Max Fuchs
· 20.08.2026
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Leicht, dicht, beweglich – die Leatt HydraDri 6.0 überzeugt im Test auf ganzer Linie. Sie sitzt sportlich, fühlt sich fast an wie eine zweite Haut und hält selbst bei strömendem Regen zuverlässig dicht. Dazu kommen ein kompaktes Packmaß und clevere Details wie die magnetisch fixierbare Kapuze. 359 Euro sind viel Geld, doch die Jacke liefert im Test keinen Grund, den Preis in Frage zu stellen: klarer Daumen nach oben.
Zuverlässig dichte Regenjacken gibt es jede Menge. Auf dem Bike fühlen sich viele aber störrisch und schwer an und schränken die Beweglichkeit ein – fast wie eine Rüstung, nicht wie eine zweite Haut. Die HydraDri 6.0 macht genau das Gegenteil.
In Größe M sitzt die Jacke bei 173 Zentimetern Körpergröße und schlanker Statur angenehm sportlich. Sie liegt körpernah an, ohne einzuengen oder die Bewegungsfreiheit zu beschneiden. Möglich macht das das federleichte, flexible Obermaterial. Der mechanische 2-Wege-Stretch setzt dabei nicht auf Elasthan, sondern integriert die Dehnbarkeit direkt in die Gewebestruktur. Das sorgt für geschmeidige Bewegungen und soll gleichzeitig die Formstabilität und Langlebigkeit erhöhen.
Auch der Schnitt passt zum Bikeeinsatz. Der Rücken fällt angenehm lang aus und schützt im Sitzen zuverlässig vor Spritzwasser. Dank des elastischen Hüftbunds fällt die Jacke weit über den Hintern oder schmiegt sich eng um die Hüfte. Auch die Ärmel lassen sich mit extra griffigen Klettverschlüssen schön stramm an den Handgelenken fixieren.
Doch Passform hin oder her, eine Regenjacke muss am Ende des Tages vor allem eins sein: wasserdicht!
Auch in dieser Hinsicht überzeugt die HydraDri 6.0. Selbst bei Fahrten im strömenden Regen dringt von außen kein Wasser durch. So weit, so gut. Dass trotz aller Wetterfestigkeit aber auch die Atmungsaktivität stimmt, ist das eigentliche Highlight. Denn selbst der beste Regenschutz nützt einem nichts, wenn einem darunter im eigenen Schweißbad die Schwimmhäute wachsen.
Dass die Leatt-Jacke diesen Spagat meistert, passt auch zum technischen Konzept. Leatt kombiniert die HydraDri-Air+-Membran mit einer Wassersäule von 15.000 Millimetern und einer angegebenen Atmungsaktivität von 70.000 g/m². Gerade die hohe Atmungsaktivität soll den entscheidenden Unterschied zu klassischen, dicht abschließenden Regenjacken machen. Unser Test bestätigt das.
Die Ride Adaptive Hood, kurz RAhD, gehört zu den cleversten Details der HydraDri 6.0.
Die große Kapuze passt problemlos über einen MTB-Helm. Ein Gummizug fixiert sie sicher und verhindert, dass sie bei Gegen- oder Fahrtwind vom Kopf rutscht. Das Visier schützt zuverlässig vor Regen, dürfte für den perfekten Wetterschutz allerdings etwas länger ausfallen. Bei starkem Regen kann Wasser in die vorderen Belüftungsschlitze des Helms gelangen.
Noch besser funktioniert das Magnetsystem. Wer die Kapuze nicht benötigt, befestigt sie einfach am Rücken der Jacke. Der Magnet hält sie dort sicher und verhindert nerviges Flattern. Die Lösung wirkt simpel, erweist sich auf dem Bike aber als ausgesprochen praktisch.
Auch beim Packmaß punktet die HydraDri 6.0. Die Jacke lässt sich klein zusammenknüllen, ungefähr auf die Größe einer 0,75-Liter-Trinkflasche. Mit 326 Gramm in Größe M fällt auch das Gewicht positiv aus. Wer schon einmal eine schwere Hardshell wegen einer schlechten Wettervorhersage eingepackt hat, die anschließend den halben Rucksack blockiert, weiß diesen Punkt schnell zu schätzen.
Leatt beschränkt sich nicht auf eine leistungsfähige Membran. Verstärkte Deflextion-Ellenbogen sollen im Falle eines Sturzes die Achillesverse von Regenjacken schützen und auf die Haltbarkeit einzahlen. Im Test mussten sie ihre Reißfestigkeit zum Glück noch nicht unter Beweis stellen.
Die Klettverschlüsse an den Handgelenken greifen kräftig und erlauben eine präzise Anpassung. Der elastische Hüftbund sitzt sicher. Reflektierende Streifen verbessern die Sichtbarkeit bei schlechten Lichtverhältnissen.
Nichts davon wirkt wie ein überflüssiges Gimmick. Die Ausstattung konzentriert sich auf Details, die auf dem Bike tatsächlich einen Unterschied machen.

Redakteur
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