Selbsttönende Sonnebrillen Test14 photochrome Gläser im Vergleich

Stefan Frey

 · 12.10.2020

Selbsttönende Sonnebrillen Test: 14 photochrome Gläser im VergleichFoto: Georg Grieshaber

Ob grelle Sonne oder dicht bewölkt – selbsttönende Brillen sollen Biker-Augen bei jedem Wetter schützen. Wir haben 14 Brillen mit photochromen Gläsern getestet und zeigen, was die Farbwandler können.

Eine Sonnenbrille gehört für die meisten Biker so selbstverständlich zur Ausrüstung wie Fahrradpumpe und Ersatzschlauch. Dabei ist sie für viele mehr als nur reiner Schutz vor Sonne, Fahrtwind oder Flugobjekten. Gerade die aktuell so angesagten Shield-Modelle mit besonders großen Scheiben punkten mit einer zusätzlichen Portion Style.

Alle von uns getesteten Modelle, bis auf die Brille von Rose, gibt in unterschiedlichen Filterfarben. Doch die meisten Filter der Schutzklassen zwei und drei sind nur für bestimmte Lichtverhältnisse geeignet. So lange die Sonne scheint und man unter freiem Himmel fährt, bieten sie perfekte Sicht. Doch was ist, wenn der Trail plötzlich in einen schattigen Wald wechselt? Oder wenn man auf der Tour von der Dämmerung überrascht wird? Anhalten und Scheibe wechseln? Das nervt. Ohne Brille weiterfahren? Zu gefährlich für die Augen. Selbsttönende Brillen passen sich automatisch an die jeweiligen Lichtverhältnisse an und können so den optimalen Kompromiss bieten.

Breiter Einsatzbereich dank Selbsttönungs-Effekt

Um einen möglichst breiten Einsatzbereich abzudecken, sollte die Anfangstönung der Brille möglichst klar sein. Nur dann sind die Gläser im Übergang zwischen Tag und Nacht ausreichend hell und bieten auch bei Nachtfahrten mit Licht ausreichend Sicht. Die meisten Modelle im Test wechseln ihre Tönung zwischen den Filterklassen zwei und drei. Wirklich nachttaugliche Kandidaten beginnen dabei bei einer kaum wahrnehmbaren Abdunklung von 20 bis 25 Prozent.

  Die Evil Eye Vizor Pro bietet mitunter den breitesten Tönungsbereich. Der reicht von fast völlig klar...Foto: Georg Grieshaber
Die Evil Eye Vizor Pro bietet mitunter den breitesten Tönungsbereich. Der reicht von fast völlig klar...
  ...bis zur Filterkategorie 3. Die Abdunklung reicht selbst für prallsten Sonnenschein.Foto: Georg Grieshaber
...bis zur Filterkategorie 3. Die Abdunklung reicht selbst für prallsten Sonnenschein.

Die dunkelste im Test gemessene Scheibe filtert bis zu 88 Prozent des Lichts, was eher für grelle Tage in der Wüste, als für die mitteleuropäische Wirklichkeit taugt. Dunkler ist also nicht unbedingt besser. Die Filterklasse muss ürbigens laut EU-Norm bei jeder Brille angegeben sein. Doch die Filterklassen sind erklärungsbedürftig, da die Verdunkelungswirkung nicht linear verläuft, sondern exponentiell. Während die Klasse 0 (mit 0-20 Prozent Tönung) kaum sichtbar tönt, liegen zwischen Verdunkelungen von 70 und 90 Prozent Welten.

Die Filterklassen in der Übersicht

  Von völlig klar bis ziemlich dunkel – diese Filterkategorien gibt es. Foto: Hersteller
Von völlig klar bis ziemlich dunkel – diese Filterkategorien gibt es. 

Für Fahrten im Auto sind selbsttönende Brillen in der Regel nicht geeignet. Weil moderne Autoscheiben einen Großteil der UV-Strahlung filtern, ist die Reaktion der photoaktiven Moleküle im Brillenglas stark eingeschränkt. Der UV-Schutz hingegen bleibt auch bei nicht eingetönter Scheibe in vollem Umfang erhalten.

Den kompletten Vergleichstest von 14 photochromen Brillen aus BIKE 9/20 können Sie bequem unter dem Artikel als PDF herunterladen. Der Test kostet 1,99 Euro.

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Für einen besseren Eindruck der Brillen haben wir alle Modelle noch einmal am Mann fotografiert:


                    100% S2 | 219 Euro
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Foto: Georg Grieshaber

Diesen gesamten Sonnenbrillen-Test "Licht und Schatten" finden Sie in BIKE 9/2020. Die Digital-Ausgabe können Sie in der BIKE-App (iTunes und Google Play) lesen oder die Print-Ausgabe im DK-Shop nachbestellen – solange der Vorrat reicht:

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