Wer eine neue Fahrradkette wachsen will, steht meist vor dem gleichen Problem: Das werkseitige Fett muss zunächst aufwendig entfernt werden. Hier setzt Rex mit dem neuen Transformer Block an. Das Additiv wird direkt dem hieißen Kettenwachs zugegeben und soll den klassischen Reinigungsschritt überflüssig machen. Möglich wird das durch einen chemischen Prozess, der das vorhandene Fett in eine feste Substanz umwandelt, die die Haftung des Wachses nicht beeinträchtigt.
Der Ansatz ist einfach: Statt in mehreren Arbeitsschritten zu reinigen, entfetten und anschließend zu wachsen, kombiniert Rex diese Prozesse. Beim Schmelzen verteilt sich der Zusatz im Wachsbad und dringt in die Kette ein. Dabei werden Rückstände gebunden, während gleichzeitig eine Wachsschicht aufgebaut wird. Das Ergebnis soll eine saubere, direkt einsatzbereite Kette sein – ohne zusätzliche Lösungsmittelbäder.
Die Formulierung wurde zusammen mit der Universität Helsinki entwickelt und soll laut Hersteller eine bessere Haltbarkeit erzielen, als eine zuvor penibel entfettete Kette, die anschließend heißgewachst wurde.
Der Transformer Block richtet sich vor allem an Fahrer, die regelmäßig auf gewachste Antriebe setzen. Ein sauber gewachster Antrieb gilt als leiser, reibungsärmer und langlebiger als klassische Öl-Schmierungen. Der neue Ansatz soll den Zugang zu dieser Technik erleichtern – insbesondere für Rennfahrer oder ambitionierte MTB- und Gravel-Biker, bei denen Effizienz und Wartungsaufwand eine Rolle spielen.
Wichtig: Das Produkt ist laut Hersteller ausschließlich für neue Ketten gedacht. Bereits gefahrene oder verschmutzte Ketten müssen weiterhin klassisch gereinigt werden, bevor sie gewachst werden können. Damit bleibt der Transformer Block ein Spezialwerkzeug für den Erstaufbau oder den Wechsel auf ein Wachssystem, ist jedoch nicht für die regelmäßige Reinigung im Betrieb geeignet.
Der Rex Transformer Block ist kein klassisches Pflegeprodukt, sondern ein klar umrissenes Spezialtool. Der Ansatz, Reinigung und Wachsen zu kombinieren, wirkt praxisnah und könnte vor allem Schraubern Zeit sparen.
Ob sich das Konzept durchsetzt, hängt stark davon ab, wie gut der chemische Prozess in der Praxis funktioniert. Für Fahrer, die ohnehin auf Wachssysteme setzen, bietet das Produkt aber einen interessanten Ansatz, einen der aufwendigsten Schritte im Setup zu vereinfachen.
Kettenöl oder Kettenwachs? Was nutzt ihr an euren Bikes? Schreibt uns gerne eure Meinung.

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