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Die Winterhandschuhe von Kult-Designer Troy Lee kommen im klassischen Motocross-Style – fettes Logo, Protection-Aufdrucke auf Fingern und Handrücken. Abgesehen vom 3-Lagen-Softshell als Außenschicht und dem verlängerten Bündchen unterscheidet den Handschuh wenig von einem klassischen Sommerhandschuh. An der Innenseite soll eine dünne Schicht Waffelflies für minimale Isolation sorgen. Ein Klettriegel hilft beim Anziehen, Daumen und Zeigefinger funktionieren auch auf dem Smartphone. Auf einen Frottee-Einsatz zum Brille putzen oder Schweiß abwischen muss man hier aber verzichten, ebenso wie auf Gel-Polster auf der Handfläche, was dafür aber für einen direkteren Griff am Lenker sorgt.
Der Troy Lee täuscht nicht einmal vor, dass Wasser sein Element wäre. Schon die ersten Tropfen saugt sein Material gierig auf – DWR-Imprägnierung? Fehlanzeige. Dementsprechend feucht wird es dann natürlich, wenn es mal richtig regnet. Allerdings sind Regenfahrten auch gar nicht der Anspruch des Swelter. Der Handschuh ist eher die winddichte Version eines klassischen Sommerhandschuhs, denn auch auf eine Isolierung verzichtet der Ami weitestgehend. Beim Kälte-Check ist der Swelter einer der schwächsten im Vergleich. So ist er auch wirklich nur für milde, trockene Tage eine gute Wahl.
Dank des breiten Klettriegels öffnet sich das lange Bündchen des Swelter weit und man flutscht ohne Probleme in den passgenau sitzenden Handschuh. Auch wenn das Materialgefühl hier nicht allzu hochwertig ausfällt – die Passform an sich stimmt. Kein überflüssiges Material, das beim Griff um den Lenker stört. Das Sythetikleder bietet viel Grip. Leider fehlt ausgerechnet an Daumen und Zeigefinger die sonst üppig platzierte Gummierung, sodass die Finger etwas auf den Armaturen rutschen. Weil der Swelter auf Polsterung gänzlich verzichtet, greift er sich direkt wie ein Sommerhandschuh – allerdings könnte das winddichte Obermaterial etwas mehr Stretch vertragen.
Wer einen leichten Übergangshandschuh mit top Passform und sehr direktem Griffgefühl sucht, ist hier richtig. Mit dem Swelter behält man auch in kniffligen Passagen die Kontrolle. Sobald Feuchtigkeit ins Spiel kommt oder die Temperatur unter zehn Grad sinkt, wird es aber unangenehm im Troy Lee. Bei Ausstattung und Qualität muss man leichte Abstriche in Kauf nehmen, auch Material und Verarbeitung machen keinen allzu hochwertigen Eindruck. Ausgerechnet an Zeige- und Mittelfinger fehlt der Silikon-Print. Auf einen Daumen mit Frottee-Besatz muss man verzichten.

Redakteur