Manche Kleidungsstücke trage ich nur zum Testen. Andere ziehe ich auch danach immer wieder an. Die MONSERAT MTB Vest gehört klar zur zweiten Kategorie. Seit drei Jahren begleitet mich die Weste durch Frühling, Herbst und Winter. Sie sitzt sportlich, schützt zuverlässig vor Wind und überzeugt mit cleverer Belüftung am Rücken. Vor allem aber sieht sie nach Monaten im Schmuddelwetter und nach mehreren Stürzen fast aus wie neu. Keine ausgefransten Nähte, keine Löcher, und der Reißverschluss läuft noch geschmeidig wie am ersten Tag. Die Verarbeitung ist schlicht der Hammer, und die Features wirken sehr durchdacht.
Die MTB-Windweste von Monserat hat in den vergangenen drei Jahren ordentlich etwas erlebt: Schlamm, Dreck, Schweiß, Stürze und unzählige Ausfahrten. Ein paar eingetrocknete Flecken zeugen noch davon – die gehen allerdings eher auf mein Konto als auf das der Weste. Ansonsten zeigt das gute Stück kaum Alterungserscheinungen.
Keine ausgefransten Nähte, keine Risse, keine ausgeleierten Bereiche. Und auch der Reißverschluss läuft noch geschmeidig wie am ersten Tag. Die Verarbeitung ist hervorragend.
MONSERAT setzt zu 100 Prozent auf recyceltes Polyester und fertigt die Weste in Portugal. Das Material ist winddicht und wasserabweisend und soll die Weste vor allem als leichte Außenschicht für wechselhaftes Wetter wappnen.
Der eigentliche Kniff steckt im Materialmix. Die komplette Vorderseite, die gesamte Schulterpartie, der Nackenbereich und der untere Rücken schützen vor Wind. Am mittleren Rücken kommt dagegen ein deutlich luftigerer Stoff zum Einsatz.
Das hat zwei Gründe. Erstens zieht es hier beim Fahren am wenigsten, und zweitens staut sich bei Rucksackträgern an dieser Stelle gerne die Hitze. Die Zusammensetzung lässt überschüssige Wärme besser entweichen und verhindert, dass man übermäßig zu schwitzen beginnt.
Bei 174 Zentimetern Körpergröße passt mir Größe M wie angegossen. Die Weste sitzt körpernah, ohne die Bewegungsfreiheit einzuschränken, und wirft keine störenden Falten.
Einen kleinen Haken hat der Schnitt trotzdem: Vorne fällt die Weste für meinen Geschmack einen Tick zu lang aus.
Hinten reicht sie angenehm weit über den Hintern und hält Spritzwasser vom Hintern fern. Vorne hängt sie dagegen etwas tief. Auf dem Bike stört das praktisch nicht. Abseits des Bikes schmeichelt der lange Vorderteil meiner ohnehin eher schmalen Statur allerdings nicht unbedingt.
Das bleibt Geschmackssache – funktional gibt es daran wenig auszusetzen.
An kühlen Tagen spielt auch der hohe Kragen seine Stärke aus. Er schützt die Hals- und Nackenpartie zuverlässig vor Fahrtwind, Nieselregen oder Spritzwasser. Wird es wärmer, kann man den halblangen Reißverschluss entspannt während der Fahrt öffnen. Der sportliche Schnitt verhindert dabei, dass der offene Kragen im Fahrtwind flattert oder anderweitig stört.
Die MONSERAT MTB Vest spielt ihre Stärken vor allem bei wechselhaftem Wetter aus. Frühling, Herbst, kühle Sommerabende oder lange Abfahrten nach einem schweißtreibenden Anstieg – dann ist die Weste Gold wert. Sie lässt sich schnell über das Trikot ziehen. Dank des Reißverschlusses muss man dafür nicht einmal den Helm abnehmen, und sie nimmt im Rucksack kaum Platz weg.
Der größte Pluspunkt zeigt sich allerdings erst nach langer Nutzung. Denn nach drei Jahren hat die Weste kaum Federn gelassen. Schlamm, Dreck und Stürze haben ihr erstaunlich wenig anhaben können. Die Nähte halten, der Stoff zeigt keine Risse, und der Reißverschluss funktioniert weiterhin tadellos.
Wer das ganze Jahr über auf dem Bike unterwegs ist, für den ist die MONSERAT MTB Vest quasi ein Must-have. Sie kombiniert eine sehr gute Verarbeitung mit einem durchdachten Materialmix und einer gelungenen Passform. Vorne schützt sie vor Wind, hinten lässt sie Luft an den Körper. Der hohe Kragen hält den Hals warm, während der Reißverschluss das An- und Ausziehen erleichtert. Mit 79,95 Euro fällt der Preis angesichts der exzellenten Verarbeitung zudem ausgesprochen fair aus. Wer eine hochwertige Windweste für die Übergangszeit sucht, bekommt hier kein kurzlebiges Fast-Fashion-Produkt, sondern einen durchdachten Begleiter für viele Jahre.
Plus
Minus

Redakteur
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