Veolo Trailer 2.0Modularer Offroad-Fahrradanhänger mit 6,7 kg

Stefan Frey

 · 08.06.2026

Veolo bringt den Trailer 2.0 über eine Kickstarter-Kampagne auf den Markt. Die Leipziger setzen bei ihrem Fahrradanhänger auf ein modulares System, das unterschiedlichste Einsatzzwecke abdecken soll.
Mit dem Trailer 2.0 präsentiert das Leipziger Start-up Veolo die zweite Generation seines modularen Fahrradanhängers – und denkt das Thema Cargo bewusst sportlich. Der zweispurige Anhänger wurde für den Einsatz am MTB, Gravelbike oder E-Bike entwickelt und soll Gepäck, sperrige Ausrüstung oder auch den Hund abseits asphaltierter Wege ans Ziel bringen.

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Die erste Generation des Veolo-Trailers sorgte bereits für Aufmerksamkeit und wurde unter anderem mit einem Design & Innovation Award ausgezeichnet. Die Entwickler – rund um Gründer Johann Schmidt – nutzten die Zeit danach gezielt für eine Überarbeitung. Das Ergebnis: Der Trailer 2.0 wurde von Grund auf neu gedacht. Statt eines klassischen Transportanhängers steht nun ein modular aufgebautes System im Fokus, das unterschiedlichste Einsatzzwecke abdecken soll – vom Bikepacking über Alltagstransporte bis hin zum Offroad-Einsatz.

Veolo Fahrradanhänger 2.0: modular statt spezialisiert

Der zentrale Unterschied zur ersten Generation liegt im Aufbau als modulares System. Verschiedene Aufsätze und Kits ermöglichen unterschiedliche Konfigurationen:

  • Cargo-Setup für Alltag und Einkauf
  • Outdoor-/Bikepacking-Setup
  • Dog-Trailer-Modul
  • Long-Load-Setup für sperrige Güter

Diese Module können je nach Bedarf ergänzt oder ausgetauscht werden. Damit entwickelt sich der Trailer von einer fixen Lösung hin zu einer Art Baukasten-System.


Konstruktion: Leichtbau trifft Offroad-Tauglichkeit

Trotz seines Fokus auf Vielseitigkeit bleibt der Trailer klar sportlich ausgelegt. Der Rahmen besteht aus Aluminium (AL6061) und wiegt gerade mal 6,7 Kilogramm. Damit gehört der Veolo laut Hersteller zu den leichtesten gefederten Anhängern seiner Klasse. Gleichzeitig liegt die maximale Zuladung bei bis zu 60 Kilogramm – ein Verhältnis, das klar in Richtung Vielseitigkeit und Alltagstauglichkeit zielt. Neu ist auch die Plattform selbst: Statt einer festen Aluminiumwanne kommt ein textiler Ladeeinsatz zum Einsatz, der Gewicht spart und sich bei Nichtgebrauch kompakter verstauen lässt.

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Fahrwerk: Unabhängige Federung für den Offroad-Einsatz

Ein zentrales Merkmal des Veolo bleibt die unabhängige Radaufhängung. Jedes Rad arbeitet separat mit einem Elastomer-Federungssystem, das rund 45 mm Federweg bietet. Das Ziel: mehr Ruhe im System, bessere Traktion und kontrolliertes Fahrverhalten – auch auf schlechten Wegen oder Trails.
Zusätzlich sorgt ein tiefer Schwerpunkt der Ladung dafür, dass der Anhänger auch in Kurven stabil bleibt und sich möglichst unauffällig hinter dem Bike bewegt. Damit der Trailer 2.0 auch in schnellen Kurven nicht kippt, wurde die Stellung der 20-Zoll-Laufräder angepasst und der Schwerpunkt tiefer gelegt. Die Ladung sitzt nach Herstellerangaben 16 cm über dem Boden und 10 cm unterhalb der Radachse.


Handling: Schnellmontage und kompakte Bauweise

Beim Handling setzt Veolo auf einfache Lösungen:

  • Quick-Hitch-Kupplung für schnelle Montage am Bike
  • vollständig zerlegbares System für Transport und Lagerung
  • schmale Bauweise für bessere Integration hinter dem Bike

Der Trailer soll sich durch die einhändig bedienbare Kupplung nicht nur leicht ankoppeln, sondern auch im Alltag unkompliziert nutzen lassen – etwa beim Wechsel zwischen Sport- und Transporteinsatz.

​Interessant wird der Anhänger vor allem durch die unterschiedlichen Aufbauten:

  • Die Veolo Bag fasst 180 l, wird magnetisch befestigt und kombiniert Rolltop, wetterfestes X-Pac-Material, Polsterung und seitliche Schnellzugriff-Taschen. Damit wird der Leovelo zum praktischen Einkaufsbegleiter für den Alltag.
  • Die Veolo Box bietet 220 l Volumen und ist als wetterfester, auf Wunsch abschließbarer Aufbau für größere Ladung gedacht.
  • Für den Hundetransport gibt es den Veolo mit Dog-Aufbau. Der Transportkäfig besitzt eine waschbare Polsterung, Belüftungsflächen, Reißverschluss-Türen und Sicherheitsankerpunkte. Laut Veolo eignet sich der Innenraum mit 90 cm Länge, 45 cm Breite und 65 cm Höhe für Hunde bis 45 kg.

Veolo Trailer 2.0 - Infos & Preis

  • Modularer Fahrradanhänger mit wechselbaren Aufbauten
  • Gewicht: ca. 6,7 kg
  • Zuladung: bis zu 60 kg
  • Material: Aluminiumrahmen (AL6061), textiler Ladeeinsatz (faltbar, leicht)
  • Federung: Unabhängige Elastomer-Federung (45 mm Federweg)
  • Laufräder: 20-Zoll-Laufräder für Offroad- und Allround-Einsatz
  • Kupplung: Quick-Hitch-Kupplung für schnelle Montage
  • Besonderheiten: Tiefer Schwerpunkt für stabiles Fahrverhalten; zerlegbar für Transport und Lagerung
  • Zubehör: Systeme für Cargo, Hundetransport, Long Loads, Regenschutz, Wall Mount, Gurte etc.

Preis: 650 Euro UVP (Early-Bird: ab ca. 490 € im Crowdfunding)


Fazit der Redaktion

Der Veolo Trailer 2.0 verfolgt einen Ansatz, der im Bike-Segment bislang eher selten konsequent umgesetzt wurde: den Fahrradanhänger als sportlich integrierte Erweiterung statt als reines Transportmittel.

Die Kombination aus geringem Gewicht, Federung und modularem Aufbau wirkt auf dem Papier schlüssig – besonders für Fahrer, die ihr Bike sowohl im Alltag als auch auf Touren nutzen. Auffällig ist dabei die klare Ausrichtung auf Offroad- und Performance-Einsatz.

Die erste Version des Veolo Trailer konnte uns im Test bereits überzeugen. Ob das neue Konzept in der Praxis aufgeht, wird sich vor allem im Handling auf anspruchsvollem Terrain zeigen. Der Ansatz, verschiedene Einsatzbereiche über ein modulares System abzudecken, könnte jedoch genau den Nerv der Zeit treffen – gerade für Fahrer, die zwischen Trail, Alltag und Abenteuer wechseln.


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Stefan Frey

Stefan Frey

Redakteur

Stefan Frey ist Niederbayer, er liebt die moosig-lehmigen Trails des Bayerischen Waldes ebenso wie den schroffen Fels der Dolomiten. Für technische Abfahrten nimmt er nahezu jeden Anstieg in Kauf – gerne aus eigener Kraft. Als Zubehör-Spezialist ist er die erste Anlaufstelle bei Fragen zu Ausrüstung und Anbauteilen, während er als Textchef die Sprachkrümel von den Seiten der BIKE-Print-Ausgaben fegt.

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