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Fahrradträger für die Anhängerkupplung überzeugen nur selten durch geringes Gewicht und kompakte Abmessungen. Wir haben uns auf die Suche nach leichten Alternativen für den Fahrradtransport gemacht und sind unter anderem bei Atera fündig geworden. Mit dem Strada Sport 2 hat der deutsche Hersteller einen klassischen Kupplungsträger im Programm, der vor allem durch seine klare Ausrichtung auf geringes Gewicht und einfaches Handling punkten will. Der Träger ist für zwei Fahrräder konzipiert, lässt sich bei Bedarf aber mit einem Erweiterungssatz auf drei Bikes aufstocken.
Dass der Atera Strada Sport 2 bereits einige Jahre auf dem Buckel hat, merkt man dem Fahrradträger im Vergleich mit moderneren Modellen an. Er lässt sich weniger kompakt zusammenfalten als die anderen Modelle im Test, ist mit 14,9 Kilo aber noch angenehm leicht. Dennoch fehlt zum Beispiel ein Griff, mit dem man ihn bequem zur Kupplung transportieren kann.
Der Atera ist solide verarbeitet. Sämtliche Kunststoff- und Metallteile sind entgratet und bergen kaum Verletzungsgefahr. Der 13-polige Stecker ruht in einer praktischen Halterung. Die Abklappfunktion lässt sich bequem per Fußpedal auslösen, die Rückleuchten können bei Bedarf per Inbusschlüssel weiter nach außen versetzt werden.
Die Montage auf der Kupplung erfolgt über einen komfortabel bedienbaren Klemmhebel. Gut: eine grüne Markierung zeigt an, ob der Träger stabil und richtig auf der Kupplung sitzt. Allerdings ist das auf Aufsetzen auf die Kupplung etwas anstrengender und umständlicher als mit den Trägern von Übler oder Yakima, die über einen praktischen Griff verfügen und vertikal statt horizontal auf die Kupplung gesetzt werden.
Der Haltebügel ist leicht über zwei Klappgriffe feststellbar und baut relativ breit. Daraus ergeben sich ausreichend viele Montagepositionen für die Greifarme. Beim Anbringen der Fahrräder selbst braucht es etwas Geduld. Schon beim Aufsetzen des ersten Bikes muss der Greifarm für das zweite durch den Rahmen gefädelt werden. Die Greifer lassen sich zwar verschieben, aber nicht abnehmen und versetzen – heute eigentlich ein gängiges Feature. Positiv: Die Greifer sind umfangreich gummiert und besitzen eine Überrastfunktion, die sensible Carbonrahmen schützt.
Die Rastbänder sind zwar stabil, jedoch recht störrisch. Das Festzurren ist insgesamt eher fummelig, weil sämtliche Ratschen der Radschuhe nach innen weisen. Bei falscher Bedienung können sich die Rastbänder auch leicht wieder lösen. Die verschiebbaren Radschuhe sind zumindest für Rennräder und Gravelbikes praktisch, da die Laufräder und Reifen sehr stabil sitzen, für fette Mountainbike-Reifen sind sie dagegen weniger geeignet.
Das größte Manko des Strada Sport 2 ist der extrem geringe Schienenabstand von nur 18 Zentimetern. Von daher ist der Fahrradträger eigentlich nur für Rennräder und Gravelbikes zu empfehlen. Wer Mountainbikes oder E-Bikes transportieren möchte, sollte auf die E-Bike-Version des Atera Strada ausweichen, die einen deutlich größeren Schienenabstand und mehr Platz für breite Hinterbauten oder fette Federgabeln bietet.
| Note | |
| Montage (30%) | 2,3 |
| Handling (40%) | 3,3 |
| Ausstattung / Verarbeitung (10%) | 1,9 |
| Gewicht / Transport (20%) | 2,7 |
| BIKE-NOTE | 2,7 |
Der Strada Sport 2 ist ein solider Klassiker, der vor allem Einsteiger und Rennradfahrer anspricht. Verarbeitung, Stabilität und die einfache Grundkonstruktion überzeugen, auch die Erweiterbarkeit ist ein Plus. Im Detail wirkt das Konzept jedoch in die Jahre gekommen: umständliche Beladung, fummelige Riemen und vor allem der geringe Schienenabstand setzen klare Grenzen. Für moderne Mountainbikes oder E‑Bikes ist der Strada Sport 2 nur bedingt geeignet – hier greift man besser zu aktuelleren oder spezifisch ausgelegten Modellen wie dem Atera Strada E-Bike.

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