Laurin Lehner
· 08.05.2026
Drei Tage Expo, zahlreiche Aussteller und die eine oder andere Neuheit: Wir zeigen euch Protektorenwesten von Bluegrass, Helme und Knieschoner von Poc sowie die beiden neuen Helme von Rudy Project – dazu das angebliche Allround-Talent First Degree Seeker (Schuh).
Bluegrass startet mit drei neuen Protektorenwesten in die neue Saison und differenziert die Oberkörper-Protektoren klar nach Einsatzzweck.
Die Venture Vest ist als Protektorenweste für lange Trail- und Enduro-Tage ausgelegt. Optisch und funktional lehnt sie sich an Trailrunning-Westen an und kombiniert einen Level‑2‑Rückenprotektor mit einem nach Level 1 zertifizierten Brustpanzer. Sie wird über dem Trikot getragen.
Mit der Arto Armour richtet sich Bluegrass an Gravity-Fahrer. Die Protektorenweste schützt nicht nur Brust und Rücken, sondern auch Schultern und Ellbogen und wird unter dem Trikot getragen. Dadurch ist die Passform entsprechend schlank. Auch bei der Arto Armour erfüllt der Rückenprotektor das hohe Schutzlevel 2, während Brust-, Schulter- und Ellbogen-Protektoren nach Level 1 zertifiziert sind.
Die Arto Vest übernimmt den wichtigen Schutz der Armour-Version, kommt jedoch ohne Schulter- und Ellbogenprotektoren aus. Abgesehen davon ist sie fast identisch mit der Arto Armour. Sie richtet sich an Fahrer, die für Enduro- oder Park-Einsätze einen möglichst leichten und unauffälligen Schutz unter dem Trikot suchen. In einer kleinen Rückentasche lassen sich Schlüssel oder die Liftkarte verstauen.
Das Schweden-Label hat Protektoren und Helme für die neue Saison überarbeitet. Die beliebte Torso Vest kommt mit neuen Straps ohne Druckknöpfe und leicht verändertem Design – auf dem Foto noch nicht zu sehen. Das Logo: dezenter platziert. Beim Schutz-Level bleibt's bei 1 – einziger Kritikpunkt in vergangenen Tests. Die Begründung: Level 2 würde das Material unbequemer machen.
Auch die Knie- und Ellenbogenschoner VPD wurden überarbeitet. Markant: lange Strümpfe mit Silikonstreifen auf der Innenseite – für besseren Halt. "Je verschwitzter, umso besser halten sie", sagt POC-Marketing-Mann Christopher. Bei den Protektoren liegen zwei VPD-Schichten aufeinander, die sich verdrehen und so Aufprallenergie besser absorbieren sollen – MIPS fürs Gelenk, sozusagen. Preise: POC VPD Knee 150 Euro, POC VPD Elbow 130 Euro.
Rudy Project stellt den MTB-Helm Terraform in zwei Varianten vor – beide mit Crash-Chip und einem eigenen Anti-Rotationskraft-Konzept. Außerdem gibt es eine neue Goggle.
Das zentrale Element beider Helme ist der Crash-Chip. Es handelt sich nicht um einen Sensor, der Stürze erkennt und automatisch reagiert, sondern um einen Chip, auf den Ersthelfer per Smartphone Notfallkontakte, Adresse, Blutgruppe und weitere Daten zugreifen können.
Die eigentliche Erkennung übernimmt bei Rudy Project die App: Sie registriert einen starken Aufprall und versetzt sich dann in Alarmbereitschaft. Der Smartphone-Nutzer erhält eine Benachrichtigung und wird aufgefordert zu reagieren. Bleibt eine Antwort aus, geht die App davon aus, dass es zu einem schweren Sturz gekommen ist, und startet das Notruf-Prozedere.
Beide Helme sind nach NTA 8776 zertifiziert. Der Terraform wiegt 400 Gramm, kostet 180 Euro und kommt als Open-Face-Helm. 500 Gramm bringt die Pro-Version mit zusätzlichem Wangenschutz auf die Waage – also das, was auch als Jet-Helm bekannt ist. Der Bluegrass Terraform Pro kostet 260 Euro. Beide Modelle integrieren das digitale Notfallsystem. Beim Terraform bestehen über 77 Prozent des Gesamtgewichts aus Recyclingmaterialien, in Größe L sogar 81 Prozent.
Die Österreicher haben einen neuen Schuh im Programm. Den Seeker. Der Schuh soll nicht nur auf dem Bike eine gute Figur machen, sondern beim Wandern. Entwickelt für unterschiedlichstes Terrain, versteht sich der Seeker als Allrounder für Touren auf und abseits des Bikes.
Leicht, robust, atmungsaktiv und griffig — so beschreibt First Degree die Eigenschaften des neuen Modells. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Tragekomfort: Herzstück des Seeker ist die neu entwickelte Venom Sole. Sie arbeitet mit einem sogenannten Power Link, das die Ferse stabilisieren und die Kraftübertragung effizient auf den Vorfuß lenken soll. Das Ergebnis: mehr Druck aufs Pedal bei geringerem Kraftaufwand.
Auch abseits des Fahrrads soll sich die Konstruktion auszahlen. Laut Hersteller unterstützt das System einen natürlichen Bewegungsablauf beim Gehen, während ein TPU-Fersenkäfig zusätzlichen Halt auf unebenem Untergrund bietet. Ergänzt wird das Setup durch eine griffige Außensohle. Preis: 139,95 Euro - ab sofort erhältlich.

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