Jedes E-Bike sollte einen digitalen Diebstahlschutz haben! Das Handling der App entscheidet im Alltag über den wahren Nutzen und den Bedienkomfort. Gut, dass die Hersteller in diesen Randaspekt immer mehr investieren.
E-Bikes machen das Fahrradfahren komfortabler und für noch mehr Menschen attraktiv. Was bisher etwas unter dem Radar läuft: E-Bikes bieten auch viele neue Möglichkeiten für smarten Diebstahlschutz. Zum Glück setzen immer mehr Hersteller ihren Fokus auf diesen Randaspekt, der in der Realität einen enormen Nutzen liefert.
Ein aktuelles Beispiel ist die kleine Marke Hepha. In die E-Bikes der Marke, wie dem Urban 8 oder auch der Zunkunftsvision Hepha Urban X, sind diverse Features zur Diebstahlprävention implementiert. Hepha nennt das ATS - Anti-Theft System. Im digitalen Zeitalter sind geht es hier um weit mehr als mechanische Wegfahrsperren doch auch dise ist direkt im Bike integriert.
Das Hepha ATS setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:
Die 2Lock-Wegfahrsperre ist direkt in die Nabe integriert. Das Schloss ist damit immer direkt an Bord und fällt optisch überhaupt nicht aus. Das 2Lock-System verriegelt die Nabe samt Achse. Die innenliegende Verriegelung soll das Schloss aufbruchsicher machen. Diese Wegfahrsperre ist die moderne Variante zum klassischen Rahmenschloss. Fluchtversuche werden damit unmöglich, doch natürlich wird das Wegtragen des Bikes damit nicht verhindert. Hier kommt die Alarmanlage ins Spiel.
Eine akustische Alarmanlage soll zusätzliche Abschreckung liefern. Eine natürliche menschliche Stimme warnt bei ungewollter Bewegung des Bikes und schreit im Notfall um Hilfe. Das sorgt für maximale Aufmerksamkeit und schreckt Diebe wirksam ab. Zumindest in einer belebten Umgebung. Im nächtlichen Kellerabteil oder an abgelegenen Orten kann aber auch dieser Schutz kaum helfen. Dort soll die digitale Sperre ins Spiel kommen.
Was wäre, wenn ein gestohlenes Bike nicht mehr richtig funktioniert? Genau das soll der sogenannte Watch-Mode von Hepha liefern. Dieser markiert das Bike im Diebstahlsfall dauerhaft als gestohlen und macht es damit für den Wiederverkauf extrem unattraktiv. Gleichzeitung blockiert der Modus alle Antriebskomponenten, also den Motor und den Akku. Das Bike soll damit für Diebe völlig unbrauchbar werden. Der Überwachungsmodus muss in der App aktiviert werden, wenn das Bike abgestellt wird.
Gemeinsam mit dem Versicherer Linexo hat Hepha ein Replacement-Paket geschnürt. Sollte das Bike trotz der obigen Maßnahmen geklaut werden, ersetzt dieses Paket das Rad komplett. Dieses Paket kostet einmalig 149 Euro und bietet Schutz für drei Jahre. Ein zusätzliches Schloss ist dafür nicht erforderlich, die integrierte Wegfahrsperre in der Nabe reicht für den Versicherungsschutz.
Die Idee ist natürlich nicht neu. Ähnliche Ansätze gibt es zum Beispiel auch bei Specialized (das Vado Evo im Check) oder Aventon (zum Check des Trava). Im urbanen Segment haben sich vor allem Marken wie Cowboy, Vanmoof und Ampler den Diebstahlschutz auf die Fahnen geschrieben. Auch Motorenhersteller haben Konzepte wie ein GPS-Tracking oder eine digitale Antriebsblockade direkt im Motorsystem integriert. Allen voran gilt das auch für die aktuellen Antriebe von Bosch und Avinox. Während die Funktionen bei Avinox direkt implementiert sind, benötigen Bosch-Fahrer das separate Connect Module und ein kostenpflichtiges Flow+ Abo.
Ist ein digitaler Diebstahlschutz am E-Bike ein Kaufargument oder nicht so relevant? Diskutiert mit in den Kommentaren!

Editor CvD