​100% Slendale PhotochromicDie eine Sportbrille für alle Bedingungen?

Stefan Frey

 · 03.06.2026

​100% Slendale Photochromic: Die eine Sportbrille für alle Bedingungen?Foto: Georg Grieshaber
Die neue Slendale von 100% mit selbsttönendem, kontrastverstärkendem Filter reicht von Kategorie 0 bis 3.

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100% hat seine Slendale Sonnenbrillen-Serie um eine Variante mit photochromatischer Scheibe erweitert. Damit sollen sportlich orientierte Biker auch bei wechselnden Lichtverhältnissen immer die passende Scheibe auf der Nase haben – vom schattigen Waldtrail bis zur offenen Forststraße. Der Filter reicht von Kategorie 0 bis 3. Wie gut die Slendale in der Praxis fuktioniert, haben wir für euch getestet.

Themen in diesem Artikel

Die Slendale gehört bei 100% zu den vielseitigsten Modellen im Line-up. Angelegt als Multisport-Brille, findet sie ihren Einsatz nicht nur im MTB, sondern auch im Gravel-, Road- oder Running-Bereich. Die aktuelle Version setzt auf ein überarbeitetes Design und soll schlanker, leichter und stärker auf Alltagstauglichkeit ausgelegt sein. Gleichzeitig bleibt der typische Shield-Look mit großflächiger Scheibe erhalten.


Was ist neu? Photochromatische Linse

Kern der Variante ist die photochromatische Purple-Mirror-Scheibe. Diese passt ihre Tönung automatisch an die Lichtbedingungen an. Konkret bewegt sich die Lichtdurchlässigkeit zwischen 82 % und 17 %, was den Bereich von klar (Kategorie 0) bis stark getönt (Kategorie 3) abdeckt. Damit sollten Fahrten von Dämmerung bis praller Mittagssonne möglich sein.


Sichtqualität und Schutz

100% setzt bei der Slendale auf die sogenannte Ultra HD Lens Technology, die laut Hersteller verzerrungsfreie Sicht ermöglichen soll. Zusätzlich kommen mehrere Beschichtungen zum Einsatz:

  • Hydrophobe und oleophobe Beschichtung gegen Wasser, Schmutz und Öl
  • Kratzfeste Hard-Coating-Schicht für mehr Haltbarkeit
  • Vollständiger UV-Schutz gegen UVA-, UVB- und UVC-Strahlung

Besonders auffällig: Während viele selbsttönende Modelle ins Grau abdunkeln, tönt die Slendale in kontrastverstärkendes Lila, was das Erkennen von Wurzeln oder anderen Hindernissen auf dem Trail deutlich erleichtern sollte. Die großflächige Shield-Scheibe soll zudem für ein breites Sichtfeld sorgen und vor Fahrtwind oder aufgewirbelten Partikeln schützen.


Rahmen und Passform

Beim Rahmen setzt 100% auf Grilamid TR90, ein Material, das sich durch geringes Gewicht und Flexibilität auszeichnet. Das halbrandlose Design reduziert Material und Gewicht, während integrierte Belüftungsöffnungen das Beschlagen minimieren sollen. Für den Sitz sorgen gummierte Kontaktpunkte sowie anpassbare Bügel. Ein zusätzliches Nosepad liegt bei und erlaubt eine Feinjustierung der Passform.


100% Slendale - Infos & Preis

  • Preis: 139,90 Euro >> hier erhältlich
  • Photochromatische Purple-Mirror-Linse (82 %–17 % Transmission, CAT 0–3)
  • Ultra HD Lens Technology für verzerrungsfreie Sicht
  • Hydrophobe & oleophobe Beschichtung gegen Schmutz und Wasser
  • 100 % UV-Schutz (UVA, UVB, UVC)
  • Großflächige Shield-Linse für breites Sichtfeld
  • Semi-rimless Design für geringes Gewicht
  • Belüftungsöffnungen gegen Beschlagen
  • Verstellbare Bügel und zusätzliche Nosepads
  • Gewicht: 34,5 Gramm

100% Slendale Purple Mirror Photochromic im Test

Für mich muss eine Sportbrille bei jedem Wetter funktionieren, was heißt: Ich fahre ausschließlich selbsttönende Gläser. Die neue Slendale mit Purple Mirror Photochromic Lens fand ich spannend, weil sie ein breites Spektrum von Kategorie o bis 3 abdeckt und damit von Dämmerlicht bis Supernova immer passen dürfte. Zudem tönt die Slendale nicht grau ein, sondern mit leichtem Lila-Stich, der Kontraste verstärkt. Dank gummierter, anpassbarer Bügelenden und Nasenstegen in zwei Größen sitzt die 100% auch im Dauergerüttel einer Enduro-Abfahrt sicher im Gesicht – wenn auch etwas schwer.

Und damit zu den Schattenseiten: Das wuchtige Gestell – die Slendale ist weder Voll- noch Halbrahmen-Brille – stört etwas im Sichtfeld. Empfindliche Augen tränen im Luftzug der Lüftungsschlitze, und beim Wechsel in den Schatten klart die Brille nur langsam und dann auch nicht zu 100 Prozent wieder auf. Trotz der Lüftungsöffnungen hatte ich an Anstiegen mit Beschlag zu kämpfen.

Toll ist die kontrastverstärkende Tönung, weniger gut gefallen der wuchtige Rahmen und die Luftverwirbelungen bei schneller FahrtFoto: Stefan FreyToll ist die kontrastverstärkende Tönung, weniger gut gefallen der wuchtige Rahmen und die Luftverwirbelungen bei schneller Fahrt

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Stefan Frey

Stefan Frey

Redakteur

Stefan Frey ist Niederbayer, er liebt die moosig-lehmigen Trails des Bayerischen Waldes ebenso wie den schroffen Fels der Dolomiten. Für technische Abfahrten nimmt er nahezu jeden Anstieg in Kauf – gerne aus eigener Kraft. Als Zubehör-Spezialist ist er die erste Anlaufstelle bei Fragen zu Ausrüstung und Anbauteilen, während er als Textchef die Sprachkrümel von den Seiten der BIKE-Print-Ausgaben fegt.

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