehr Ausrüstung, als der Hersteller angibt. Eine Trinkblase ist beim Raptor 14 bereits integriert.Die Tools lassen sich in einer Werkzeugrolle im Bodenfach verstauen - praktisch im Pannenfall und vorteilhaft für die Lastverteilung.Foto: Georg GrieshaberDie Tools lassen sich in einer Werkzeugrolle im Bodenfach verstauen - praktisch im Pannenfall und vorteilhaft für die Lastverteilung.

Die Werkzeugrolle im Bodenfach lässt sich mit den wichtigsten Tools beladen und im Pannenfall ausrollen. Eine kleine Matte verhindert zudem, dass Kleinteile im Gelände verlorengehen – praktisch. Zudem senkt die Aufbewahrung der Tools im Rucksackboden den Schwerpunkt, was sich positiv auf den Sitz während der Fahrt auswirkt.

Satter Sitz auf dem Trail

Besonders gut haben uns die anatomisch geformten Träger am Osprey gefallen. Sie bauen im Schulterbereich etwas breiter und verteilen damit die Last angenehm über eine größere Fläche. Zusammen mit den breiten Hüftflossen umschließt der Raptor den Träger sehr satt, was gerade in heftigeren Abfahrten einen sehr sicheren Sitz gewährleistet. Sind die Kompressionsgurte angezogen, gibt es keinerlei Probleme mit Schaukeln oder Hochrutschen des Rucksacks.

Die Schultergurte sind anatomisch geformt und tragen sich luftig und sehr komfortabel.Foto: Georg GrieshaberDie Schultergurte sind anatomisch geformt und tragen sich luftig und sehr komfortabel.
Große Hüftflossen sorgen für stabilen Sitz in der Abfahrt. In die großen Hüftgurttaschen passen Snacks oder das Smartphone.Foto: Georg GrieshaberGroße Hüftflossen sorgen für stabilen Sitz in der Abfahrt. In die großen Hüftgurttaschen passen Snacks oder das Smartphone.

Ein kleines Manko ist dagegen die weniger stabile Rückenplatte, die bei voll beladender Trinkblase leicht nach hinten ausbeult. Etwas mehr Stabilität würde den Tragekokmfort und die Belüftung noch weiter verbessern. Bei voller Beladung kann auch der schmale Gurt am Bauch drücken. Wer gerne technische Trails meistert und weniger Wert auf maximale Belüftung legt, findet hier einen zuverlässigen Begleiter mit stabilem Sitz.

Das Rückensystem könnte mehr Stabilität vertragen. Voll beladen kann es etwas nach hinten ausbeulen.Foto: Georg GrieshaberDas Rückensystem könnte mehr Stabilität vertragen. Voll beladen kann es etwas nach hinten ausbeulen.Praktisch: Schlauch und Brustgurt verfügen über eine magnetische Verriegelung und lassen sich leicht bedienen.Foto: Georg GrieshaberPraktisch: Schlauch und Brustgurt verfügen über eine magnetische Verriegelung und lassen sich leicht bedienen.

Bewertung & Fazit – Osprey Raptor 14

KategorieNote
Tragesystem (40 %)1,8
Handling (30 %)2,3
Gewicht (15 %)2,0
Ausstattung (15 %)1,5
BIKE-NOTE1,9
Viel Stauraum und stabiler Sitz - der Raptor 14 ist ein solider Begleiter für Trail- und Enduro-Abenteuer.Foto: Georg GrieshaberViel Stauraum und stabiler Sitz - der Raptor 14 ist ein solider Begleiter für Trail- und Enduro-Abenteuer.

​Fazit: Osprey Raptor 14

Anatomische Schultergurte und breite Hüftflossen sorgen für sicheren Sitz und hohen Tragekomfort, auch wenn es hart zur Sache geht. Das Rückensystem könnte jedoch etwas stabiler und besser belüftet sein. Ungewohnt, aber gut: Das unten liegende Werkzeugfach mit Tool-Rolle legt den Schwerpunkt tief und sorgt im Pannenfall für Übersicht. Das Taschensystem ist weniger intuitiv wie bei Deuter oder Evoc, aber dennoch aufgeräumt. Große Hüfttaschen und ein Schubfach erweitern den Stauraum. Die Verarbeitung ist top. Auch als Damenversion unter der Bezeichnung Raven 14 erhältlich.


Diese Themen könnten dich ebenfalls interessieren:

Stefan Frey

Stefan Frey

Redakteur

Stefan Frey ist Niederbayer, er liebt die moosig-lehmigen Trails des Bayerischen Waldes ebenso wie den schroffen Fels der Dolomiten. Für technische Abfahrten nimmt er nahezu jeden Anstieg in Kauf – gerne aus eigener Kraft. Als Zubehör-Spezialist ist er die erste Anlaufstelle bei Fragen zu Ausrüstung und Anbauteilen, während er als Textchef die Sprachkrümel von den Seiten der BIKE-Print-Ausgaben fegt.

Meistgelesen in der Rubrik Ausrüstung