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Den H.A.W.G. von Camelbak als Klassiker zu bezeichnen ist unserer Meinung nach absolut legitim, denn der geräumige Trinkrucksack ist schon seit 1996 im Sortiment der US Amerikaner – natürlich in immer wieder überarbeiteter und verbesserter Form. Ganz neu gibt es nun den bisher größten H.A.W.G. in einer 20-Liter-Version. Und dieses Mal geht Camelbak in die Vollen. Für all die Features und Funktionen braucht es schon fast eine Anleitung. Also fangen wir mal an: Robustes Cordura schützt den H.A.W.G. 20 im harten Bike-Alltag, das neue Rückensystem verfügt über eine Höhenverstellung und sehr breite Hüftflügel, die mit großen Cargo-Taschen ausgestattet sind. Die 3-Liter-Trinkblase mit praktischem Magnet-Clip für den Trinkschlauch gibt es bei Camelbak ab Werk – was bei einem Preis von rund 200 Euro auch angemessen erscheint. Der Rucksack ist z. B. bei Bergfreunde, Bergzeit oder Decathlon aktuell reduziert.
Das komplett aufklappbare Hauptfach verfügt über zahlreiche Unterteilungen für Tools und Co. Im Trinkfach lassen sich zudem ein Protektor (49,99 Euro) oder ein Ersatz-Akku unterbringen. Ein gepolstertes Brillenfach mit Putztuch, Frontfach für Wechselwäsche sowie diverse Materialschlaufen ergänzen die Ausstattung – die Gurte hierfür verstecken sich im Boden des Rucksacks.
Obendrauf gibt es ein integriertes Recco-System, das im Falle eines Unfalls Rettern den Weg zu euch weisen kann. Was allerdings fehlt ist eine Regenhülle. Wasserdicht ist das Gewebe des H.A.W.G. 20 nämlich nicht.
Ein erstes dickes Lob sichert sich der Camelbak für seine wasserfesten und dennoch leichtgängigen Zipper, deren Greifer zudem mit Schrumpfschläuchen überzogen sind und richtig gut in der Hand liegen. Die großen Taschen an den Hüftflügeln lassen sich so auch während der Fahrt leicht öffnen. Überhaupt ist das Material extrem robust gewählt und hält auch grobem Umgang locker stand.
Ob man nun für jedes Utensil ein extra Fach braucht, ist Geschmacksache – wenn dem aber so ist, dann ist der H.A.W.G. 20 wie gemacht dafür. Selbst mit unserer üppigen Standard-Beladung bleiben noch Staufächer frei.
Super ist das separate Trinkblasenfach, das sich leicht bedienen lässt und zusätzlich Platz für einen Rückenprotektor bietet. Toll ist natürlich auch das gepolsterte Brillenfach, in dem auch eine Goggle sicher aufbewahrt werden kann – sogar an ein Putztuch für die Scheibe haben die Entwickler gedacht. Das große Hauptfach klappt komplett auf und sorgt damit für maximale Übersicht.
Bei so viel Lob gibt es aber auch etwas Kritik: Um an die Staufächer im Hauptfach zu gelangen, mussten wir die lose verstaute Ladung erstmal rausnehmen – das ist unpraktisch. Ein Fullface lässt sich an den dafür vorgesehenen Kompressionsriemen nur mit Mühe befestigen. Die Gurtversteller laufen etwas straff, und die Clips der Protektoren-Straps besitzen zwar eine Sicherung, sind aber umständlich zu bedienen – zudem ist die Öffnung zum Verstauen der Riemen viel zu eng gewählt, daher lässt man sie lieber an den Ösen hängen, statt sie im Rucksackboden zu verpacken.
Eine der großen Stärken des Camelbak ist sein verstellbares Rückensystem, welches sich per Klettverschluss leicht an die Fahrergröße anpassen lässt. Damit sitzt auch der breite Hüftgurt immer dort, wo er hingehört und sorgt für perfekten Formschluss oberhalb des Beckenkamms.
Im Zusammenspiel mit dem robusten Außengewebe klammert sich der Camelbak wie ein Rodeo Cowboy an den Bullen: Egal wie bockig das Gelände, wie verrückt der Trail ausschlägt, der H.A.W.G. sitzt bombenfest und ist damit eine echte Empfehlung für Enduro-Rides oder Freeride-Abenteuer.
Kehrseite des toughen Sitzes ist die etwas schlechtere Belüftung im Uphill. Das nur leicht strukturierte Rückenpolster lässt kaum Fahrtwind durchdringen, und auch unter dem breiten Hüftgurt staut sich die Hitze mehr als bei anderen Modellen. Ein Nachteil, den man aber auf der eh schon schweißtreibenden Suche nach verborgenen Trail-Schätzen vermutlich gerne in Kauf nimmt.
| Kategorie | Note |
| Tragesystem (40 %) | 2,0 |
| Handling (30 %) | 2,3 |
| Gewicht (15 %) | 3,0 |
| Ausstattung (15 %) | 1,0 |
| BIKE-NOTE | 2,1 |
Fazit: Robuster Daypack für Enduro- und Freeride-Einsätze mit üppiger Ausstattung und durchdachter Fächereinteilung. Selbst eine umfangreiche Ausrüstung lässt sich hier sinnvoll und strukturiert unterbringen. Dank längenverstellbarem Rücken und ausladender Hüftflügel sitzt der Camelbak so fest am Rücken wie ein Rodeo-Cowboy auf dem Bullen. Da kann das Gelände noch so bockig sein – hier wackelt nichts! Leichte Abstriche muss man in Sachen Gewicht und Belüftung in Kauf nehmen. Keine Regenhülle im Lieferumfang, dafür ist das Material stark wasserabweisend.
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Redakteur
Stefan Frey ist Niederbayer, er liebt die moosig-lehmigen Trails des Bayerischen Waldes ebenso wie den schroffen Fels der Dolomiten. Für technische Abfahrten nimmt er nahezu jeden Anstieg in Kauf – gerne aus eigener Kraft. Als Zubehör-Spezialist ist er die erste Anlaufstelle bei Fragen zu Ausrüstung und Anbauteilen, während er als Textchef die Sprachkrümel von den Seiten der BIKE-Print-Ausgaben fegt.