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Jet- oder Openface-Helme sind gerade schwer in Mode. Fox war einer der ersten Hersteller, die so ein Modell mit erweitertem seitlichen Schutz auf den Markt brachten. Nun zünden die Amis die zweite Evolutionsstufe. Hierfür erhält der Dropframe endlich ein verstellbares Visier, das sich per Schraube für die Anbringung einer GoPro aber auch fixieren lässt. Es bietet zudem die Möglichkeit, eine Goggle leichter unter dem Visier zu platzieren. Ebenfalls neu ist die feinstufige Anpassung per Boa-Drehrad, das deutlich besser erreichbar im Nacken platziert wurde, als es beim Vorgänger der Fall war. Zudem liefert Fox drei unterschiedlich dicke Polster mit. Das ist gut, denn mit den Standard-Polstern sitzt der Dropframe stramm auf dem Kiefer und kann durchaus etwas auf die Wangen drücken. Den Rotationsschutz MIPS und eine magnetische Fidlock-Schnalle hatte bereits der Vorgänger an Bord.
Den gab es zudem in vier statt nur in drei Größen, die nun mit 51 bis 63 Zentimetern Umfang auch noch einen größeren Bereich abdecken sollen. Passform-Defizite müssen daher mit den Polstern ausgeglichen werden. In unserem Test saß der Dropframe zwar wesentlich sicherer als ein klassischer Halbschalenhelm, wackelte aber in schnellen und heftigen Passagen doch noch spürbar. Auffällig sind auch die dünnen Bänder des Boa-Systems. Sie können – vor allem bei kurz rasierten Haaren – auf Dauer an der Kopfhaut drücken oder reiben. Vor Überhitzung muss man indes keine Angst haben: Die Belüftung des Dropframe funktioniert recht ordentlich. Interessant für Ebiker: Der neue Fox Jethelm erfüllt die NTA-8776-Norm für E-Bike-Helme. Größtes Manko ist aber der stolze Preis – Fox verlangt satte 80 Euro mehr als für den Vorgänger.
+ Drehrad gut erreichbar und fein justierbar
+ Magnetschloss
+ Visier verstellbar
+ ordentlich belüftet
- Nur drei Größen
- Passform per Polster auszugleichen
- dünne Gurtbänder des Boa-Systems
- teuer
Das Merino-Longsleeve von Velocio hat sich schon in vielen Situationen bewährt: Im Winter funktioniert es prima als isolierende Schicht – quasi als Unterhemd-Ersatz. Im Sommer schützt das dünne Shirt vor der Sonne, wird im Vergleich zu vielen schweren Merino-Shirts aber nicht zu schwitzig. Der Mix aus Wolle und Polyester liegt angenehm auf der Haut und dürfte auch empfindliche Typen nicht kratzen. Aufgrund der geruchsneutralisierenden Wirkung der Merino-Wolle ist das Velocio-Shirt perfekt für Bikepacking und Overnighter geeignet – leider trocknet es dafür langsamer als reine Kunstfaser-Shirts. Die Rückseite der Unterarme schützt ein Besatz aus abriebfestem Material.
Im Sommer hat Shimano eine ganze Reihe neuer Schuhe vorgestellt. Einer davon war der GF600 für den Enduro- und Gravity-Einsatz. Markant bei Shimano: Der dezent hochgezogene, gepolsterten Schaft an der Innenseite, um die Knöchel zu schützen. Das robuste Obermaterial verträgt leichte Regen- und Matschfahrten, ohne Wassereinbruch. Top. Sonst ist der Schuh mit allen notwendigen Mtb-Features ausgestattet, wie z.B. solider Fersen- und Zehenschutz und eine griffige Sohle, die am Pedal haftet. Die Belüftung geht in Ordnung. Weniger sinnig wirkten die zu lang geratenen Schnürbänder und die zu weiche Sohle. Auf langen, steilen Abfahrten spürt man im Mittelbereich so die Pedale deutlich. Das fühlt sich nicht gut an und fördert Krämpfe.
+Passform
+Wasserabweisend
+ Grip
- Zu weiche Sohle
- Lange Schnürbänder
Fazit: Solider MTB-Schuh mit schmutzabweisenden Obermaterial. Die weiche Sohle fiel bei langen, steilen Abfahrten negativ auf. - Laurin Lehner, BIKE-Redakteur