Steppenwolf Tycoon mit Avinox M2SNeues E-Enduro mit Extra-Power

Florentin Vesenbeckh

 · 03.07.2026

Das Steppenwolf Tycoon will mit 170 mm Federweg und 29er-Laufrädern im Endurosegment überzeugen.
Photo: Daniel Becker
Mit Motoren von Avinox will Steppenwolf den Neustart schaffen. Jetzt steht auch das E-Enduro Tycoon in den Startlöchern. Damit feiert ein bayerisches Urgestein sein Comeback. Mit Avinox M2S, massig Leistung und Federweg sind die Werte aber topmodern. Was ihr zu diesem E-Bike wissen müsst.

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Rund 30 Jahre nach seinem ersten Erscheinen feiert der Name Tycoon bei Steppenwolf ein Comeback. Der Hersteller positioniert das neue Modell als dediziertes Gravity-E-MTB – und grenzt es damit klar vom hauseigenen Allrounder Tundra ab. Entgegen dem Tundra bleiben Preise und Ausstattung beim Tycoon im Highend-Bereich

Das Original war in den 1990er-Jahren ein kultiges und etabliertes Fully-Mountainbike - natürlich ohne Motor und mit Alu-Rahmen. Mit dem neuen Tycoon knüpft Steppenwolf zwar symbolisch an dieses Erbe an, verfolgt technisch aber einen ganz anderen Ansatz: vollständige Carbonfertigung, moderner Mittelmotor und eine Geometrie, die auf Stabilität und Kontrolle in steilem, anspruchsvollem Gelände ausgerichtet ist.

Voll auf Enduro

Mit 170 mm Federweg an Front und Heck, in Kombination mit überrollstarkem Full-29er-Setup, will es das Bike mit schnellen und harten Abfahrten aufnehmen. Damit erweitert Steppenwolf seine E-MTB-Palette nach oben. Das günstige Steppenwolf Tundra (hier im Test) zeigte sich in unseren Tests eher als betont spaßiges Trail-Bike. Ein potenteres Enduro hat darüber durchaus Platz.

Power-House von Avinox

Als Antrieb kommt der Avinox M2S (hier im Test) zum Einsatz, also der stärkste E-MTB-Motor am Markt. Er liefert bis zu 1300 Watt Spitzenleistung und 150 Nm im Boost-Modus. Trotzdem bleibt er kompakt und leicht. Die Energie kommt aus einem fest integrierten 800-Wh-Akku. Steppenwolf setzt dabei auf eine Kombination aus ausreichend Reichweite für mehrere Abfahrten hintereinander und einem Fahrverhalten, das den Charakter eines modernen Gravity-Bikes nicht verwässert.

​Erstmals öffentlich gezeigt wurde das neue Tycoon schon auf der Eurobike 2025. In den folgenden zwölf Monaten wurde das Bike kontinuierlich weiterentwickelt, bevor es zur Serienreife gelangte. Sichtbarste Änderungen gegenüber dem Messeprototyp sind ein deutlich verstärkter Steuerrohrbereich sowie eine neu gestaltete Dämpferaufnahme – beides Maßnahmen, die laut Hersteller die Steifigkeit des Rahmens und die Laufruhe bei hohem Tempo verbessern sollen.

Die Fakten zum Steppenwolf Tycoon

  • Rahmen: Vollcarbon
  • Federweg: 170 mm vorne und hinten
  • ​Laufradgröße: 29 Zoll
  • Motor: Avinox M2S
  • Akku: 800 Wh, fest integriert
  • Max. Systemgewicht: 150 kg
  • Preise: Zwei Modelle für 8000 bzw. 10 000 Euro
  • Drei Größen: M, L, XL

Der Tycoon wird in zwei Ausstattungsvarianten angeboten. Das Topmodell Tycoon 11 fährt mit einer FOX-38-Factory-Gabel (Grip X2), einem FOX Float X2 Factory Dämpfer, SRAM X0 Eagle AXS Schaltung, SRAM Maven Ultimate Bremsen sowie Laufrädern von DT Swiss in Carbon. Dafür werden 10 000 Euro fällig. Das Tycoon 10 für 8000 Euro setzt auf eine RockShox ZEB Ultimate vorne, RockShox Vivid Ultimate hinten, SRAM GX Eagle AXS, SRAM Maven Silver und DT-Swiss-Laufräder in Aluminium. Eine wirklich günstige Variante gibt es also vorerst nicht. Dafür kommen beide Modelle voll Enduro-ready,

Beide Versionen sollen ab Anfang 2027 ausschließlich über den autorisierten Fachhandel erhältlich sein.

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Florentin Vesenbeckh has been on a mountain bike since he was ten years old. Even on his very first tour, he focussed on single trails - and even after more than 30 years in the saddle of an MTB, these are still the quintessence of biking for him. He spent his youth competing in various bike disciplines and later his cycling career was characterised by years as a riding technique coach. Professionally, the experienced test editor now focusses on e-mountainbikes. In recent years, the qualified sports scientist and trained journalist has tested over 300 bikes and more than 40 different motor systems in the laboratory and in practice.

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