Mit dem Sythe zieht Whyte die Formel des preis-leistungsstarken Trailbikes Syphon konsequent ins Enduro-Segment weiter: mehr Federweg, zwei klar getrennte Preis- und Ausstattungsstufen, gleiche Grundphilosophie: möglichst viel Bike für wenig Geld, um es preisbewussten Bikern und Anfängern den Einstieg zu erleichtern. Besonders die RS-Version mit Rockshox-Ultimate-Fahrwerk liest sich auf dem Papier wie ein brandheißer Preis-Leistungs-Tipp.
Das Sythe teilt sich mit dem Trailbike Syphon den 6061-Aluminiumrahmen, die Quad-Link-Kinematik und die größenspezifische Geometrie. Der Unterschied liegt im Federweg: 170 Millimeter vorne, 160 hinten machen aus dem Sythe ein waschechtes Enduro-Bike – und den offiziellen Nachfolger des T-160. Wie beim Syphon ermöglicht ein Flip-Chip beziehungsweise eine exzentrische Dämpferbuchse zwei Geometrie-Einstellungen: Low für maximale Stabilität auf steilen, schnellen Abfahrten, High für knackigeres Handling, mehr Bodenfreiheit und effizientere Anstiege.
| Modell | Preis | Rahmen | Federweg v/h | Fahrwerk | Antrieb/Bremsen | Größen |
| Sythe S | 2.599 € | 6061-Aluminium | 170/160 mm | Marzocchi Bomber Z1 / Bomber Air | Shimano Deore 1x12, TRP EVO Comp | S, M, L, XL |
| Sythe RS | 4.099 € | 6061-Aluminium | 170/160 mm | RockShox Lyrik Ultimate RC2 / Super Deluxe Ultimate RC2 | SRAM Eagle 1x12, TRP EVO Expert | S, M, L, XL |
Anders als das Syphon kommt das Sythe serienmäßig mit Mullet-Laufrädern – 29 Zoll vorne, 27,5 Zoll hinten. Wer lieber einheitlich auf 29 Zoll setzt, tauscht die Dämpferanlenkung, montiert das größere Hinterrad und fertig. Die volle High/Low-Verstellung bleibt dabei erhalten. Die 29er-Umrüstung ist allerdings nur für die Größen M, L und XL vorgesehen. Wie beim Syphon sind Reach, Kettenstrebenlänge, Sitzwinkel und Lage des Schwerpunkts auf jede Rahmengröße speziell abgestimmt – Whyte nennt das Total Geometry, in der Praxis soll es für konstantes Handling über die komplette Größentabelle sorgen. Erhältlich ist der Sythe in den Größen S, M, L und XL.
Whyte trennt den Sythe konsequent in zwei Preis- und Ausstattungswelten. Die Einstiegsversion S kombiniert eine Marzocchi Bomber Z1 vorne mit einem Bomber-Air-Piggyback-Dämpfer hinten – bewährtes Fahrwerk zum fairen Kurs. Die RS-Version legt spürbar nach: RockShox Lyrik Ultimate RC2 vorne, Super Deluxe Ultimate RC2 hinten, dazu ein SRAM-Eagle-1x12-Antrieb und TRP-EVO-Expert-Bremsen. Für ein Enduro-Bike mit RockShox-High-End-Fahrwerk ist der Aufpreis von 1.500 Euro zur S-Version vergleichsweise moderat.
Die Detaillösungen folgen der gleichen Linie wie beim Syphon, mit einer Ergänzung: witterungsgedichtete Kabel- und Leitungsdurchführungen sowie eine wetterfeste Sattelklemmschelle, 2,5-Zoll-Reifenfreiheit, Unterrohr- und Kettenstrebenschutz sowie phosphatbeschichtete, mit Meeresfett bepackte Lager. Neu gegenüber dem Syphon: ein integriertes Schutzblech am Heck, das Matsch und Spritzwasser abfangen soll. Dazu eine ISCG-Aufnahme für eine optionale Kettenführung oder einen Bashguard. Auf Rahmen und Lager gibt Whyte lebenslange Garantie – kostenlose Registrierung innerhalb von 28 Tagen nach Kauf vorausgesetzt.
Zwei Ausstattungsstufen, ein Rahmen, spürbar unterschiedliche Preisklassen – der Sythe deckt mit S und RS eine breite Zielgruppe ab und macht damit den Einstieg ins Gravity-Segment erstaunlich erschwinglich. Das 4.099 Euro teure Top-Modell mit RockShox brandneuen Fahrwerkskomponenten aus der Ultimate-Baureihe, gepaart mit der lebenslangen Garantie, klingt besonders spannend.

Editor