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Bequem sitzen war noch nie besonders günstig. Die Loge im Kino? Ist im Schnitt bis zu sechs Euro teurer als ein Standard-Sessel. Die 1. Klasse in der Bahn? Kostet 60 bis 70 Prozent Aufpreis. Und das VIP-Ticket für die Bundesliga? Dafür wird schon mal das Zehnfache eines normalen Haupttribünen-Sitzplatzes fällig. Doch wie steht es um Fahrradhosen? Auch hier verlangen die Premium-Hersteller schon fast irre Summen: Die Top-Hose von Assos gibt’s für 350 Euro. Pas Normal Studios nimmt 300 Euro für die Mechanism Pro. Und Maap belastet das Konto immerhin noch mit 260 Euro, wenn man zum feinsten Zwirn der Australier greift.
Doch muss das wirklich sein? Kann man nicht auch schon deutlich günstiger bequem im Sattel sitzen? Wir sagen ja! Deshalb haben wir uns auf die Suche nach preiswerten Radhosen für maximal 100 Euro gemacht - und wir sind fündig geworden: Unser Testfeld versammelt die Marken Alé, Cube, Ekoï, GripGrab, Nalini und Van Rysel bei den Frauenhosen sowie Gonso, Rose, Scott und Sportful für Männer.
Schon bei der Recherche zeigte sich: Die Preise schwanken teils erheblich, vor allem im Onlinehandel. Bei Ekoï kann das identische Modell je nach Größe oder Farbe um bis zu 50 Euro variieren. Die günstigste Hose im Test stammt von Van Rysel, der Eigenmarke von Decathlon. Noch eine Erkenntnis vorweg: Auch die Verfügbarkeit einzelner Größen im Saisonverlauf schwankt – manche Modelle sind zeitweise schwer zu bekommen.
Qualitativ machen die Radhosen um 100 Euro einen guten Eindruck. Erstaunlich ist, wie unterschiedlich die Hersteller die Aufgabe angehen, eine bequeme und funktionale Radhose zu schneidern, wo doch die Aufgabenstellung so eindeutig erscheint. Die Fülle an Details ist jedenfalls durchaus überraschend – und bietet jedem Radsportler und jeder Radsportlerin die Chance, eine individuell passende Hose zu finden. Besonders positiv fielen die Frauenhosen von Nalini und Van Rysel sowie das Herrenmodell von Rose auf. Sie verfügen über angenehme Stoffe, komfortable Beinabschlüsse und gut sitzende Träger. Praktische Extras wie kleine Taschen oder ein Reißverschluss für den unkomplizierten Toilettengang – auch für Männer – erhöhen den Nutzwert einzelner Modelle zusätzlich.
Die Frauenhosen zeigen eine große Bandbreite unterschiedlicher Konzepte.
Bei den Herrenmodellen fallen die Größenunterschiede auf. Die Scott-Hose ist in der Testgröße L größer als der Durchschnitt. Das weiche Material macht sie sehr angenehm beim Anziehen. An der Gonso-Short erschweren hingegen die beschichteten Beinabschlüsse das Überstreifen. Dafür hält der deutsche Hersteller sein Modell bis zur Größe 6XL bereit. Die Hosenbeinlängen variieren erheblich: Einige Modelle reichen in der Testgröße L bei 1,80 Meter Größe bis zur Kniescheibe, andere bedecken deutlich weniger Bein. Auch die Hosenbox – die Partie vom Sitzpolster bis zum Hüftbund – unterscheidet sich stark. Bei Rose und Scott ist sie sehr hoch geschnitten; das schützt vor Zugluft, ist manchem aber schnell zu warm und kann beim Anziehen umständlich sein.
Die Polster unterscheiden sich in Volumen und Form: Im Stand fühlen sich die Pads von Gonso und Sportful wie Kissen an, was sich im Sattel gibt. Das Rose-Polster ist gut segmentiert und präzise unter den Sitzknochen positioniert. Kritik verdienen Scott und Sportful für die Hosenträger mit Gummizug, die mit zunehmender Spannung einrollen und sichtbare Abdrücke auf der Schulter hinterlassen. Bei den hoch geschnittenen Herrenmodellen sollte eigentlich ein Reißverschluss selbstverständlich sein, um den Toilettengang zu erleichtern.
Noch eine Beobachtung am Rande: Helle und manchmal auch stark gespannte dunkle Hosenstoffe können durchsichtig wirken, vor allem am Gesäß. Das ist weder für einen selbst noch für eventuelle Mitradler angenehm und ein Aspekt, den man beim Hosenkauf beachten sollte.
Im Test überzeugen die Frauenhosen von Nalini und Ekoï sowie die Mänerhose von Rose mit gutem Sitzkomfort, angenehmen Materialien und sinnvollen Details. Bemerkenswert sind die vielen Unterschiede im Detail bei Polstern, Trägern und Beinabschlüssen. Eine Anprobe ist ratsam. Matthias Borchers, Test-Redakteur
Grundlage sind die Fahreindrücke der Tester. Im Vordergrund stehen Beschaffenheit und Funktion von Trägern und Bund, Abschlussbündchen, Stoffgefühl sowie die Hosenkonstruktion insgesamt.
Ein Sitzpolster ist dann gut, wenn es seinen Dienst unauffällig verrichtet. Dazu muss es vom Hosenstoff zuverlässig in Position gehalten werden und im Bereich der Sitzknochen gut dämpfen, ohne dass beim Pedalieren Scheuerstellen entstehen.
In die Bewertung fließen ein: Machart und Qualität der Träger, Beinabschlüsse, Nähte, die Verwendung von Reflexmaterial, sinnvoll platziertes Mesh und Extras wie Taschen.
Dieser Check erfolgt nach dem Waschen, um die Qualität von Nähten, Nahtkreuzungen sowie die Haltbarkeit des Materials, aufgedruckter Logoprints bzw. reflektierender Applikationen zu überprüfen.
| Note | |
| Tragekomfort (40%) | 2,5 |
| Sitzpolster (30%) | 2,8 |
| Ausstattung (20%) | 2,3 |
| Qualität (10%) | 1,5 |
| BIKE-NOTE | 2,5 |
Der Beinabschluss gefällt mit angenehmem Sitz und dezenten Silikontropfen, die weniger klebrig wirken als etwa bei GripGrab. Der Stoff erweist sich als blickdicht und vermittelt insgesamt ein hochwertiges Materialgefühl. Typisch für Alé fällt das Polster eher üppig aus; bei langen Fahrten können die Nähte allerdings etwas scheuern. Abgesehen davon trägt sich die Hose komfortabel und bleibt auch unter Belastung stabil in Position. Unterm Strich eine solide Radhose mit überzeugender Materialanmutung.
| Note | |
| Tragekomfort (40%) | 3,0 |
| Sitzpolster (30%) | 2,0 |
| Ausstattung (20%) | 2,7 |
| Qualität (10%) | 1,5 |
| BIKE-NOTE | 2,5 |
Anfangs blickten wir den Neckholder-Trägern mit einer ordentlichen Portion Skepsis entgegen – auf dem Trail relativiert sich dieser Eindruck jedoch schnell. Dank Silikonstreifen sitzt die Hose am Rücken stabil, allerdings nur dann wirklich zuverlässig, wenn kein zusätzlicher Baselayer darunter getragen wird. Ein echtes Praxis-Plus: Für den Boxenstopp unterwegs reicht es, das Trikot zu öffnen, die Träger über den Kopf zu ziehen und die Hose herunterzustreifen – ein komplettes Entkleiden entfällt.
Weniger überzeugend fallen die Beinabschlüsse aus. Die vergleichsweise kurzen Hosenbeine schließen stramm ab, können dabei aber unangenehm einschneiden, zumal die rundumlaufenden Nähte deutlich spürbar sind. Das Sitzpolster sitzt tendenziell etwas weiter vorne, was nicht jeder Fahrposition gleichermaßen entgegenkommt. Punkten kann die Hose dagegen mit dem doppelt ausgeführten Stoff im Gesäßbereich, der für ein sicheres, blickdichtes Tragegefühl sorgt.
Unterm Strich ist das Konzept durchdacht, hat aber seine Eigenheiten: Wer sensibel auf Druck im Nacken reagiert, sollte sich besser nach einer Alternative umsehen.
| Note | |
| Tragekomfort (40%) | 2,5 |
| Sitzpolster (30%) | 1,5 |
| Ausstattung (20%) | 1,8 |
| Qualität (10%) | 1,5 |
| BIKE-NOTE | 2,0 |
Die Hose sitzt auf Anhieb erstaunlich ausgewogen: Sie umschließt den Bauch angenehm ohne einzuengen, die Träger liegen komfortabel an, und auch das Polster überzeugt mit stimmiger Positionierung sowie gutem Sitzkomfort. Der hinten niedrig geschnittene Bund macht den ansonsten etwas kratzigen Reißverschluss praktisch überflüssig. Mit der richtigen Technik lässt sich die Hose sogar geschlossen nach unten ziehen: Daumen hinten in die Träger einhaken und beim Hinhocken die Hose über das Gesäß nach unten ziehen – funktioniert im Test erstaunlich gut.
Dann allerdings der Dämpfer: Zumindest in der Farbvariante Sand patzt die Hose bei der Blickdichte. Im Spiegel war das eingenähte Etikett durch den Stoff nahezu lesbar – ein klares No-Go. Immerhin scheint das Problem farbspezifisch zu sein, dunklere Varianten zeigen sich deutlich unkritischer. Unser Fazit fällt damit zweigeteilt aus: Komfort, Sitz und Handling passen – würde der Hersteller statt des Reißverschlusses auf doppellagigen Stoff im Gesäß setzen und die Transparenz in den Griff bekommen, wäre das Gesamtpaket nahe an der Perfektion.
| Note | |
| Tragekomfort (40%) | 3,4 |
| Sitzpolster (30%) | 1,8 |
| Ausstattung (20%) | 2,5 |
| Qualität (10%) | 2,3 |
| BIKE-NOTE | 2,6 |
Beim ersten Reinschlüpfen überzeugt die Hose direkt mit einem angenehm breiten Beinabschluss, der zuverlässig sitzt – auch wenn die Silikonpunkte dafür etwas zu kräftig ausfallen. Bei den Trägern hatten wir zunächst Bedenken hinsichtlich Druckstellen, doch in der Praxis geben sie sich entspannter als erwartet: Sie liegen zwar nicht ganz so flach auf den Schultern wie bei manch anderem Modell, fallen aber deutlich weniger unangenehm aus als befürchtet.
Auch beim Sitzkomfort liefert die Hose ab: Das Polster ist sinnvoll positioniert und bietet auf längeren Strecken eine gute Unterstützung. Praktisch im Alltag erweist sich die Cargo-Tasche am rechten Oberschenkel, die ausreichend Platz für Smartphone, Riegel oder Gels bietet und den Griff zur Trikottasche oft überflüssig macht.
Ein klarer Schwachpunkt bleibt jedoch die Blickdichte. Je nach Lichteinfall – insbesondere bei direkter Sonneneinstrahlung – wird der Stoff teilweise überraschend transparent und lässt unerwünschte Einblicke zu. Das trübt den ansonsten soliden Gesamteindruck spürbar, auch wenn man fairerweise sagen muss: Dieses Problem ist selbst bei deutlich teureren Radhosen keine Seltenheit.
| Note | |
| Tragekomfort (40%) | 2,1 |
| Sitzpolster (30%) | 3,0 |
| Ausstattung (20%) | 2,0 |
| Qualität (10%) | 1,0 |
| BIKE-NOTE | 2,2 |
Die Nalini punktet schon beim ersten Anfassen mit einem angenehm weichen Material, das sich auch bei etwas runderen Bäuchen anschmiegt, ohne einzuengen. Gerade in dieser Hinsicht zeigt sich die Hose erstaunlich tolerant – selbst in Phasen, in denen sich der Körper verändert, bleibt sie tragbar. Wer allerdings gezielten Halt im Bauchbereich sucht, wird hier eher nicht fündig.
Auf dem Sattel liefert das dicke, weich ausgelegte Polster solide Arbeit ab, spielt seine Stärken jedoch vor allem auf kürzeren bis mittleren Touren aus. Die lasergeschnittenen Beinabschlüsse gefallen mit hohem Tragekomfort: Nichts schneidet ein, nichts drückt. Trotz fehlender Silikongripper bleiben die Beine im Test zuverlässig an Ort und Stelle – ein angenehmer Überraschungseffekt. Auch die Träger verhalten sich unauffällig und leisten sich keine Schwächen.
Ein klares Plus sammelt die Hose beim Thema Materialstärke: Der vergleichsweise dicke Stoff vermittelt ein sicheres Gefühl und zeigt sich im Test erfreulich blickdicht. Unterm Strich ist die Nalini damit ein komfortabler Begleiter für entspannte Runden – mit kleinen Abstrichen beim Thema Support im Bauchbereich.
| Note | |
| Tragekomfort (40%) | 2,0 |
| Sitzpolster (30%) | 2,0 |
| Ausstattung (20%) | 2,5 |
| Qualität (10%) | 1,5 |
| BIKE-NOTE | 2,1 |
Optisch ist die Hose direkt ein Hingucker: Der graue Stoff in Kombination mit dem pinken Print macht ordentlich was her und hebt sich wohltuend vom Einheitslook ab. Auf dem Rad überzeugt sie dann mit einem angenehm festen Sitz an den Beinen. Die vergleichsweise langen Hosenbeine werden von senkrechten Silikonstreifen zuverlässig in Position gehalten, ohne dabei unangenehm zu wirken.
Klarer Kompromiss ist das Handling in der Pinkelpause: Die Hose ist nicht pee-friendly, was unterwegs etwas mehr Aufwand bedeutet. Dafür passt das Gesamtpaket auf dem Bike umso besser. Das Polster wirkt im Stand zunächst etwas eigenwillig, steht hinten leicht ab und auch vorne an den Seiten zeigt es sich minimal abstehend – in Fahrposition relativiert sich dieser Eindruck jedoch vollständig, hier sitzt alles stimmig und komfortabel.
Etwas stramm fallen hingegen die Träger aus, zumindest bei unserer vergleichsweise kleinen Testerin mit 1,60 Meter Körpergröße. Wer sensibel auf Druck im Schulterbereich reagiert, sollte daher unbedingt vorher anprobieren.
Unterm Strich bleibt eine klare Empfehlung für alle, die eine preislich attraktive Hose mit starkem Look suchen und bei der Pinkelpause keine Sekunden zählen.
| Note | |
| Tragekomfort (40%) | 2,4 |
| Sitzpolster (30%) | 3,0 |
| Ausstattung (20%) | 2,8 |
| Qualität (10%) | 2,5 |
| BIKE-NOTE | 2,7 |
Die Gonso-Hose hinterlässt im Test einen insgesamt positiven Eindruck. Der angenehm weiche, blickdichte Stoff sowie die sauber verarbeiteten Nähte zeugen von solider Qualität. Am Körper sitzt der Bund in normaler Höhe, während die breiten Beinabschlüsse die Hose zuverlässig in Position halten – allerdings geht das zulasten des Komforts beim Anziehen.
In puncto Passform zeigt sich das Modell eher knapp geschnitten: Vor allem im oberen Bereich trägt die Hose etwas eng auf. Größere und kräftigere Fahrer jenseits der 1,80 Meter dürften daher mit einer Nummer größer besser beraten sein. Das Polster wirkt auf den ersten Griff zwar etwas voluminös und wenig formstabil, überzeugt auf dem Rad jedoch mit gutem Sitz und ordentlichem Komfort.
Ein klarer Pluspunkt: Die Pinkelpause gelingt erfreulich unkompliziert und ohne akrobatische Einlagen. Ebenfalls stark: die große Größenbandbreite. Mit Optionen bis hin zu 6XL spricht Gonso ein besonders breites Fahrerspektrum an – das ist alles andere als selbstverständlich.
| Note | |
| Tragekomfort (40%) | 2,0 |
| Sitzpolster (30%) | 2,0 |
| Ausstattung (20%) | 1,8 |
| Qualität (10%) | 1,0 |
| BIKE-NOTE | 1,9 |
Die Rose-Hose sticht im Test vor allem mit ihren auffallend langen Beinen ins Auge, die bis knapp über die Kniescheibe reichen – das ist optisch wie funktional klar Geschmackssache. Am Körper präsentiert sie sich ähnlich kompakt wie das Gonso-Modell: Die Box sitzt straff und ist ungewöhnlich hoch geschnitten, sie reicht deutlich über den Nabel hinaus und sorgt so für ein sehr umhüllendes Tragegefühl.
Im Fahrbetrieb weiß vor allem das Trägersystem zu überzeugen. Die elastischen Bänder liegen flach auf der Haut, schmiegen sich angenehm an und verzichten vollständig auf unangenehmes Einschneiden. Praktisch und modern zugleich: die kleine Cargo-Tasche, die dem Modell einen zusätzlichen Nutzwert verleiht.
Beim Polster spielt die Hose ihre Stärken aus. Es fühlt sich hochwertig an, ist sauber segmentiert und platziert sich präzise unter den Sitzknochen. Auch im Frontbereich bietet es viel Abdeckung. In Kombination mit der hohen Passform ergibt sich ein insgesamt sehr stabiler und sicherer Sitz.
Unterm Strich empfiehlt sich die Rose-Hose vor allem für Fahrer, die lange Beine und einen hoch geschnittenen Bund bevorzugen – und die besonderen Wert auf ein durchdachtes, komfortables Polster legen.
| Note | |
| Tragekomfort (40%) | 2,1 |
| Sitzpolster (30%) | 2,5 |
| Ausstattung (20%) | 3,5 |
| Qualität (10%) | 2,5 |
| BIKE-NOTE | 2,5 |
Die Scott-Hose präsentiert sich im Test als komfortorientierter Allrounder mit klaren Stärken im Material und Sitz. Sie fällt etwas großzügiger aus und punktet mit einem angenehm weichen, dehnfreudigen Stoff, der das Anziehen spürbar erleichtert. Am Bein sorgen die eher schmal gehaltenen Abschlüsse dank Grip-Beschichtung für sicheren Halt, ohne dabei zu verrutschen.
Auffällig ist der extrem hoch geschnittene Rumpfbereich: Die Box reicht vorne fast bis unter die Brust und zeigt sich auch am Rücken sehr geschlossen – das sorgt für ein rundum eingepacktes, warmes Tragegefühl. Dazu passt das Polster: Es zieht sich weit nach vorne, deckt großzügig ab und bietet spürbaren Windschutz. Im hinteren Bereich fällt es etwas voluminöser aus als beim Rose-Modell, wirkt dabei aber deutlich stabiler als das Pendant von Gonso – insgesamt ergibt sich ein angenehmer, komfortabler Eindruck im Sattel.
Kritik gibt es allerdings bei den Trägern: Die Gummizüge schneiden spürbar ein und hinterlassen Druckstellen auf der Haut – das trübt den ansonsten sehr guten Komforteindruck.
Unterm Strich ist die Scott-Hose eine gelungene Wahl für alle, die Wert auf ein weiches Material, eine komfortable Passform und hohen Windschutz legen – vorausgesetzt, sie kommen mit den etwas druckvollen Trägern zurecht.
| Note | |
| Tragekomfort (40%) | 2,5 |
| Sitzpolster (30%) | 3,0 |
| Ausstattung (20%) | 3,2 |
| Qualität (10%) | 1,0 |
| BIKE-NOTE | 2,6 |
Die Sportful-Hose zeigt sich im Test als solide abgestimmtes Modell mit kleinen Schwächen im Detail. Sie fällt größengerecht aus und richtet sich mit ihren vergleichsweise langen Beinen vor allem an Fahrer mit längerem Beinmaß. Das Anziehen gelingt unkompliziert, der Stoff fühlt sich angenehm auf der Haut an und vermittelt einen insgesamt hochwertigen Eindruck.
Abzüge gibt es beim Polster: Es baut recht voluminös, wirkt zunächst etwas wuchtig und ist spürbar dicker ausgelegt. Im Sattel relativiert sich dieser Eindruck zwar, dennoch bleibt das Polster stets präsent. Ebenfalls kritisch: die straff ausgelegten Gummiträger, die auf Dauer unangenehm in die Schultern drücken und den Komfort spürbar mindern.
Punkte sammelt die Hose hingegen mit ihrer niedrig geschnittenen Box, die schnelle und unkomplizierte Biopausen ermöglicht – ein klarer Praxisvorteil. Am Rücken sorgt ein Mesheinsatz zwischen den Trägern für eine hoch geschlossene, stabile Konstruktion, während die Nähte durchweg unauffällig bleiben.
Unterm Strich passt die Sportful-Hose am besten zu Langbeinern mit eher kurzem Oberkörper. Wer allerdings empfindlich auf Druck durch Träger reagiert oder ein flacheres, dezenteres Polster bevorzugt, findet in diesem Testfeld stimmigere Alternativen.

Redakteur
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