Fidlock Hip Belt & hydration BladderEndlich ein guter Hip Bag mit Trinkblase?

Adrian Kaether

 · 27.03.2026

Eindlich ein guter Hipbag mit Trinkblase: Das will der Fidlock sein!
Foto: Max Fuchs

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Mit Rucksack auf Mountainbike-Tour? Nervt irgendwie. Und eine große Flasche passt auch an immer weniger (E-)MTBs. Deswegen sucht unser Autor schon lange nach dem perfekten Hip Bag mit Trinkfunktion. Kann der teure neue Fidlock vielleicht überzeugen?

An unseren Testbikes schnappt mittlerweile alles um die Wette. Trinkflasche, Akkucover, Helmverschluss - Fidlocks praktische Magnet-Schließen setzen sich immer mehr durch. Auch an einem Hip-Bag haben sich die Tüftler schon versucht. So richtig konnte uns der Hipbelt Double mit zwei seitlich angebrachten Flaschen im Test aber nicht überzeugen.

159,99 Euro UVP: Teuer, aber auch gut?

Mit dem neuen System mit Trinkblase startet Fidlock nun mit einem frischen Ansatz durch. Hip Belt & Hermetic hip bag hydration Bladder heißt das Teil offiziell. Der UVP liegt mit 159,99 Euro relativ hoch. Doch man bekommt auch viel dafür. Hip Bag und Trinkblase sind hochwertig verarbeitet. Das Design clean und Magnetverschlüsse finden sich natürlich an allen Ecken und Enden. So schnappt beispielsweise der breite Gürtel magnetisch ein. Im Hauptfach findet das Handy in einer wasserdichten Tasche mit Magnetverschluss Platz. Und auch die Trinkblase selbst schließt sich magnetisch wie von Geisterhand. Der Trinkschlauch wird magnetisch am Hüftgurt gehalten.

Fidlock Trink-Hip-Bag im Überblick

  • Set-Preis: 159,99 Euro >> hier erhältlich
  • Gewicht: 680 Gramm (leer, mit Trinkblase)
  • Trinkblasenvolumen: 1,5 Liter
  • Massig Stauraum in zwei Haupt und zwei Seitentaschen
  • Gurte für Zusatzgepäck wie Knieschoner

Nix für Minimalisten

Eins vorweg: Systembedingt wird der Hip Belt mit Trinkblase Minimalisten nicht glücklich machen. Die Hüfttasche fällt auch für einen Hipbag mit Trinkblase sehr groß aus. Das Gewicht ist insbesondere mit gefülltem Tank spürbar. Die 1,5 Liter maximal in der Trinkblase sind definitiv zu viel des Guten. Und auch mit einem Liter im Tank und den wichtigsten Ersatzteilen für unterwegs ist etwas Gewackel in actionreichen Abfahrten vorprogrammiert. Als störend empfanden wir das auf dem Trail aber nie. Dazu trägt sicher auch die zentrale Position der Trinkblase nah am Körper bei, die den Schwerpunkt der Tasche zum Fahrer hin verschiebt. Das Hauptfach sitzt dann erst dahinter.

Die Bedienung gefällt. Einhändig das Handy aus dem wasserdichten Beutel im Hauptfach zu fischen, ohne die Hip Bag abzunehmen ist aber nur was für Finger-Akrobaten. Gerade mit Handschuhen. Das Hauptfach fällt auch fast etwas zu groß aus. Dadurch neigt man dazu, entweder zu viel mitzunehmen. Oder man muss in Kauf nehmen, dass die Beladung etwas im leeren Fach hin- und herrutscht. Besser wäre, der Hipbag wäre etwas kompakter für einen noch besseren Sitz und weniger Tendenzen zum Überladen. Seitliche Taschen für Schlüssel und Multi-Tool oder Riegel und viele Schlaufen, falls man doch mal noch mehr befestigen möchte sind hingegen ein willkommenes Extra. Nur dass die Trinkblase anfangs etwas nach Gummi schmeckt, hätte nicht sein müssen.

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Stärken

  • Prinzipiell guter Sitz
  • Praktische Magnetverschlüsse
  • Fassungsvermögen ersetzt Rucksack auch auf längeren Touren

Schwächen

  • Hydration Bladder schmeckt Anfangs nach Gummi
  • Fast zu viel Stauraum, dadurch Tendenz zum Überladen
  • teuer

BIKE-Fazit zur Hip Belt mit Hydration Bladder

Ein Hipbag ist für mich immer ein Kompromiss. Klar würde ich auf dem Trail lieber mit der kleinsten und leichtesten Tasche fahren. Wenn doch wieder keine richtige Flasche ans Bike passt, greife ich in Zukunft aber gerne zum Hip Belt mit Trinkblase von Fidlock. Zwar etwas groß geraten aber dennoch guter Sitz, auch mit viel im Tank, und viele praktische Features. Der Anschaffungspreis ist leider recht hoch. - Adrian Kaether, BIKE Testredakteur

Adrian Kaether fährt am liebsten Mountainbikes auf rumpeligen Enduro-Strecken. Der Tech-Experte und Bike-Tester kennt sich aus mit Newtonmeter und Wattstunde, High- und Lowspeed-Dämpfung. Als Testleiter bei MYBIKE schaut Adrian auch gerne über den Tellerrand und testet Cargo-Bike und Tiefeinsteiger ebenso, wie die neuesten (E-)MTBs.  

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