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Der Raptor ist so etwas wie der Touren-Spezialist im Sortiment der US-Amerikaner. Er soll hohen Tragekomfort mit stabilem Sitz und einem durchdachten Organisationssystem verbinden. Dabei ist Osprey neben Deuter einer der wenigen Anbieter, die eine spezielle Damen-Version im Programm haben. Ergonomisch angepasst gibt es den Raven 14 mit ansonsten identischer Ausstattung - und die kann sich durchaus sehen lassen >> hier erhältlich.
Neben Haupt- und Frontfach verfügt der Raptor über ein separates Trinkblasenfach mit integrierter 2,5-Liter-Trinkblase sowie ein extra Bodenfach samt Werkzeugrolle. Große Hüftgurttaschen und ein offenes Schubfach ergänzen das Taschenmanagement und schaffen Übersicht durch helle Auskleidung.
Praktisch sind insbesondere der leicht bedienbare Helm-Clip und der magnetisch schließende Brustgurt, an dem sich – ebenfalls magnetisch – der Trinkschlauch anclipsen lässt. Was wir allerdings bei der ansonsten üppigen Ausstattung vermisst haben, ist eine Regenhülle. Die kostet noch mal 32 Euro extra – bei einem eh schon üppigen Preis von 175 Euro ein kleiner Dämpfer.
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Auch wenn die Zipper mit ihren praktischen Kunststoff-Ösen gut in der Hand liegen, laufen die Reißverschlüsse nicht ganz so geschmeidig wie bei manch anderem Hersteller. Dafür bietet der Raptor deutlich mehr Platz als angegeben: Wir haben 17 statt 14 Liter Volumen gemessen. Auch die Aufteilung der Fächer selbst ist gelungen und logisch, jedes Fach verfügt über weitere Steckfächer, welche die Übersicht erleichtern.
Die Werkzeugrolle im Bodenfach lässt sich mit den wichtigsten Tools beladen und im Pannenfall ausrollen. Eine kleine Matte verhindert zudem, dass Kleinteile im Gelände verlorengehen – praktisch. Zudem senkt die Aufbewahrung der Tools im Rucksackboden den Schwerpunkt, was sich positiv auf den Sitz während der Fahrt auswirkt.
Besonders gut haben uns die anatomisch geformten Träger am Osprey gefallen. Sie bauen im Schulterbereich etwas breiter und verteilen damit die Last angenehm über eine größere Fläche. Zusammen mit den breiten Hüftflossen umschließt der Raptor den Träger sehr satt, was gerade in heftigeren Abfahrten einen sehr sicheren Sitz gewährleistet. Sind die Kompressionsgurte angezogen, gibt es keinerlei Probleme mit Schaukeln oder Hochrutschen des Rucksacks.
Ein kleines Manko ist dagegen die weniger stabile Rückenplatte, die bei voll beladender Trinkblase leicht nach hinten ausbeult. Etwas mehr Stabilität würde den Tragekokmfort und die Belüftung noch weiter verbessern. Bei voller Beladung kann auch der schmale Gurt am Bauch drücken. Wer gerne technische Trails meistert und weniger Wert auf maximale Belüftung legt, findet hier einen zuverlässigen Begleiter mit stabilem Sitz.
| Kategorie | Note |
| Tragesystem (40 %) | 1,8 |
| Handling (30 %) | 2,3 |
| Gewicht (15 %) | 2,0 |
| Ausstattung (15 %) | 1,5 |
| BIKE-NOTE | 1,9 |
Anatomische Schultergurte und breite Hüftflossen sorgen für sicheren Sitz und hohen Tragekomfort, auch wenn es hart zur Sache geht. Das Rückensystem könnte jedoch etwas stabiler und besser belüftet sein. Ungewohnt, aber gut: Das unten liegende Werkzeugfach mit Tool-Rolle legt den Schwerpunkt tief und sorgt im Pannenfall für Übersicht. Das Taschensystem ist weniger intuitiv wie bei Deuter oder Evoc, aber dennoch aufgeräumt. Große Hüfttaschen und ein Schubfach erweitern den Stauraum. Die Verarbeitung ist top. Auch als Damenversion unter der Bezeichnung Raven 14 erhältlich.
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Redakteur
Stefan Frey ist Niederbayer, er liebt die moosig-lehmigen Trails des Bayerischen Waldes ebenso wie den schroffen Fels der Dolomiten. Für technische Abfahrten nimmt er nahezu jeden Anstieg in Kauf – gerne aus eigener Kraft. Als Zubehör-Spezialist ist er die erste Anlaufstelle bei Fragen zu Ausrüstung und Anbauteilen, während er als Textchef die Sprachkrümel von den Seiten der BIKE-Print-Ausgaben fegt.