Camelbak H.A.W.G. 20Robuster Trinkrucksack für Enduro-Abenteuer

Stefan Frey

 · 11.02.2026

Camelbak hat mit dem H.A.W.G. 20 einen echten MTB-Rucksack für Hardcore-Einsätze im Programm: Enduro, Freeride, Bikepark - hier ist der H.A.W.G. zuhause!
Foto: Georg Grieshaber

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Camelbak hat den H.A.W.G. 20 neu aufgelegt und lässt den robusten Daypack auf Enduro-Biker und Freerider los. Im harten Geländeeinsatz soll der H.A.W.G. dank umfangreich einstellbarem Rückensystem Komfort und sicheren Halt bieten. Der US-Pack ist üppig ausgestattet und für den Einsatz eines Rückenprotektors vorbereitet. Wie schlägt sich der Camelbak in unserem Test?

Den H.A.W.G. von Camelbak als Klassiker zu bezeichnen ist unserer Meinung nach absolut legitim, denn der geräumige Trinkrucksack ist schon seit 1996 im Sortiment der US Amerikaner – natürlich in immer wieder überarbeiteter und verbesserter Form. Ganz neu gibt es nun den bisher größten H.A.W.G. in einer 20-Liter-Version. Und dieses Mal geht Camelbak in die Vollen. Für all die Features und Funktionen braucht es schon fast eine Anleitung. Also fangen wir mal an: Robustes Cordura schützt den H.A.W.G. 20 im harten Bike-Alltag, das neue Rückensystem verfügt über eine Höhenverstellung und sehr breite Hüftflügel, die mit großen Cargo-Taschen ausgestattet sind. Die 3-Liter-Trinkblase mit praktischem Magnet-Clip für den Trinkschlauch gibt es bei Camelbak ab Werk – was bei einem Preis von rund 200 Euro auch angemessen erscheint. Der Rucksack ist z. B. bei Bergfreunde, Bergzeit oder Decathlon aktuell reduziert.

​​Diese 9 Mountainbike Rucksäcke haben wir getestet:

Camelbak hat mit dem H.A.W.G. 20 einen echten MTB-Rucksack für Hardcore-Einsätze im Programm: Enduro, Freeride, Bikepark - hier ist der H.A.W.G. zuhause!Foto: Georg GrieshaberCamelbak hat mit dem H.A.W.G. 20 einen echten MTB-Rucksack für Hardcore-Einsätze im Programm: Enduro, Freeride, Bikepark - hier ist der H.A.W.G. zuhause!

Großes Hauptfach mit kleiner Schwäche im Detail

Das komplett aufklappbare Hauptfach verfügt über zahlreiche Unterteilungen für Tools und Co. Im Trinkfach lassen sich zudem ein Protektor (49,99 Euro) oder ein Ersatz-Akku unterbringen. Ein gepolstertes Brillenfach mit Putztuch, Frontfach für Wechselwäsche sowie diverse Materialschlaufen ergänzen die Ausstattung – die Gurte hierfür verstecken sich im Boden des Rucksacks.

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In das weich gepolsterte Frontfach passt auch eine Goggle. Ein kleines Putztuch gibt es ebenfalls.Foto: Georg GrieshaberIn das weich gepolsterte Frontfach passt auch eine Goggle. Ein kleines Putztuch gibt es ebenfalls.Einzigartig: Der H.A.W.G. besitzt ein Recco-System, das im Notfall Rettern bei der Suche nach dem Träger hilft.Foto: Georg GrieshaberEinzigartig: Der H.A.W.G. besitzt ein Recco-System, das im Notfall Rettern bei der Suche nach dem Träger hilft.
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Obendrauf gibt es ein integriertes Recco-System, das im Falle eines Unfalls Rettern den Weg zu euch weisen kann. Was allerdings fehlt ist eine Regenhülle. Wasserdicht ist das Gewebe des H.A.W.G. 20 nämlich nicht.



Camelbak H.A.W.G. 20 – Infos & Preis

  • Preis: 199,99 Euro >> bei Bergfreunde, Bergzeit oder Decathlon
  • Gewicht: 1182 Gramm / 235 Gramm Trinkblase
  • Rückensystem: Kontaktrücken mit Strukturpolster, längenverstellbar
  • Ausstattung: Trinkblase, Recco-System, Cordura-Gewebe, Rückenlänge einstellbar, Protektor-kompatibel (49,99 Euro), Akku-Fach, Brillenfach, Magnet-Clip für Schlauch
  • Trinkblase: ja / 3 Liter
  • Volumen gemessen / angegeben: 20,5 / 20 Liter

Handling und Bepacken

Ein erstes dickes Lob sichert sich der Camelbak für seine wasserfesten und dennoch leichtgängigen Zipper, deren Greifer zudem mit Schrumpfschläuchen überzogen sind und richtig gut in der Hand liegen. Die großen Taschen an den Hüftflügeln lassen sich so auch während der Fahrt leicht öffnen. Überhaupt ist das Material extrem robust gewählt und hält auch grobem Umgang locker stand.

Die Zipper sind wasserfest und laufen geschmeidig. Mit den kleinen Schrumpfschläuchen liegen sie zudem gut in der Hand.Foto: Georg GrieshaberDie Zipper sind wasserfest und laufen geschmeidig. Mit den kleinen Schrumpfschläuchen liegen sie zudem gut in der Hand.In die großen Taschen an den Hüftflossen passt alles, was schnell zur Hand sein muss - auch ein großes Smartphone.Foto: Georg GrieshaberIn die großen Taschen an den Hüftflossen passt alles, was schnell zur Hand sein muss - auch ein großes Smartphone.

Ob man nun für jedes Utensil ein extra Fach braucht, ist Geschmacksache – wenn dem aber so ist, dann ist der H.A.W.G. 20 wie gemacht dafür. Selbst mit unserer üppigen Standard-Beladung bleiben noch Staufächer frei.

Auch beim Orga-System hat sich Camelbak Gedanken gemacht: helle Auskleidung, übersichtliche Struktur und komplett aufklappbares Hauptfach.Foto: Georg GrieshaberAuch beim Orga-System hat sich Camelbak Gedanken gemacht: helle Auskleidung, übersichtliche Struktur und komplett aufklappbares Hauptfach.

Super ist das separate Trinkblasenfach, das sich leicht bedienen lässt und zusätzlich Platz für einen Rückenprotektor bietet. Toll ist natürlich auch das gepolsterte Brillenfach, in dem auch eine Goggle sicher aufbewahrt werden kann – sogar an ein Putztuch für die Scheibe haben die Entwickler gedacht. Das große Hauptfach klappt komplett auf und sorgt damit für maximale Übersicht.

Die Haken der Protektoren-Gurte haben eine kleine Sicherung, sind aber umständlich zu bedienen.Foto: Georg GrieshaberDie Haken der Protektoren-Gurte haben eine kleine Sicherung, sind aber umständlich zu bedienen.

Bei so viel Lob gibt es aber auch etwas Kritik: Um an die Staufächer im Hauptfach zu gelangen, mussten wir die lose verstaute Ladung erstmal rausnehmen – das ist unpraktisch. Ein Fullface lässt sich an den dafür vorgesehenen Kompressionsriemen nur mit Mühe befestigen. Die Gurtversteller laufen etwas straff, und die Clips der Protektoren-Straps besitzen zwar eine Sicherung, sind aber umständlich zu bedienen – zudem ist die Öffnung zum Verstauen der Riemen viel zu eng gewählt, daher lässt man sie lieber an den Ösen hängen, statt sie im Rucksackboden zu verpacken.

Die Öffnung im Rucksackboden ist zum Verstauen der Haken viel zu eng.Foto: Georg GrieshaberDie Öffnung im Rucksackboden ist zum Verstauen der Haken viel zu eng.

Rückensystem und Tragekomfort

Eine der großen Stärken des Camelbak ist sein verstellbares Rückensystem, welches sich per Klettverschluss leicht an die Fahrergröße anpassen lässt. Damit sitzt auch der breite Hüftgurt immer dort, wo er hingehört und sorgt für perfekten Formschluss oberhalb des Beckenkamms.

Für optimalen Sitz lässt sich der Enduro-Pack in der Länge verstellen.Foto: Georg GrieshaberFür optimalen Sitz lässt sich der Enduro-Pack in der Länge verstellen.Dadurch lassen sich die extrem breiten Hüftflossen immer akkurat platzieren.Foto: Georg GrieshaberDadurch lassen sich die extrem breiten Hüftflossen immer akkurat platzieren.

Im Zusammenspiel mit dem robusten Außengewebe klammert sich der Camelbak wie ein Rodeo Cowboy an den Bullen: Egal wie bockig das Gelände, wie verrückt der Trail ausschlägt, der H.A.W.G. sitzt bombenfest und ist damit eine echte Empfehlung für Enduro-Rides oder Freeride-Abenteuer.

Kehrseite des toughen Sitzes ist die etwas schlechtere Belüftung im Uphill. Das nur leicht strukturierte Rückenpolster lässt kaum Fahrtwind durchdringen, und auch unter dem breiten Hüftgurt staut sich die Hitze mehr als bei anderen Modellen. Ein Nachteil, den man aber auf der eh schon schweißtreibenden Suche nach verborgenen Trail-Schätzen vermutlich gerne in Kauf nimmt.

Bewertung & Fazit - Camelbak H.A.W.G. 20

KategorieNote
Tragesystem (40 %)2,0
Handling (30 %)2,3
Gewicht (15 %)3,0
Ausstattung (15 %)1,0
BIKE-NOTE2,1

Fazit: Robuster Daypack für Enduro- und Freeride-Einsätze mit üppiger Ausstattung und durchdachter Fächereinteilung. Selbst eine umfangreiche Ausrüstung lässt sich hier sinnvoll und strukturiert unterbringen. Dank längenverstellbarem Rücken und ausladender Hüftflügel sitzt der Camelbak so fest am Rücken wie ein Rodeo-Cowboy auf dem Bullen. Da kann das Gelände noch so bockig sein – hier wackelt nichts! Leichte Abstriche muss man in Sachen Gewicht und Belüftung in Kauf nehmen. Keine Regenhülle im Lieferumfang, dafür ist das Material stark wasserabweisend.

Extrem robust, gut strukturiert und mit satten Sitz ausgestattet - der Camelbak H.A.W.G. 20 ist der ideale Begleiter für Enduro, Freeride und Bikepark.Foto: Georg GrieshaberExtrem robust, gut strukturiert und mit satten Sitz ausgestattet - der Camelbak H.A.W.G. 20 ist der ideale Begleiter für Enduro, Freeride und Bikepark.

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Stefan Frey

Stefan Frey

Redakteur

Stefan Frey ist Niederbayer, er liebt die moosig-lehmigen Trails des Bayerischen Waldes ebenso wie den schroffen Fels der Dolomiten. Für technische Abfahrten nimmt er nahezu jeden Anstieg in Kauf – gerne aus eigener Kraft. Als Zubehör-Spezialist ist er die erste Anlaufstelle bei Fragen zu Ausrüstung und Anbauteilen, während er als Textchef die Sprachkrümel von den Seiten der BIKE-Print-Ausgaben fegt.

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