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Die Slendale gehört bei 100% zu den vielseitigsten Modellen im Line-up. Angelegt als Multisport-Brille, findet sie ihren Einsatz nicht nur im MTB, sondern auch im Gravel-, Road- oder Running-Bereich. Die aktuelle Version setzt auf ein überarbeitetes Design und soll schlanker, leichter und stärker auf Alltagstauglichkeit ausgelegt sein. Gleichzeitig bleibt der typische Shield-Look mit großflächiger Scheibe erhalten.
Kern der Variante ist die photochromatische Purple-Mirror-Scheibe. Diese passt ihre Tönung automatisch an die Lichtbedingungen an. Konkret bewegt sich die Lichtdurchlässigkeit zwischen 82 % und 17 %, was den Bereich von klar (Kategorie 0) bis stark getönt (Kategorie 3) abdeckt. Damit sollten Fahrten von Dämmerung bis praller Mittagssonne möglich sein.
100% setzt bei der Slendale auf die sogenannte Ultra HD Lens Technology, die laut Hersteller verzerrungsfreie Sicht ermöglichen soll. Zusätzlich kommen mehrere Beschichtungen zum Einsatz:
Besonders auffällig: Während viele selbsttönende Modelle ins Grau abdunkeln, tönt die Slendale in kontrastverstärkendes Lila, was das Erkennen von Wurzeln oder anderen Hindernissen auf dem Trail deutlich erleichtern sollte. Die großflächige Shield-Scheibe soll zudem für ein breites Sichtfeld sorgen und vor Fahrtwind oder aufgewirbelten Partikeln schützen.
Beim Rahmen setzt 100% auf Grilamid TR90, ein Material, das sich durch geringes Gewicht und Flexibilität auszeichnet. Das halbrandlose Design reduziert Material und Gewicht, während integrierte Belüftungsöffnungen das Beschlagen minimieren sollen. Für den Sitz sorgen gummierte Kontaktpunkte sowie anpassbare Bügel. Ein zusätzliches Nosepad liegt bei und erlaubt eine Feinjustierung der Passform.
Für mich muss eine Sportbrille bei jedem Wetter funktionieren, was heißt: Ich fahre ausschließlich selbsttönende Gläser. Die neue Slendale mit Purple Mirror Photochromic Lens fand ich spannend, weil sie ein breites Spektrum von Kategorie o bis 3 abdeckt und damit von Dämmerlicht bis Supernova immer passen dürfte. Zudem tönt die Slendale nicht grau ein, sondern mit leichtem Lila-Stich, der Kontraste verstärkt. Dank gummierter, anpassbarer Bügelenden und Nasenstegen in zwei Größen sitzt die 100% auch im Dauergerüttel einer Enduro-Abfahrt sicher im Gesicht – wenn auch etwas schwer.
Und damit zu den Schattenseiten: Das wuchtige Gestell – die Slendale ist weder Voll- noch Halbrahmen-Brille – stört etwas im Sichtfeld. Empfindliche Augen tränen im Luftzug der Lüftungsschlitze, und beim Wechsel in den Schatten klart die Brille nur langsam und dann auch nicht zu 100 Prozent wieder auf. Trotz der Lüftungsöffnungen hatte ich an Anstiegen mit Beschlag zu kämpfen.

Redakteur