Während andere Hersteller ihre StVZO-Lampen auf brave 500 Lumen begrenzen, schickt Lupine mit der SL Grano F eine Frontleuchte ins Rennen, die selbst ambitionierte Gravel-Racer und Nachtfahrer begeistern dürfte. Mit 1100 Lumen im Fernlicht-Modus geht die kompakte Lampe an die Leistungsgrenzen in der Kategorie der zugelassenen Fahrradbeleuchtung. Das Abblendlicht liefert 900 Lumen und bleibt dabei vollständig blendfrei.
Mit einer Leistung von satten 130 Lux will Lupine mit der SL Grano F die Konkurrenz sprichwörtlich ein den Schatten stellen. Die Reichweite von 230 Metern lässt selbst teure Akku-Scheinwerfer blass aussehen. Lupine nutzt die bewährte Optik der SL Nano und kombiniert sie mit einer zweistufigen Abblendlicht-Schaltung. Der integrierte Helligkeitssensor wechselt automatisch zwischen Tagfahrlicht und Abblendlicht – eine Funktion, die bei der Konkurrenz häufig noch fehlt.
Das aus Aluminium gefräste Gehäuse wiegt 170 Gramm und wird durch eine schwarze Eloxierung vor Kratzern geschützt. IPX6-Wasserdichtigkeit und IK09-Schlagfestigkeit sollen selbst unter härtesten Bedingungen für zuverlässige Funktion sorgen. Ein GoPro-Mount am Lampenkopf erlaubt die platzsparende Montage unter dem Radcomputer – ein Detail, das die SL Grano F von den oft klobigen Konkurrenzprodukten abhebt.
Bedient wird die SL Grano F wahlweise über den Taster am Gehäuse oder über die mitgelieferte Bluetooth-Fernbedienung. Letztere nutzt Bluetooth Low Energy und ermöglicht das Umschalten zwischen Tagfahrlicht, Abblendlicht und Fernlicht direkt vom Lenker aus. Wer die Lampe mit dem neuen Rotlicht Pro BT kombiniert, kann Front- und Rücklicht nun auch gemeinsam ansteuern.
Der integrierte Lithium-Polymer-Akku fasst 17 Wh bei 7,4 Volt und 2,3 Ah. Im Tagfahrlicht-Modus soll die Lampe damit zwölf Stunden lang durchhalten, im hellsten Modus reicht der Saft für etwa eineinhalb Stunden. Das Laden erfolgt über USB-C – wahlweise mit USB-A- oder USB-C-Kabel. Lupine bietet zusätzlich ein "Longrunner"-Kabel an, das längere Fahrten ohne Ladestopp ermöglicht.
Während herkömmliche StVZO-Lampen mit fest verbauten Akkus schon nach zwei Jahren oft nur noch die Hälfte ihrer ursprünglichen Leuchtdauer erreichen, setzt Lupine auf langlebige Zellen. Lupine verbaut nach eigener Aussage ausschließlich Qualitätszellen – ein Unterschied, der sich nach hunderten Ladezyklen bemerkbar machen soll.
Das zuschaltbare Fernlicht hebt die SL Grano F von vielen anderen StVZO-Lampen ab. Wo klassische Frontleuchten auf unbeleuchteten Landstraßen an ihre Grenzen stoßen, schaltet die SL Grano F auf 1100 Lumen hoch. Kurven, Schlaglöcher und Wildwechsel werden damit früher sichtbar. Lupine nutzt die SL-Nano-Optik, die sich bereits in anderen Modellen bewährt hat. Damit soll eine homogene Ausleuchtung erzielt werden, die dunkle Flecken und harte Übergänge eliminiert.
Die zweite Abblendlicht-Stufe erweitert den nutzbaren Bereich zusätzlich. Während die erste Stufe für den Stadtverkehr ausreicht, liefert die zweite Stufe mehr Reichweite für schnelle Abfahrten oder schlecht beleuchtete Radwege. Der Wechsel zwischen den Modi erfolgt über die Bluetooth-Fernbedienung, ohne dass die Hände den Lenker verlassen müssen.

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