Sebastian Brust
· 05.07.2026
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Hunde wie begleiten ihre Besitzer gerne und am liebsten überall hin - auch auf Trails. Was nach Spaß aussieht, erfordert monatelanges Training und Verantwortung. Hundehalter sollten ihre Vierbeiner vom Welpenalter an das Fahrrad gewöhnen, sie aber erst mit einem Jahr richtig mitlaufen lassen. Die ersten sechs Monate empfiehlt sich, das Bike nur nebenbei beim Gassi gehen zu schieben. Später kann im Schritttempo geradelt werden, immer nur wenige Minuten am Stück.
Hunde dürfen erst ausgewachsen auf Trails mitlaufen. Die meisten Rassen schließen ihr Wachstum mit einem Jahr ab. Vorher können Gelenke, Sehnen und Bänder durch die Belastung Schaden nehmen. Der Start sollte mit kurzen Hometrails erfolgen, die Distanzen werden schrittweise gesteigert. Wie beim Menschen muss auch ein Tier Ausdauer und Kraft langsam aufbauen. Überforderung am Anfang führt zu dauerhaften Problemen.
Gewicht und Rasse spielen eine entscheidende Rolle. Hunde bis etwa 25 Kilogramm eignen sich besonders gut. Bei Hunden über 35 Kilogramm ist vom Biken abzuraten – die Belastung der Gelenke wäre dauerhaft zu hoch. Dann schon eher kleine quirlige Jack Russel Terrier, die können locker auf dem Trail mithalten. Hütehunde wie Australian Shepherds oder Border Collies sind besonders treue Traildogs. Sie wurden über Generationen als Arbeitstiere gezüchtet und sind lange Wegstrecken gewohnt.
Und auch wenn es immer wieder heißt: Hütehunde jagen nicht - sie tun es doch! Es heißt, das Hüten einer Herde sei auch nur eine Art des Jagens, gemeinsam mit dem Menschen und ohne Totbiss. Begegnungen mit flüchtendem Wild stellen auch für Hütehunde extrem große Reize dar, die sie verleiten können, Spuren zu suchen, zu verfolgen und Wild zu hetzen. Das Training als Traildog allerdings ist ein ideales Mittel, um die Aufmerksamkeit des Hundes weg vom Wald hin zum Menschen zu lenken. Die Belohnung: Eine treue Trailbegleitung, die auch immer Zeit hat.
Die Streckenlänge lässt sich nicht pauschal festlegen. Neben Kilometern und Höhenmetern spielt das Wetter eine große Rolle. Bei Hitze machen Hunde früh schlapp. Auf Touren ist darauf zu achten, dass der Hund genug Pausen macht und viel trinkt. Erfahrene Hundehalter berichten von maximalen Strecken bis 40 Kilometer – eine Distanz, die sich nicht täglich wiederholen lässt. Im Winter ermüden Hunde durch tiefen Schnee deutlich schneller. Streusalz setzt den Pfoten zu.
Hunde mögen keine Hitze. Am wohlsten fühlen sie sich bei Temperaturen unter 20 Grad. Bei hohen Temperaturen sollte auf Sport mit dem Hund unbedingt verzichtet werden. Hunde regulieren ihre Körpertemperatur hauptsächlich über Hecheln und können sich nicht wie Menschen durch Schwitzen abkühlen. Die Belastung beim Mountainbiken führt schnell zu Überhitzung.
Wichtig zu wissen: Die normale Körpertemperatur eines Hundes liegt bei etwa 38,5 bis 39 Grad. Bei 40 Grad wird es bereits gefährlich, bei 41 kritisch und bei 42 besteht Lebensgefahr. Das ist ein sehr schmales Fenster, das schneller durchschritten wird, als man glaubt. Ausreichend Wasser muss also immer dabei sein, regelmäßige Wasserquellen sollten eingeplant werden. Wer seinen Hund im Blick behält und häufig Pausen zum Abkühlen einlegt, vermeidet gesundheitliche Probleme.
Gut trainierte Hunde laufen auf Trails meist frei ohne Leine. In der Stadt sollten sie an die Leine genommen werden, diese aber nur leicht in der rechten Hand gehalten werden. Im Ernstfall kann sie losgelassen werden, sodass der Fahrer nicht umgerissen wird. Spezielle Leinenhalter fürs Bike werden von Experten abgelehnt.
Auf Trails konzentrieren sich gut trainierte Hunde vollständig auf ihre Aufgabe – alles eine Sache des Trainings. Wichtige Kommandos sind beispielsweise „links", „rechts" und „lauf stopp" für Situationen, in denen der Hund in Schwung geraten ist.
Manche Hunde bellen laut und scheinen ins Vorderrad beißen zu wollen, wenn es losgeht. Das ist Vorfreude – es kann nicht schnell genug losgehen. Dieses Verhalten zeigen viele Hunde zu Beginn. Bei Schlittenhunden ist das Bellen beim Anleinen normal. Wichtig ist,: Es geht erst los, wenn der Hund sich beruhigt hat. Sonst verschlimmert sich dieses eher unerwünschte Verhalten.
Experten empfehlen, immer alleine mit dem Hund zu fahren. Wenn mehrere Biker dabei sind, endet es meist im Chaos. Der Hund ist dann überfordert. Wichtig: Ein Traildog muss gut hören und auch ohne Leine folgen können. Nach einer Eingewöhnungsphase schaffen ausgewachsene Hunde das Streckenpensum eines durchschnittlich fitten Menschen – selbst auf dem Rad. Die Geschwindigkeit sollte dabei aber moderat ausfallen. Wer regelmäßig Pausen einlegt, hat mit dem Vierbeiner einen treuen und fitten Sportsfreund.
Mountainbiken mit Hund erfordert sorgfältige Vorbereitung und Verantwortung. Hunde dürfen erst ab einem Jahr mit auf Touren, wenn das Wachstum abgeschlossen ist. Am besten fährt man alleine mit Hund Fahrrad. Langsames Heranführen an die Belastung ist entscheidend für die Gesundheit des Tieres.
Hütehunde wie Australian Shepherds oder Border Collies eignen sich besonders gut, während Hunde über 35 Kilogramm nicht für den Sport geeignet sind. Maximale Distanzen liegen bei 40 Kilometern, wobei Wetter und Temperatur entscheidende Faktoren bleiben. Besondere Vorsicht gilt bei Hitze – dann sollte auf Sport mit dem Hund verzichtet werden.
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