Rose Bruce 2 pump track testTest-winning dirt bike in a new guise

Jan Timmermann

 · 29.04.2026

Alles neu: Rahmen und Ausstattung des Rose Bruce bekamen eine Generalüberholung. Ob es immer noch zum Testsieg reicht?
Photo: Max Fuchs

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Beim letzten BIKE Pumptrack-Vergleichstest konnte das Rose Bruce einen prestigeträchtigen Sieg einfahren. In der Zwischenzeit hat der deutsche Direktversender sein Dirtbike rundum erneuert doch auch die Konkurrenz war nicht untätig. Ist das Rose Bruce 2 noch immer ein Spaßbringer für gutes Geld?

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Data and facts about the Rose Bruce 2

Suspension travel100 mm
Wheel size26"/559mm
Weight11.45 kg
ForkMarzocchi Bomber DJ
Drivetrainkeine

Mit besten Voraussetzungen rollt das Rose Bruce in unseren Testkeller. Einen BIKE-Testsieg im Gepäck und einen augenscheinlich attraktiven Wert auf dem Preisschild - könnte schlimmer sein! Der deutsche Direktversender gönnte dem Bruce im Zuge des Updates ein neues Dropout-System und einen neuen Look. Auch ein angepasstes Ausstattungspaket ist Teil des Deals. Wir orderten das Modell Rose Bruce 2 mit der hochwertigsten Ausstattung und jagten es durch unsere Labor- und Praxistests. Auf dem Pumptrack musste das Rose Dirtbike beweisen, ob es zu seinen Vorschusslorbeeren aufleben kann.

Rose Bruce 2 im Detail

  • Einsatzbereich: Dirt / Street / Skatepark / Pumptrack
  • Federweg: 100 mm
  • Laufradgröße: 26”
  • Rahmenmaterial: Aluminium
  • Besonderheiten: verschiebbare Ausfallenden
  • Gewicht: 11,45 kg (BIKE-Messung, ohne Pedale)
  • Preis: 1500 Euro >> hier erhältlich

​Downgrade bei der Ausstattung

Interessanterweise spezifiziert der Versender anders als am Vorjahresbike keine Rockshox Pike DJ Federgabel, mehr sondern ab 2026 eine Marzocchi Dirtjumper. Da diese eine Klasse unter dem Highend-Modell von Rockshox liegt, dürfte dieser Switch einer Sparmaßnahme geschuldet sein. Schade, aber wir müssen auch klarstellen, dass vermutlich 90 Prozent der Kunden den minimalen Gewichts- und Performance-Nachteil überhaupt nicht spüren werden. Nur wer extrem schnelle Lines im Pumptrack zieht und über die größten Jumps im Dirtpark jagt, könnte einen Unterschied in der Dämpfungsqualität bemerken. Im Direktvergleich mit anderen Versender-Dirtbikes sind auch die Rose-gelabelten Alexrims-Felgen kein Ausstattungs-Highlight.

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Der Maxxis Ikon Vorderreifen des Rose Bruce ist ein Alleinstellungsmerkmal innerhalb der Dirtbike-Peergroup. Auf einem Asphalt-Pumptrack bringt das weder Vor- noch Nachteile. Auf feuchtem oder weichem Untergrund aber gibt der zusätzliche Grip an der Front mehr Sicherheitsreserven. Die Laufräder verhalten sich in der Beschleunigung eher träge, was in den meisten Situationen aber vernachlässigbar ist. Nur wer über Pumptrack-Racing nachdenkt, wird vermutlich tunen wollen. Ein Pivotal-Sattel, ein Riser-Lenker und ein sehr schicker CNC-gefräster Vorbau werten die Dirtbike-Optik des Rose Bruce 2 auf. Auch am eleganten Alu-Rahmen gibt es optisch nichts zu beanstanden. Nur die dünnen, rutschigen Griffe konnten uns im Test nicht überzeugen.

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Jetzt knallt’s!

Die verschiebbaren Ausfallenden des Rose Bruce setzen auf massiv konstruierte Platten, welche via fetter Schrauben am Rahmen montiert werden. Das schafft auch im heftigen Street-Einsatz oder bei verpatzten Rotationen Vertrauen in die Stabilität. Außerdem lässt sich das Spannen der Kette unkompliziert handeln, da sich die Bremssattelaufnahme gleich mitverschiebt. Etwas Mehrgewicht nimmt man an dieser Stelle gerne in Kauf. Die Übersetzung des Singlespeed-Antriebs ist stramm, für einige Street-Fahrer eventuell zu stramm. Im Pumptrack-Einsatz ist das egal, für große Dirtlines eventuell sogar ein Vorteil.

Beim Thema Antrieb erlaubt sich unser Testbike leider einen kleinen aber feinen Patzer. Anders als die hochwertige Konkurrenz ist die Hinterradnabe des Rose Bruce nicht mit einem speziellen Singlespeed-Freilauf ausgestattet. Stattdessen sitzt auf dem konventionellen Freilauf ein Singlespeed-Adapter-Kit, das gleich zwei Nachteile mit sich bringt. Erstens besteht bei hartem Antritt und bei Dauernutzung die Gefahr, dass sich das schmale Stahlritzel ins weiche Aluminium des Freilaufkörpers frisst und Spiel entstehen könnte. Zweitens passen die schmalen Zähne nicht zur breiten Kette. Das daraus resultierende Verrutschen quittiert der Antriebsstrang im Antritt immer wieder mit einem Knall, der den Fahrfluss unterbricht.

Sicher und flink

Das besonders kurze Heck des Rose Bruce macht das Dirtbike zur Manual-Maschine. Quirlig lässt sich das Rad durch enge Kurven drücken und für Hinterrad-Manöver braucht es nur wenig Körpereinsatz. Verspielt und wendig: So mögen wir das! Das etwas hohe Gesamtgewicht ist in der Praxis kaum zu spüren. Gleichzeitig macht sich der vergleichsweise flache Lenkwinkel in bemerkbar. Im schnellen Geradeauslauf hält das Rose Dirtbike zuverlässig die Linie. Zusammen mit dem progressiven Vorderreifen lässt sich das Bike auch mal einen unsauberen Anfahrtshügel hinunter-pilotieren. Die Fusion aus Sicherheitsreserven und Agilität macht auch Einsteigern das Leben mit dem Rose Bruce 2 das Leben leicht.

Fazit

Das Rose Bruce* ist nach wie vor ein super Dirtbike. Das gefällige Handling und die Kombination aus kurzem Heck mit laufruhiger Front sind voll nach meinem Geschmack. Wendig und trotzdem mit einem Plus an Sicherheitsreserven macht das Bruce 2 auf dem Pumptrack eine gute Figur. Schade, dass die Preis-Leistung im Vergleich zum Vorgänger etwas abgesackt ist. - Jan Timmermann, BIKE-Redakteur

Pro

  • guter Kompromiss aus Laufruhe und Wendigkeit
  • in verschiedenen Situationen leicht zu beherrschen

Contra

  • Antriebs-Probleme am Singlespeed-Ritzel
  • Preis-Leistungsverhältnis unter Niveau von Vorgänger und direkter Konkurrenz

Jan Timmermann is a true mountain biker. His interests cover almost everything from marathon to trail bikes and from street to gravel. True to the motto "life is too short for boring bikes", the technical editor's heart lies above all in bikes with charisma. Jan also runs the fitness centre for our cycling brands.

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