Die Procraft Thruster Essential ist die klassische Einsteiger-Pumpe, wie man sie – mit leichten Abweichungen bei der Ausstattung – im Sortiment zahlreicher Zubehör-Anbieter findet. Sie baut recht kompakt und besteht zum Großteil aus wenig hochwertigem Kunststoff. Für knapp 25 Euro darf man hier nicht allzu viel erwarten. Schmaler Standfuß, kantiger Griff und ein leicht erhöhtes aber doch sehr kleines Manometer, dessen Skala wenig detailliert den aktuellen Druck abbildet.
Der Pumpenkopf der Thruster ist nahezu baugleich mit dem der Merida Standpumpe und passt sich automatisch an Presta- oder Autoventile an, verzichtet allerdings auf das praktische Ablassventil.
| Procraft Thruster Essential | |
| Gewicht | 1,01 kg |
| Größe (min./max.) | 60,5 / 103 cm |
| Schlauchlänge | 78 cm |
| Maximaler Druck | 11 Bar |
| Manometergröße | 4,7 cm |
| Hübe von 0,5 bis 2,5 bar | 42 |
| Abweichung bei 2,5 Bar | −0,10 Bar |
| Ventilarten | Presta, Schrader, Dunlop |
| Ausstattung | Kombi‑Ventilkopf für Presta‑ und Schrader‑Ventile |
| Preis | 24,95 Euro |
Die Procraft-Standpumpe verkörpert den klassischen Vertreter der günstigen Zubehörpumpen, wie sie viele Marken als OEM-Produkt im Sortiment haben. Im Test zeigt sich jedoch schnell: Der niedrige Preis geht mit klaren Abstrichen bei Verarbeitung, Ergonomie und Präzision einher.
Die Pumpe wirkt insgesamt einfach und wenig hochwertig. Die verwendeten Kunststoffe sind günstig, die Übergänge kantig, und viele Bauteile fühlen sich wackelig an. Besonders auffällig ist die sehr kleine Bauhöhe, deutlich niedriger als alle anderen Pumpen im Test, der kleine Standfuß, der kaum Stabilität bietet und der kantige Griff, der beim Pumpen unangenehm in der Hand liegt. Der kurze Schlauch schränkt die Bewegungsfreiheit zusätzlich ein.
Die Procraft liefert nur ein kleines Pumpenvolumen, weshalb man sehr viele Hübe benötigt, um einen Reifen auf Druck zu bringen. Gleichzeitig ist der Kraftaufwand hoch, was das Pumpen schnell ermüdend macht.
Durch die geringe Bauhöhe und den kleinen Standfuß ist die Pumpe recht wackelig. Besonders bei höheren Drücken kippt sie leicht nach vorne oder zur Seite – ein klarer Nachteil im Alltag.
Das Manometer ist das kleinste im gesamten Testfeld und zudem schlecht gestaltet: Besonders auffällig sind die winzige Skala und die ungewöhnlichen Zwischenwerte (z. B. 0,27 statt 0,2 bar). Somit ist das Manometer kaum ablesbar außer bei vollen Bar-Schritten und misst etwas zu wenig Druck. Für sportliche oder präzise Anwendungen ist das Manometer damit wenig brauchbar.
Der Ventilkopf klemmt Presta und Schrader gleichzeitig, was grundsätzlich praktisch ist. Allerdings ist er kantig und liegt schlecht in der Hand, zudem kann beim Aufsetzen leicht Luft entweichen, wenn man nicht sehr sauber arbeitet.
| Kategorie | Note |
| Handhabung (40%) | 3,2 |
| Ventilkopf (30%) | 2,6 |
| Manometer (30%) | 3,5 |
| BIKE-NOTE | 3,1 |
Die Procraft-Standpumpe ist ein typisches Einsteigermodell: günstig, funktional, aber mit deutlichen Schwächen. Hoher Kraftaufwand, wackeliger Stand, ein wenig brauchbares Manometer und eine insgesamt einfache Verarbeitung verhindern eine Empfehlung. Für Notfälle oder seltene Einsätze okay – für regelmäßiges Pumpen gibt es deutlich bessere Alternativen.

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