Kamerawürfel im Einzeltest Kamerawürfel im Einzeltest Kamerawürfel im Einzeltest

Test GoPro Hero Session

Kamerawürfel im Einzeltest

  • Tobias Brehler
 • Publiziert vor 6 Jahren

GoPro brachte letztes Jahr mit der Session keinen Nachfolger der Hero4 auf den Markt, sondern eine komplett neue, abgespeckte Action-Kamera. Wir haben die neue GoPro-Cam ausführlich getestet.

GoPro machte mit seinen Action-Kameras das Filmen in den vergangenen Jahren massentauglich. Der neue Kamerawürfel der Amerikaner misst nicht mal vier Zentimeter an den Kanten. Das Gewicht der Kamera ohne Halterung beträgt nur 72 Gramm. Ursprünglich belief sich der Preis auf über 400 Euro, derzeit kostet sie bei GoPro 230 Euro. Ob eine derart kleine Kamera an die Erfolge der größeren Hero4 anküpfen kann, musste sie im Test beweisen.

Die GoPro Session verfügt über nur einen Knopf – nicht drei wie die anderen GoPros – und startet die Aufnahme beim Betätigen des Knopfes. Wird der Taster länger gedrückt, fotografiert die Kamera. Fotos macht die Session in acht Megapixel Auflösung, Videos maximal in 1920x1440 Pixeln. Wir filmten meistens in Full HD mit 48 Bildern pro Sekunde und SuperView. Diese Weitwinkel-Einstellung sorgt dafür, dass sehr viel im Bild und selbst mit mäßiger Kameraausrichtung alles drauf ist.

Ein klarer Nachteil der einfachen Ein-Knopf-Bedienung zeigt sich, wenn man beispielsweise von Full HD auf HD umschalten will, um mit 100 Bildern pro Sekunde Zeitlupen zu drehen. Dann muss entweder das Handy oder die Fernbedienung (80 Euro) mit der Kamera verbunden werden. Diese Verbindung lässt sich zwar schnell und problemlos herstellen, nervt aber am Trail. Ist die Session dauerhaft mit dem Smartphone über WLAN verbunden, geht der Akku schnell in die Knie.

Auf dem Trail macht sich sofort das geringe Gewicht bemerkbar: Auf dem Integralhelm montiert spürt man die GoPro Session kaum bis überhaupt nicht. Auch die One-Button-Bedienung gefällt mit Handschuhen, allerdings verwirrt die Zeitverzögerung teilweise. Denn nach dem Einschalten ertönt das Startsignal erst ein paar Sekunden später und man weiß nicht, ob man den Knopf getroffen hat.

Die Aufnahmen können mit hoher Schärfe überzeugen und gefallen mit natürlichen Farben. Bei Licht-Schatten-Wechseln kommt die Kamera teilweise etwas ins Straucheln, fällt aber nicht gegenüber den größeren Geschwistern ab. Der Ton ist sehr gut, denn die Session verfügt über zwei Mikrofone: Eins vorne und eins hinten. So können Störgeräusche relativ gut herausgefiltert werden. Der Akku konnte nicht ganz die Werksangabe von über zwei Stunden erreichen. Außerdem schade: Der Akku der Session ist fest eingebaut und nicht tauschbar.

Test-Fazit zur GoPro Hero Session

Die GoPro Session macht zum (mittlerweile) fairen Preis besonders Einsteiger glücklich, die die Kamera vielseitig montieren können und keine 4k-Aufnahmen benötigen. Für Profis kann sie als kleine Zusatzkamera dienen.

Tobias Brehler Die GoPro Session misst nicht mal vier Zentimeter an den Kanten und ist somit die kleinste Kamera von Actioncam-Riese GoPro.

Themen: ActioncamGoProHelmkameraKameraTest


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