Test 2016: MTB Helme für den Einsatzbereich All Mountain Test 2016: MTB Helme für den Einsatzbereich All Mountain

BIKE-Test 2016: MTB-Helme im Vergleich

All-Mountain-Helme: 17 Modelle im BIKE-Test

Stefan Frey am 13.01.2017

Vom einfachen Plastik-Ei zur Hightech-Styropor-Schale – noch nie boten Bike-Helme mehr Schutz als heute. Die nächsten Zeilen sollte jeder Biker lesen. Im Test: 17 All-Mountain-Modelle.

Noch in den 60er-Jahren trugen Radfahrer lederne Sturzringe. Die schützten vor Stürzen etwa so effektiv wie Kräutertees gegen Schweinegrippe. Zudem trugen sie sich unangenehm und schwitzig, weil sie direkt am Kopf auflagen. Heute sind Fahrradhelme Hightech-Produkte – gut belüftet und mit hoher Schutzwirkung. Und dennoch: Laut Statistik tragen 47 Prozent aller Fahrradfahrer in Deutschland noch immer keinen Helm. Der Wert umfasst zwar alle Radler, doch auch auf dem Mountainbike schützt bei Weitem nicht jeder seinen Kopf mit einer Styropor-Schale. Den besten Beweis dafür liefert unsere Hausrunde auf den Münchner Isar-Trails. An einem "guten" Wochenende ertappt man hier gefühlt jeden dritten Biker ohne Kopfschutz. Argumente gegen einen Helm gibt es angeblich viele: zu schwer, zu warm, zu hässlich. Und überhaupt sei die Schutzwirkung von Helmen überschätzt. Doch stimmt das wirklich? Wir haben 17 Modelle der All-Mountain-Klasse unserem aufwändigen Test unterzogen.

Die Testergebnisse dieser MTB-Helme finden Sie unten:

• Alpina Carapax
• Bell Stoker MIPS-Equipped
• Bontrager Rally
• Cratoni Allset (BIKE-Tipp: Preis/Leistung)
• Giro Montaro MIPS
• IXS Trail RS 
• Kali Maya
• KED Trailon
• Lazer Revolution
• Limar 949DR
• Mavic Crossmax Pro
• MET Lupo
• O'Neal Orbiter
• Scott Vivo Plus
• SixSixOne Evo AM
• Specialized Ambush (BIKE-Tipp: Testsieger)
• Uvex Finale (BIKE-Tipp: Preis/Leistung)

Fotostrecke: Test 2016: MTB Helme für den Einsatzbereich All Mountain

All-Mountain-Helme werden für uns Mountainbiker immer interessanter. Ihre Helmschale reicht im Nacken weiter nach unten und kann somit bei Stürzen zusätzlichen Schutz bieten. Bisher hatte diese Helm-Kategorie allerdings häufig mir gravierenden Nachteilen zu kämpfen. Das zusätzliche Material drückte ordentlich auf die Waage, zudem waren die All-Mountain-Modelle teils spürbar schlechter belüftet. Bergauf staute sich die Hitze unangenhem unter dem Helm.

Kopfabdeckung

Die Schale des IXS-Helms reicht im Nacken extrem weit nach unten.

Kopfabdeckung

Im Vergleich dazu bedeckt ein klassischer Race-Helm deutlich weniger Kopffläche.

Die aktuellen Helme für den All-Mountain-Einsatz können vieles besser: sie sind mittlerweile häufig deutlich leichter konstruiert und knacken zum Teil sogar die 300-Gramm-Grenze. Größere Belüftungsöffnungen und Strömungskanäle im inneren der Helmschale verteilen den kühlenden Fahrtwind bis in die hinteren Bereiche des Helms. Unser Test mit der Wärmebildkamera beweist das. Der Lupo von Met beispielsweise kann es im Punkt Belüftung locker mit unserem Referenzmodell, dem Race-Helm Scott Vanish Evo, aufnehmen.

Scott Vanish Evo

Scott Vanish Evo Klassischer Race Helm: große Lüftungsöffnungen lassen den Fahrtwind über den ganzen Kopf strömen.

Met Lupo

Met Lupo Der Lupo ist an der Front (rechts) sehr gut belüftet (=viel rote Farbe) und kühlt sogar bis in den Nacken.

Fotostrecke: Alle Thermografie-Aufnahmen der Helme im Überblick

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Stefan Frey am 13.01.2017
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