Die erste Generation des Veolo-Trailers sorgte bereits für Aufmerksamkeit und wurde unter anderem mit einem Design & Innovation Award ausgezeichnet. Die Entwickler – rund um Gründer Johann Schmidt – nutzten die Zeit danach gezielt für eine Überarbeitung. Das Ergebnis: Der Trailer 2.0 wurde von Grund auf neu gedacht. Statt eines klassischen Transportanhängers steht nun ein modular aufgebautes System im Fokus, das unterschiedlichste Einsatzzwecke abdecken soll – vom Bikepacking über Alltagstransporte bis hin zum Offroad-Einsatz.
Der zentrale Unterschied zur ersten Generation liegt im Aufbau als modulares System. Verschiedene Aufsätze und Kits ermöglichen unterschiedliche Konfigurationen:
Diese Module können je nach Bedarf ergänzt oder ausgetauscht werden. Damit entwickelt sich der Trailer von einer fixen Lösung hin zu einer Art Baukasten-System.
Trotz seines Fokus auf Vielseitigkeit bleibt der Trailer klar sportlich ausgelegt. Der Rahmen besteht aus Aluminium (AL6061) und wiegt gerade mal 6,7 Kilogramm. Damit gehört der Veolo laut Hersteller zu den leichtesten gefederten Anhängern seiner Klasse. Gleichzeitig liegt die maximale Zuladung bei bis zu 60 Kilogramm – ein Verhältnis, das klar in Richtung Vielseitigkeit und Alltagstauglichkeit zielt. Neu ist auch die Plattform selbst: Statt einer festen Aluminiumwanne kommt ein textiler Ladeeinsatz zum Einsatz, der Gewicht spart und sich bei Nichtgebrauch kompakter verstauen lässt.
Ein zentrales Merkmal des Veolo bleibt die unabhängige Radaufhängung. Jedes Rad arbeitet separat mit einem Elastomer-Federungssystem, das rund 45 mm Federweg bietet. Das Ziel: mehr Ruhe im System, bessere Traktion und kontrolliertes Fahrverhalten – auch auf schlechten Wegen oder Trails.
Zusätzlich sorgt ein tiefer Schwerpunkt der Ladung dafür, dass der Anhänger auch in Kurven stabil bleibt und sich möglichst unauffällig hinter dem Bike bewegt. Damit der Trailer 2.0 auch in schnellen Kurven nicht kippt, wurde die Stellung der 20-Zoll-Laufräder angepasst und der Schwerpunkt tiefer gelegt. Die Ladung sitzt nach Herstellerangaben 16 cm über dem Boden und 10 cm unterhalb der Radachse.
Beim Handling setzt Veolo auf einfache Lösungen:
Der Trailer soll sich durch die einhändig bedienbare Kupplung nicht nur leicht ankoppeln, sondern auch im Alltag unkompliziert nutzen lassen – etwa beim Wechsel zwischen Sport- und Transporteinsatz.
Interessant wird der Anhänger vor allem durch die unterschiedlichen Aufbauten:
Preis: 650 Euro UVP (Early-Bird: ab ca. 490 € im Crowdfunding)
Der Veolo Trailer 2.0 verfolgt einen Ansatz, der im Bike-Segment bislang eher selten konsequent umgesetzt wurde: den Fahrradanhänger als sportlich integrierte Erweiterung statt als reines Transportmittel.
Die Kombination aus geringem Gewicht, Federung und modularem Aufbau wirkt auf dem Papier schlüssig – besonders für Fahrer, die ihr Bike sowohl im Alltag als auch auf Touren nutzen. Auffällig ist dabei die klare Ausrichtung auf Offroad- und Performance-Einsatz.
Die erste Version des Veolo Trailer konnte uns im Test bereits überzeugen. Ob das neue Konzept in der Praxis aufgeht, wird sich vor allem im Handling auf anspruchsvollem Terrain zeigen. Der Ansatz, verschiedene Einsatzbereiche über ein modulares System abzudecken, könnte jedoch genau den Nerv der Zeit treffen – gerade für Fahrer, die zwischen Trail, Alltag und Abenteuer wechseln.

Redakteur