Amazon Fahrrad-Licht LF 36 im TestGünstiger Frontstrahler für Aero-Cockpits

Matthias Borchers

 · 05.09.2026

Amazon Fahrradlicht-Set LF 36
Foto: Matthias Borchers

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Mit 36,99 Euro gehört das Amazon Fahrrad-Lichtset LF 36 zu den günstigsten StVZO-zugelassenen Akku-Scheinwerfern im BIKE-Testfeld. Praktisch für moderne Rennräder: Der mitgelieferte GoPro-Adapter ermöglicht eine platzsparende Montage an vielen Front Mounts. In unserem Test gibt es aber auch einige Kritik.

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Unser Fazit zum LF 36

​Das Amazon Fahrrad-Lichtset LF 36 ist eine günstige Lösung für Pendler und Rennradfahrer. Pluspunkte gibt es für die sichere Halterung und den GoPro-Adapter. Bei Lichtausbeute und Akkulaufzeit müssen Käufer jedoch Abstriche machen, besonders auf dunklen und schnellen Trainingsfahrten.


Smart: der integrierte GoPro-Mount

Bei aktuellen Aero-Cockpits ist die Befestigung von Zubehör oft schwieriger als an einem runden Lenker. Viele Halterungen bieten wenig Platz, Kabel verlaufen integriert und klassische Gummibänder sitzen nicht immer sicher. Das LF 36 setzt deshalb auf eine Kombination aus Lenkerhalter und beiliegendem GoPro-Mount.

Der Adapter erweitert die Einsatzmöglichkeiten deutlich: Wer bereits einen kompatiblen Front Mount unter dem Radcomputer nutzt, kann das Licht zentral und aufgeräumt positionieren. Im Handling erhält das Amazon-Licht die Note 2,3, bei der Halterung sogar 1,5. Der Scheinwerfer sitzt damit im Test sicher und lässt sich unkompliziert montieren.

Zum Set gehört außerdem ein Rücklicht mit Bremslichtfunktion. Dieses wurde im vorliegenden Vergleich jedoch nicht bewertet. Die BIKE-Note bezieht sich ausschließlich auf den Frontscheinwerfer.

Lichtbild mit Schwächen vor dem Vorderrad

Beim Lichtprofil erreicht das LF 36 die Note 3,0. Positiv fällt die gleichmäßige Ausleuchtung auf: Der Lichtkegel wirkt homogen und erleichtert es, den Straßenverlauf bei Dunkelheit zu erfassen. Für Fahrten auf beleuchteten Straßen und im Stadtverkehr bietet das Licht damit eine brauchbare Orientierung.

Im Nahbereich direkt vor dem Vorderrad bleibt die Ausleuchtung allerdings begrenzt. Gerade auf unebenen Nebenstraßen oder bei höherem Tempo fehlt etwas Licht, um Schlaglöcher, Kanten oder Verschmutzungen frühzeitig zu erkennen. Für sportliche Trainingsfahrten auf dunklen Landstraßen ist dieses Defizit relevanter als für den täglichen Arbeitsweg.

Kurze Ladezeit, mittelmäßige Leuchtdauer

Der integrierte Akku besitzt eine Kapazität von 1200 mAh. Das LF 36 bietet drei Leuchtmodi und erreicht im Test eine Leuchtdauer von 2:25 Stunden. Damit gehört die Ausdauer nicht zu seinen Stärken. Wer regelmäßig lange Abendrunden fährt, sollte den Ladezustand vor der Ausfahrt kontrollieren oder den Scheinwerfer rechtzeitig nachladen.

Das gelingt erfreulich schnell: Für eine vollständige Ladung benötigt das Licht 2:20 Stunden. Die Ladezeit liegt damit auf dem Niveau der gemessenen Laufzeit. Weniger überzeugend arbeitet die Akkustandsanzeige. Der einzelne Indikator wechselt von Grün auf Rot, liefert aber nur eine grobe Orientierung und keine präzise Restlaufzeit.

Gesamtpaket: klar budgetorientiert

Die Verarbeitung bewertet BIKE mit 2,0. Der Scheinwerfer hinterlässt einen soliden Eindruck, ohne sich über Materialanmutung oder Bedienkonzept vom Testfeld abzusetzen. Seine Stärke liegt im Lieferumfang und in der einfachen Befestigung am Front Mount, nicht in maximaler Leuchtreserve oder besonders langer Akkulaufzeit.

Preis36,99 Euro
BezugAmazon
Akkukapazität1200 mAh
Gewicht mit Halter80 Gramm
Leuchtmodi3
Akkustandsanzeige1 Indikator, Grün/Rot
Leucht-/Ladedauer2:25 / 2:20 Stunden
Lichtprofil3,0
Leuchtdauer3,5
Handling2,3
Verarbeitung2,0
Halterung1,5
BIKE-Note2,6

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Matthias Borchers ist im Test-Ressort von TOUR, Experte für Bekleidung und Zubehör. Als Hobbyradsportler hat er die TOUR-Transalp und die TOUR-Trans Austria absolviert. Prägend sind zudem Reportage-Reisen von San Francisco bis Sakai sowie 17 Trips zur Tour de France mit rund 30.000 Wohnmobilkilometern.

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