Stefan Frey
· 19.08.2026
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Schutzausrüstung rückt immer mehr in den Fokus von Mountainbikern. Knieschoner sind inzwischen nahezu Standard. Selbst auf den Hometrails sieht man inzwischen immer mehr Biker mit leichten Brust- und Rückenprotektoren gepanzert. Das ist gut so, denn mit den immer potenter werdenden Bikes und anspruchsvolleren Trails steigt auch das Verletzungsrisiko. Bell trägt dieser Entwicklung mit dem komplett neu entwickelten 5Fifty Spherical Rechnung. Der Highend-Open-Face-Helm richtet sich an ambitionierte Trail-, All-Mountain- und Enduro-Fahrer, die Wert auf hohe Sicherheit und ganztägigen Komfort legen.
Mehr Schutz ist immer besser als weniger - gerade, weil MTB-Strecken immer anspruchsvoller werden. Mit dem 5Fifty Spherical geht Bell daher absolut in die richtige Richtung. Der Helm bietet neben umfangreicher Zertifiierung auch einen zusätzlichen Rotationsschutz - das ist top. Leider schlägt sich das aufwendige Spherical-System deutlich aufs Gewicht nieder: 500 Gramm für einen Open-Face-Helm? Das ist aus meiner Sicht eindeutig zu viel und beschneidet den Tragekomfort unnötig.
Die Ausstattung des 5Fifty dagegen ist enorm umfangreich, das Belüftungskonzept klingt spannend. Wie gut es im Alltag tatsächlich funktioniert, kann jedoch nur ein Praxistest zeigen. In Anbetracht der ganzen Features wirkt der Preis zwar angemessen, 260 Euro sind dennoch eine ordentliche Stange Geld. Stefan Frey, BIKE-Redakteur
Bereits optisch fällt der Helm durch seine kantige, aggressive Linienführung auf. Bell orientiert sich dabei bewusst an modernen Gravity-Bikes und Motorsport-Designs. Ziel war es, einen Helm zu entwickeln, der nicht nur schützt, sondern auch auf langen Trails und anspruchsvollen Abfahrten eine möglichst hohe Performance bietet.
Im Zentrum des Sicherheitskonzepts steht die bekannte Spherical Technology, die Bell gemeinsam mit Mips entwickelt hat. Anders als klassische Mips-Lösungen arbeitet das System mit einer Konstruktion aus zwei Helmschalen. Bei einem schrägen Aufprall kann sich die äußere Schale relativ zur inneren bewegen und dadurch Rotationskräfte reduzieren, bevor sie auf den Kopf übertragen werden.
Zusätzlich zum verbesserten Rotationsschutz erfüllt der neue 5Fifty die Sicherheitsstandards CPSC und CE EN1078 und geht damit über die standardmäßige Zertifizierung hinaus.
Ein zentrales Entwicklungsziel war eine effektive Kühlung des Helms. Bell nutzt dafür ein motorsportinspiriertes Dual Flow Ventilation System. Die Luft wird über große Einlassöffnungen durch ein internes Kanalsystem geleitet und aktiv über den Kopf geführt. Gleichzeitig soll dadurch ein Diffusor-Effekt entstehen, der warme Luft aus dem Helm herausziehen soll.
Auch beim Tragekomfort setzt Bell auf eine umfangreiche Ausstattung. Das neue Float Race Fit System bietet eine dreifache Verstellmöglichkeit für Höhe, Polsterbreite und Umfangsspannung. Dadurch soll sich der Helm besonders präzise an unterschiedliche Kopfformen anpassen lassen.
Zusätzlich kommt eine neues System zum Einsatz, das Schweiß gezielt von Stirn und Brille wegleiten und verhindern soll, dass Schweiß während einer Abfahrt in die Augen läuft. Die Ionic+ Polsterung trocknet schnell und nutzt Silberionen zur Geruchskontrolle.
Neben Sicherheit und Belüftung integriert Bell eine Reihe praxisnaher Details. Dazu gehören:
Mit dem 5Fifty Spherical bringt Bell einen Helm auf den Markt, der viele aktuelle Entwicklungen im Trail- und Enduro-Segment aufgreift. Die Kombination aus Mips-basierter Spherical Technology, ausgefeilter Belüftung und umfangreichen Komfortfeatures richtet sich klar an Fahrer, die viele Stunden im Gelände verbringen.
Besonders interessant wirkt das Belüftungskonzept mit Motorsport-Diffusor, das hohe Kühlleistung mit großzügiger Schutzabdeckung kombinieren soll. Dazu kommen moderne Details wie Fidlock-Verschluss, Goggle-Kompatibilität und das anpassbare Float-Race-Fit-System. Stefan Frey, BIKE-Redakteur

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