Max Fuchs
· 03.09.2026
31 Gramm sind ein bike-taugliches Gewicht bei einer Sportbrille, aber kein Spitzenwert. Rudy Project schickt mit der Astral Arc ein Modell ins Rennen, das viele Einsatzzwecke erfüllen soll: Biken, Graveln, Rennradfahren, Laufen. Im Zentrum steht eine neu entwickelte zylindrische Scheibe, die sich an unterschiedliche Gesichtsformen anschmiegen und damit Druckstellen reduzieren soll. Einen verstellbaren Nasensteg gibt es ebenfalls – gerade bei einer rahmenlosen Shield-Brille ein wichtiges Detail für Sitz und Halt. Das Konzept klingt damit weniger nach Spezialwerkzeug und mehr nach universeller Sportbrille für alles, wo es schnell und ausdauernd zur Sache geht.
Rudy Project verzichtet bei der Astral Arc weitgehend auf klassische Rahmenstrukturen. Dadurch entsteht ein breites, offenes Sichtfeld, das vor allem beim Radfahren und Trailrunning Vorteile bringen soll. Gerade auf dem Mountainbike kann das sinnvoll sein, wenn Hindernisse, Kurven und Bewegungen im peripheren Sichtfeld früh erkannt werden müssen. Die Form bleibt dabei relativ kompakt, soll aber ein breites Größenspektrum abdecken.
Die eigentliche Neuerung steckt laut Rudy Project in der Form der Scheibe. Die neue zylindrische Geometrie soll sich besser an unterschiedliche Gesichtsformen anpassen und den Druck gleichmäßiger verteilen.
Dazu kommt der verstellbare Nasensteg. Er erlaubt eine individuelle Anpassung der Brille und soll zugleich für einen stabilen Sitz sorgen, sollte man beim Rennen oder auf holprigen Trails durchgeschüttelt werden. Einen Praxistest ersetzt das Versprechen allerdings nicht. Wie universell und sicher die Passform tatsächlich ausfällt, müssen Tests zeigen.
Mit 31 Gramm rangiert die Astral Arc im Mittelfeld hochwertiger Bike-Brillen. Das gute Gewicht spielt vor allem im Ausdauersport und Actionsport seine Stärken aus, wo schwere Brillen auf Dauer eher zu Druckstellen führen und leichter verrutschen.
Das geringe Gewicht verdankt die Brille unter anderem ihrer rahmenlosen Konstruktion. Gleichzeitig setzt Rudy Project bei der Fassung auf Rilsan Clear, ein biobasiertes Polymer. Laut Hersteller stammen 45 Prozent des Materials aus Rizinusöl aus zertifizierten Lieferketten.
Damit verbindet die Astral Arc Leichtbau mit einem Materialansatz, der zumindest einen Teil der klassischen erdölbasierten Kunststoffproduktion ersetzen soll.
Bei der Scheibe setzt Rudy Project auf Polycarbonat und eine Verspiegelung. Die Gläser gehören zur Filterkategorie 3 und eignen sich damit vor allem für helle Lichtbedingungen. Rudy Project verspricht eine klare Sicht, hohen UV-Schutz und eine kontrastreiche Darstellung.
Für Radfahrer bedeutet das vor allem: gute Sicht bei Sonnenschein im offenen Gelände. Bei stark wechselnden Lichtverhältnissen oder dichten Waldpassagen erschwert die Kategorie 3 erfahrungsgemäß die Sicht.
Wer auf Korrekturgläser angewiesen ist, muss bei der Astral Arc nicht außen vor bleiben. Rudy Project bietet die Möglichkeit, die Brille mit einem RX-Einsatz zu kombinieren. Dadurch lässt sich die Sehstärke integrieren.
Damit erweitert Rudy Project den Einsatzbereich nochmals: Die Astral Arc funktioniert nicht nur als klassische Sportsonnenbrille, sondern lässt sich auch auf individuelle Sehbedürfnisse abstimmen.
Rudy Project positioniert die Astral Arc bewusst als Multisport-Modell. Trailrunning, Rennrad, Triathlon, Laufen und weitere Outdoor-Sportarten gehören zum Einsatzfeld. Das Design passt dabei zum aktuellen Trend: möglichst wenig Fassung, viel Glas und ein schön großes Sichtfeld.
Dass eine Brille auf dem Trail genauso funktioniert wie auf dem Rennrad, verlangt allerdings unterschiedliche Eigenschaften. Beim Mountainbiken und Laufen zählt neben dem freien Sichtfeld vor allem der feste Sitz. Genau deshalb dürfte der verstellbare Nasensteg eine der interessanteren Komponenten des neuen Modells sein.
Zum Marktstart bietet Rudy Project die Astral Arc in sieben Standard-Farbvarianten an. Dazu kommt eine Special Edition, die ausschließlich online erhältlich ist. Preislich ruft Rudy Project für alle Varianten eine unverbindliche Empfehlung von 149,90 Euro auf.
Die Rudy Project Astral Arc setzt auf ein simples Rezept: maximale Sicht, möglichst wenig Gewicht und guten Sitz. Mit 31 Gramm, rahmenloser Shield-Scheibe, verstellbarem Nasensteg und RX-Kompatibilität bringt sie auf dem Papier alle Eigenschaften mit, die eine moderne Sportbrille auszeichnen.
Interessant erscheint vor allem die Kombination aus neuer Scheibengeometrie und verstellbarer Passform. Rudy Project verspricht damit mehr Komfort für unterschiedliche Gesichtsformen – eine Eigenschaft, die sich allerdings erst in der Praxis wirklich beurteilen lässt. Die Filterkategorie 3 macht die Astral Arc vor allem für sonnige Bedingungen interessant.

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