Die letzte Hitzewelle hat gezeigt: Bei 35 Grad im Schatten macht das Tragen von Protektoren und Integralhelm keinen Spaß mehr. Da wird auch die Luft in der Seilbahn mehr als stickig. Wenn der Bikepark einen Bikewash hat, holt man sich da kurz eine Abkühlung, aber viel, viel cooler wäre natürlich ein See, in den man zwischendrin reinspringen oder an dem man vielleicht sogar seinen Camper abstellen kann. Wir haben die Karten gescannt und 6 wirklich schöne Bikepark-mit-Badesee-Kombis gefunden. Da könnte euer nächster Sommerurlaub-Spot dabei sein - aber Achtung: Je höher der See liegt, desto frischer das Badewasser!
Es ist wahrscheinlich die schönste Bikepark-Badesee-Kombi der Alpen. Von der 2125 Meter hohen Cima Paganella erblickt man am Horizont den Gardasee, doch der kleinere, noch hübschere Molvenosee wartet türkisfarben direkt am Trailende. Dazwischen liegt ein Bikepark-Netz von inzwischen über 100 Kilometern, für das man mindestens eine Woche braucht, um alle Trails und alle Liftanlagen einmal gefahren zu sein. Zum Großteil sind die Lines gebaut, aber man kann über Schotterweg-Verbindungen auch in naturbelassene Trails abbiegen, um am Ende sanft in den Uferwiesen des Sees zur Landung anzusetzen. Nach solch einem erfüllten Bike- und Badetag geht’s abends in die engen Gassen von Molveno, wo das Pizza-Aperol-Gelato-Programm starten kann.
Direkt am Seeufer liegt Kärntens neuer Bikepark nicht, aber die 2,5 Kilometer bis zum Badestrand bei Millstatt lassen sich bequem hinunterrollen. Andersrum könnte man auch in den Bus steigen, um von der Unterkunft am See in den Bikepark zu gelangen, aber etwas warmfahren vor der Trail-Action hat noch niemandem geschadet. Die Bike Area wurde 2025 eröffnet und ist das neueste Projekt des österreichischen Fahrtechnik-Gurus Stefan Müller: 12 gebaute Lines, Jumpline und Dirtpark samt Airbag-Landung. Gerade Jugendliche machen hier ihre ersten Airtime-Erfahrungen
Jubiläum! Vom 2.-5. Juli feiern die zwei miteinander verbundenen Trail Areas zwischen den großen Kärntner Seen bereits ihr 10 jähriges Bestehen. Das mehrtägige Fest findet in Faak statt, mit gemeinsamen Ausritten, Familien-Programm, Musik und viel gutem Essen und Trinken. Zum Trail-Netz selbst: Insgesamt warten in der Region 45 Trails, zum Teil in sportlich, alpinem Terrain (Faaker See), zum Teil aber auch entspannt mit Fokus auf Panorama (Ossiacher See). Dazu gibt’s 3 Pumptracks und einen speziellen Kids Bikepark auf der Gerlitzen Alpe - wo auch der PROlitzen-Trail wartet mit Seilbahn und Seeblick. Tagesticket für die Trail Areas: 9,50 Euro
Idyllisch, hübsch und gechillt - so könnte man die Camping-Wiesen am Lipno-Stausee beschreiben. Der Platz liegt im Landschaftsschutzgebiet Böhmerwald, kurz hinter der österreichischen Grenze. Von hier aus rollte es sich bequem zum Einstieg in den Bikepark Lipno, wo drei gebaute Strecken mit insgesamt acht Kilometern warten. Eine 1,8 km lange Strecke ist blau markiert, auf der 1,2 Kilometer langen roten Abfahrt gibt es schon Elemente zum Tüfteln (Wellen, Jumps, Rockgarden) und auf dem familienfreundlichen “Floutrejl Lipno” übernehmen die Anlieger den Rhythmus. Die 180 teils steilen Höhenmeter bergauf kann man selbst kurbeln oder in den Sessellift steigen.
Der XXL-Spielplatz für Bikepark-Fans. Nicht umsonst nennt sich der Bikepark Lenzerheide “Bike Kingdom”, denn seit er sich mit dem Bikepark Chur und Arosa zu einem Riesen-Areal zusammengetan hat, misst sein Trailnetz 125 km. Nimmt man alle ausgeschilderten MTB-Routen dazu, sind es sogar knapp 900 Kilometer. Damit kann man in Lenzerheide den größten Bikepark der Schweiz mit Worldcup-Abfahrt erleben. Höchster Einstiegspunkt: 2837 m. Hier oben startet der “The Darkside of the Moon”, einer der hochalpinen, epischen Enduro-Trails mit grandiosen Panoramen und Abfahrten, die lang über Felsgrate dahinbalancieren, bevor sie doch ins Tal kippen und erst nach bis zu 3 Kilometern enden. Unterwegs passiert man übrigens den Älplisee (2156 m) - allerdings mit einstelligen Wassertemperaturen. Deutlich angenehmer lässt es sich dagegen im Tal im Heidsee plantschen. Der erreicht im Hochsommer immerhin 20 Grad. Das Tagesticket ist nicht ganz günstig: ca. 57 Euro, aber dafür kann man 12 Seilbahnen nutzen und auf einem günstigen, schönen Campingplatz nah am See übernachten.
Okay, Nauders selbst liegt 7,5 Kilometer vom Reschensee entfernt, jenseits der südtiroler Grenze. Aber seine legendären 3-Länderendurotrails winden sich über den Reschenpass hinaus bis ans Seeufer. Dank der Hand in Hand mitspielenden Seilbahnen wird so eine große, alpine Runde auf teils gebauten, aber mehrheitlich naturbelassenen Trails möglich. Insgesamt misst das Trail-Netz inzwischen 31 Abfahrten mit insgesamt 64 Kilometern! Da sind auch einige Flowtrails für Familien dabei. Für die Tageskarte, die in sechs Aufstiegsanlagen gültig ist, sind derzeit 50,50 Euro fällig.

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