As an SUV, the Victoria Avyon 11 isn’t exactly an off-road beast, but it cuts a fine figure as a trekking bike with a wide range of uses. The belt drive, Bosch system and the ‘made in Germany’ 3x3 gearbox justify the high price. Unfortunately, it’s a bit heavy.
| Suspension travel | 100 mm |
| Wheel size | 27,5"+/584mm |
| Weight | 30.34 kg |
| Motor | Bosch Performance Line CX |
| Battery | Bosch Power Tube 800 |
| Fork | Rock Shox Recon RL |
| Drivetrain | 3x3 Nine |
| Front brake | Magura MT 5 |
SUV E-Bikes sind Trend. Mit breiten Geländereifen machen sie auf leichten Schottertouren eine gute Figur, können aber auch im Alltag überzeugen. Genau so ein Bike ist auch das neue Victoria Avyon 11, setzt dabei aber mit einem besonders dauerhaltbaren Antrieb mit Riemen und 3x3 Getriebenabe eigene Akzente.
Ganz neu ist das Konzept des Victoria Avyon nicht. Das Schwestermodell mit Riemen und Enviolo Nabe hatten wir hier schonmal im Test. Für 2026 wurde das Avyon aber nochmals überarbeitet und kommt nun mit dem aktuellen Bosch CX Motor mit bis zu 120 Newtonmetern und 800 Wattstunden im Unterrohr. Vor dem Lenker thront das große Kiox 500 Display und ein IQ-XS Scheinwerfer von Busch und Müller mit Fernlicht.
Die größte Neuerung ist die 3x3 Nine Getriebenabe im Heck. Sie ist per eShift ans Bosch-System gekoppelt und bietet Neun Gänge mit einer Bandbreite von 550 Prozent. Massig Spielraum also, um mit dem Victoria aus starke Steigungen mit Gepäck gut zu bewältigen. Der starke Motor tut im Zweifel ohnehin sein übrigens und nimmt steilem Gefälle den Schrecken.
Allerdings: Unter Volllast schalten will die 3x3 Nabe nicht so gerne. Der Motor nimmt deswegen bei Schaltvorgängen spürbar Last aus dem Antrieb. Das macht sich besonders an Steigungen bemerkbar. Trotzdem kracht es manchmal etwas im Getriebe. Technisch unbedenklich, aber wer hier sensibel ist, könnte sich dran stören. Anders als mit anderen Getriebe-Naben in Boschs E-Shift System gibt es mit der 3x3 keine Automatik-Funktion. Im Stand schaltet die Nabe aber selbstständig in einen passenden Anfahrtsgang.
Bei der Geometrie bleibt das Victoria nach wie vor moderat: Ein steiler Lenkwinkel und kleine Laufräder in 27,5 Zoll zahlen auf ein agiles Fahrverhalten ein. Der klassisch lange Winkel-Vorbau macht das Lenken aber etwas indirekt. Die Ergo-Griffe sind trotz Premium-Preis eher einfach gehalten. Hier würde sich noch ein Upgrade lohnen. Der weiche Sattel und die Federstütze machen das Fahren dagegen sehr komfortabel.
Im Alltag kann das Rad als kompetenter Partner besonders überzeugen. Der stabile Gepäckträger mit MIK System trägt 27 Kilogramm. Dank Rahmenschloss kann man das Rad bei kleinen Stopps schnell grundlegend sichern. Für noch mehr Zuladung gibt’s optional einen Frontträger für vorne. Leider kollidiert der leicht mit den Bremsleitungen und sorgte in unserem Fall für etwas nerviges Klappern.
Das maximal zulässige Gesamtgewicht liegt bei 140 Kilogramm. Ein guter Wert. Trotzdem könnten sich große und schwere Fahrer, die das Rad dann auch noch umfassend beladen wollen etwas mehr wünschen. Der Rahmen selbst wirkt sehr stabil und könnte hier vielleicht auch mehr.

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