In erster Linie dienen die neuen Crankbrothers Guardian - genau wie alle anderen Handguards - dazu, auf überwucherten und engen Trails die Hände zu schützen. Mit der Besonderheit: die Crankbrothers setzen auf einen besonders einfache und schicke Montage. Je nach Ausführung lassen sich die Handguards via Adapter an der inneren Klemmschelle der meisten Lock-on-Griffe fixieren. Ohne zusätzliche Schellen sorgt diese integrierte Lösung für Ordnung am Cockpit. Für alle, die keine Schraubgriffe fahren oder Griffe mit einer inkompatiblen Klemmung besitzen, gibt´s die Guardians aber auch mit herkömmlicher Klemmung direkt am Lenker.
Die Guardian Handguards bestehen aus zwei Hauptkomponenten: Der Arm besteht aus glasfaserverstärktem Nylon, während das Schutzschild aus HIPP (High Impact Polypropylen) hergestellt wird. Diese Materialkombination soll eine optimale Balance zwischen Stabilität am Arm und Flexibilität am Schutzschild gewährleisten. Der Einsatz von HIPP für das Schild zielt darauf ab, bei Kontakt mit Hindernissen nachzugeben, statt zu brechen.
Die Guardian Handguards bieten eine stufenlose, seitliche Verstellbarkeit von 33 Millimetern. So lassen sich die Schutzschilde auch in Kombination mit besonders breiten oder schmalen Griffen optimal an den Lenkenden ausrichten. Ebenfalls gut: Bei der Befestigung am Arm kann man zwischen zwei unterschiedlichen Höhenpositionen wählen. So lassen sich die Guardians problemlos an alle denkbaren Bremshebelkonfigurationen anpassen.
Crankbrothers legt offensichtlich besonderen Wert auf die Kompatibilität der Guardian-Handguards mit verschiedenen Griffsystemen. Im Lieferumfang sind daher neben einem Paar Klemmringe auch drei Adapter-Paare enthalten. Damit lassen sich die Guardians in die meisten gängigen Schraubgriffe integrieren.
Für den Test habe ich die integrierte Version der Guardian Handguards an einem Paar meiner Lieblingsgriffe (ODI Elite Pro Lock-On V2) montiert. Die Montage geht kinderleicht: Den originalen Klemmring am Griff entfernen, den Crankbrothers-Klemmring aufstecken und festziehen. Nachdem der Griff wieder sitzt, muss nur noch die Schelle des Handguard-Arms um den neuen Klemmring gelegt werden - fertig! Von hier aus kann man entspannt die Neigung der Guardians einstellen. Dank der stufenlosen Seitenverstellung der Schilde geht auch das Ausrichten an den Lenkerenden wie am Schnürchen. Ergo: In Sachen Handling haben mich die neuen Crankbrothers voll überzeugt. So weit, so gut. Im Trail-Alltag gibt es für Handguards nur zwei Bewertungskriterien: Schutz und Haltbarkeit. Ersteres gelingt den Guardians gut. Die großen Schilde schützen die Hände zuverlässig vor den Hieben von Gestrüpp oder Ästen, die auf den Trail ragen. Die Haltbarkeit hingegen konnte mich nur wenig überzeugen. Ein einziger Sturz - bei Schrittgeschwindigkeit wohlgemerkt - genügte, und die Schelle des glasfaserverstärkten Nylon-Arms brach ab. Schade! Daher mein Tipp: greift lieber zu Modellen mit flexiblen Kunststoffschilden gepaart mit stabileren Alu-Armen. Diese Kombi hat sich bei vergangenen Tests bislang am besten bewährt.

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