Komfortable Regenjacke im TestSantini Magic zeigt Schwächen im Detail

Matthias Borchers

 · 25.10.2026

Wir haben die Regenjacke Santini Magic Packable Waterproof Jacket getestet.
Foto: Wolfgang Papp

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Leicht, weich und elastisch: Die Santini Magic punktet im Praxistest vor allem mit hohem Tragekomfort. Weniger überzeugen die Abschlüsse und das Abperlverhalten nach dem Waschen. Der Test klärt, ob die Regenjacke ihren Zweck als Wetterschutz für Radfahrer erfüllt.

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Weiches Material für die Rennradhaltung

148 Gramm wiegt unsere Testjacke in Größe L. Damit bringt die Magic knapp 150 Gramm auf die Waage. Entscheidender als die Zahl ist jedoch, wie sie sich unterwegs trägt: Das weiche, dehnbare Material macht die gebeugte Haltung auf dem Rennrad gut mit und fühlt sich ausgesprochen angenehm an.

Auch der Schnitt passt zu dieser Position. Der hoch schließende Kragen liegt sauber am Hals an, ohne einzuengen. Gerade dort, wo steifes Material oder ungünstig platzierte Abschlüsse stören können, hinterlässt die Santini einen überzeugenden Eindruck. Ihr größtes Plus ist damit der Tragekomfort, nicht allein das niedrige Gewicht.

Durchdachte Details am Reißverschluss

Zur Ausstattung gehören Reflexmaterial und eine Reißverschlusstasche für Kleinkram. Praktisch ist der Zwei-Wege-Reißverschluss: Er lässt sich von unten öffnen, wenn während der Fahrt zusätzliche Belüftung gefragt ist. So muss die Jacke nicht gleich am Kragen geöffnet werden.

Zippergaragen decken beide Enden des Reißverschlusses ab. Diese Details gefallen im Gebrauch. Weniger gelungen sind dagegen die Ärmelabschlüsse. Santini setzt auf Gummizugbündchen; elastische Flap-Bündchen hätten wir uns an dieser Stelle als Alternative gewünscht. Die Ausstattung fällt damit insgesamt nicht so überzeugend aus wie das Tragegefühl.

Rücken und Saum mit Verbesserungspotenzial

Der Rücken ist verlängert, dürfte für die gebeugte Sitzposition aber noch etwas länger ausfallen. Hinzu kommt, dass der Gummizug am Saum die Jacke nicht immer zuverlässig dort hält, wo sie sitzen soll. Beim Fahren neigt die Magic deshalb zum Hochrutschen.

Das schmälert den ansonsten guten Eindruck der Passform. Wer die Jacke anprobiert, sollte deshalb nicht nur aufrecht vor dem Spiegel stehen, sondern auch die eigene Lenkerhaltung nachstellen und dabei den Sitz des Rückenabschlusses kontrollieren.

Dicht, aber nachlassender Abperleffekt

Nach der zweiten Wäsche perlten Wassertropfen auf der Außenhaut kaum noch ab. Die wasserabweisende Behandlung erwies sich in unserem Test somit als wenig haltbar. Wichtig ist die Unterscheidung: Material und Nähte blieben dennoch dicht. Nachlassendes Abperlen bedeutete hier also nicht, dass Wasser durch die Jacke drang.

Unterm Strich überzeugt die 200 Euro teure Magic vor allem durch weiches Material und hohen Tragekomfort. Schwächen zeigen sich bei Saum, Rückenlänge und Ärmelbündchen. Die Größenauswahl reicht von XXS bis XXXL. Weitere Modelle und unsere Prüfverfahren zeigt unser großer BIKE-Vergleichstest mit 22 Regenjacken vom 15. November 2025.

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Matthias Borchers ist im Test-Ressort von TOUR, Experte für Bekleidung und Zubehör. Als Hobbyradsportler hat er die TOUR-Transalp und die TOUR-Trans Austria absolviert. Prägend sind zudem Reportage-Reisen von San Francisco bis Sakai sowie 17 Trips zur Tour de France mit rund 30.000 Wohnmobilkilometern.

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