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Kaum eine Marke ist im Handschuhbereich so eng mit traditioneller Handwerkskunst verbunden wie Hestra. Das schwedische Familienunternehmen wurde bereits 1936 im kleinen Ort Hestra gegründet und wird heute in dritter und vierter Generation geführt. Ursprünglich lag der Fokus auf robusten Arbeitshandschuhen für die Forstwirtschaft – eine Herkunft, die bis heute die Philosophie der Marke prägt: langlebige Materialien, hohe Funktionalität und kompromisslose Verarbeitungsqualität.
Bekannt wurde Hestra vor allem durch seine Ski- und Wintersporthandschuhe, die seit Jahrzehnten zum festen Inventar vieler Weltcup-Athleten, Bergführer und Outdoor-Profis gehören. Die Marke genießt den Ruf, besonders viel Wert auf Passform, Materialauswahl und Haltbarkeit zu legen.
Diese jahrzehntelange Erfahrung überträgt Hestra inzwischen erfolgreich auf den Bike-Bereich. Gerade Mountainbiker schätzen die Ergo-Grip-Technologie, bei der die Schnittführung der natürlichen Handhaltung am Lenker folgt. Sie gilt als eines der Alleinstellungsmerkmale der Marke.
Die neue Kollektion umfasst sowohl Langfinger- als auch Kurzfingerhandschuhe und richtet sich an Trail-, Enduro-, All-Mountain- und Tourenfahrer. Im Mittelpunkt stehen die für Hestra typische ergonomische Passform, hochwertige Materialien und ein direkter Kontakt zum Lenker.
Das Topmodell der Serie hört auf den Namen Ergo Grip Enduro D3O. Der Handschuh setzt auf Hestras bekannte Ergo-Grip-Konstruktion, die sich an der natürlichen Handhaltung am Lenker orientiert.
Für zusätzlichen Komfort integriert Hestra D3O-Material in der Handfläche, das Vibrationen und Schläge reduzieren soll. Gerade auf langen Enduro-Abfahrten oder verblockten Trails verspricht das spürbare Entlastung für Hände und Unterarme. Abgerundet wird das Paket durch robuste Materialien, Touchscreen-Kompatibilität und einen integrierten Nasenwischer.
Wer maximale Kontrolle bei möglichst geringem Gewicht sucht, findet im Ergo Grip Race Cut das sportlichste Modell der Kollektion. Die ergonomische Passform bleibt erhalten, kombiniert wird sie jedoch mit einer besonders leichten Konstruktion. Das flexible Obermaterial soll hohe Bewegungsfreiheit ermöglichen, während die schlanke Handfläche einen direkten Kontakt zum Lenker gewährleistet. Der Race Cut richtet sich damit vor allem an Fahrer, die ihren Handschuh möglichst wenig spüren möchten.
Mit den Bike Guard D3O Long und Short bietet Hestra eine Alternative für Fahrer, die zusätzlichen Schutz wünschen. Auch hier kommt D3O-Material in der Handfläche zum Einsatz. Die Polsterung soll Vibrationen absorbieren und den Komfort auf langen oder technisch anspruchsvollen Strecken erhöhen. Die Kombination aus robuster Konstruktion und zusätzlicher Dämpfung macht die Bike-Guard-Modelle besonders interessant für Enduro-Fahrer und E-MTB-Piloten.
Für heiße Temperaturen hat Hestra die Ventair Long & Short entwickelt. Das Modell setzt auf leichte Polyamid-Materialien und eine perforierte Handfläche, um Luftzirkulation und Komfort zu verbessern. Trotz der luftigen Konstruktion soll ausreichend Grip für den Trail-Einsatz erhalten bleiben. Mit ihrem minimalistischen Aufbau richten sich die Ventair-Handschuhe vor allem an Tourenfahrer und sportliche Trailbiker in den Sommermonaten.
Der neue Sprint Long & Short positioniert sich als universeller Mountainbike-Handschuh für unterschiedlichste Einsatzzwecke. Zum Einsatz kommen Hestra Tendo und Texture Lycra, die eine elastische Passform und hohen Tragekomfort ermöglichen sollen. Die robuste Handfläche sorgt für sicheren Halt am Lenker, während ein Puller am Bund das Anziehen erleichtert. Damit eignet sich der Sprint für Trailrunden ebenso wie für den täglichen Bike-Einsatz.
Mit dem Apex Long & Short ergänzt Hestra die Kollektion um ein Modell, das Komfort und Robustheit in den Mittelpunkt stellt. Das Hestra-Tendo-Material soll ein angenehmes Tragegefühl bieten, während verstärkte Handflächen und zusätzliche Polsterungen die Haltbarkeit erhöhen. Reflektierende Details verbessern zudem die Sichtbarkeit bei schlechten Lichtverhältnissen.
Mit der MTB-Kollektion 2026 verfolgt Hestra einen klaren Ansatz: Statt eines Universalhandschuhs bietet die Marke spezialisierte Modelle für unterschiedliche Einsatzbereiche an. Die Preise sind Hestra-typisch gesalzen, doch Materialien und Verarbeitung sind hier in der Regel auch entsprechend hochwertig.
Besonders interessant wirken die D3O-Varianten, die Komfort und Vibrationsdämpfung gezielt in den Fokus rücken – ein Thema, das mit immer leistungsfähigeren Bikes und längeren Abfahrten an Bedeutung gewinnt. Gleichzeitig decken Modelle wie der Ventair oder der Race Cut das Bedürfnis nach möglichst direktem Lenkerkontakt ab. Die Erfahrung aus anderen Sportbereichen zeigt, dass Hestra einen klaren Fokus auf Haltbarkeit und Tragekomfort setzt. Wie gut die neuen Handschuhe der Schweden auf dem Bike funktionieren muss sich allerdings erst in der Praxis zeigen.

Redakteur
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