Alle Jethelm-Fans dürfen sich freuen, denn der Terraform kommt bei der Pro Variante als genau so eine Variante daher. Doch der Reihe nach.
Das Herzstück der beiden Helme ist der Crash-Chip - das kennt so mancher vielleicht von Specialized mit ihrem ANGI-System. Allerdings ist die Rudy Project Variante vereinfacht. Denn es handelt sich nicht um einen Sensor, der Stürze erkennt und Maßnahmen ergreift, sondern nur um einen Chip, auf den Ersthelfer per Smartphone auf Notfall-Kontakte, Adresse, Blutgruppe etc. zugreifen können.
Bei Rudy Project übernimmt die App die Arbeit und registriert Schläge und damit auch Stürze und leitet dann Maßnahmen ein. So funktionierts: Die App registriert eine harte Erschütterung - nun ist die App in Alarmbereitschaft. Der Smartphone-User bekommt eine Benachrichtigung und Aufforderung zu reagieren - reagiert der User nicht, geht die App davon aus, dass der User so heftig gestürzt ist, dass nun ein Notruf-Prozedere eingeleitet wird.
Beide Helme sind mit NTA 8776-Zertifizierung. Der Terraform (400 g, 180 Euro) kommt als Open-Face-Helm, die Pro-Version (500 g, 260 Euro) mit zusätzlichem Wangenschutz - auch als Jet-Helm bekannt. Beide integrieren das digitale Notfallsystem.
Beide Modelle erfüllen neben der europäischen CE EN 1078 und der nordamerikanischen CPSC-Norm auch die NTA 8776 – einen Standard, der Tests bei höheren Geschwindigkeiten voraussetzt.
Gegen rotierende Aufprallkräfte setzt Rudy Project auf den hauseigenen "RP Rotational Impact Test". Laut Hersteller soll das interne Testprotokoll das Risiko von Hirnverletzungen bei schrägen Stürzen reduzieren – Details zur konkreten Funktionsweise nennt Rudy Project nicht - doch, dass sie das bei unabhängigen Prüflaboren testen und zertifizieren lassen.
Die Belüftung läuft über großzügige Öffnungen und eine "Air Frame Band"-Struktur im Inneren, die laut Hersteller die Kontaktpunkte zwischen Helm und Kopf reduziert. Das RSR12-Anpassungssystem ermöglicht verschiedene Höhenverstellungen. Bugstops in den Belüftungsschlitzen sollen Insekten draußen halten.
Das Visier lässt sich neigen und ist mit Brillen und Goggles kompatibel – konkret mit der neuen Override-Goggle von Rudy Project. Bei einem Aufprall soll sich das Visier dank Sollbruchstelle selbst lösen, um Rotationskräfte zu reduzieren und Verhakungen im Unterholz zu vermeiden.
Beim Terraform stammen über 77 Prozent des Gesamtgewichts aus Recyclingmaterialien, in Größe L sogar 81 Prozent. Der Terraform Pro kommt auf über 65 Prozent. Verwendet werden recycelte Komponenten bei EPS, Polycarbonat, Nylon, Gurten, Polsterungen und Verpackung.
Der Terraform wiegt 400 Gramm (S/M) beziehungsweise 470 Gramm (L) und kostet 179,90 Euro. Der Terraform Pro bringt 500 Gramm (S/M) oder 575 Gramm (L) auf die Waage und schlägt mit 259,90 Euro zu Buche. Beide Modelle sind in je vier Farbkombinationen erhältlich. (Alle Gewichte sind Herstellerangaben)
Vertrieb läuft über den Rudy-Project-Onlineshop und ausgewählte Fachhändler.
Typ: Open-Face (Terraform) / mit Wangenschutz (Pro)
Gewicht Terraform: 400 g (S/M), 470 g (L)
Gewicht Terraform Pro: 500 g (S/M), 575 g (L)
Sicherheitsnormen: CE EN 1078, CPSC, NTA 8776
Rotationsschutz: RP Rotational Impact Test
Notfallsystem: Twiceme mit NFC-Chip
Belüftung: Air Frame Band-Struktur
Anpassung: RSR12 mit Höhenverstellung
Visier: Verstellbar, selbstlösend bei Aufprall
Insektenschutz: Bugstops
Recyclinganteil: Bis 81 % (Terraform), über 65 % (Pro)
Größen: S/M, L
Farben: 4 Kombinationen pro Modell
Preis Terraform: 179,90 €
Preis Terraform Pro: 259,90 €
Rudy Project setzt bei der neuen Override auf ein ungewöhnliches Konstruktionsprinzip: Die Brille besteht aus zwei komplett trennbaren Rahmenteilen. Der Unterrahmen trägt das Gesichtspolster, der Oberrahmen fixiert Scheibe und Kopfband. Beide Komponenten lassen sich einzeln austauschen – praktisch bei Defekten oder Verschleiß.
Scheibenwechsel per Druckknopf: Das Quick-Change-System arbeitet mit vier Druckknöpfen. Die zylindrischen Scheiben (Base 5.2) lassen sich ohne Werkzeug tauschen. Rudy Project bietet klare und verspiegelte Varianten an. Wer eine Sehstärke benötigt, kann RX-Optikeinsätze des Herstellers einsetzen.
Gegen Beschlagen nutzt die Override eine Anti-Fog-Innenbeschichtung. Dazu kommt ein 360°-Belüftungssystem, bei dem seitliche Schaumstoffelemente Feuchtigkeit abtransportieren sollen. Die Brille ist mit handelsüblichen Tear-Offs kompatibel. Das Frontprofil der Brille ist auf die hauseigenen Helme Terraform und Terraform Pro abgestimmt.
Die Override ist ab sofort in acht Farbkombinationen erhältlich: vier mit klarer Scheibe (99,90 Euro), vier mit verspiegelter Scheibe (114,90 Euro). Vertrieb läuft über den Rudy-Project-Onlineshop und ausgewählte Fachhändler.
Gewicht: 123 g
Scheibe: zylindrisch, Base 5.2, Anti-Fog-Beschichtung
Rahmensystem: zerlegbarer Doppelrahmenc
Scheibenwechsel: Quick-Change, 4 Druckknöpfe
Belüftung: 360°-System
Band: 45 mm, verstellbar, Silikon-Grip
Polster: dreilagiger Face Foam
Extras: RX-Optikeinsätze möglich, Tear-Off-kompatibel
Farbvarianten: 8
Preis: ab 99,90 € (klar) / 114,90 € (verspiegelt)

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