Test Leatt DBX Enduro Lite WP 2.0

Leatt Enduro-Rucksack im Einzeltest

  • Tobias Brehler
 • Publiziert vor 4 Jahren

Wir haben dem Enduro-Rucksack von Nackenstützen-Hersteller Leatt genauer auf den Zahn gefühlt und gecheckt, ob der Rucksack so "Enduro" ist, wie sein Name suggeriert.

Das Wetter hält bestimmt! Regenjacke bleibt daheim. Heute fahre ich keinen Platten! Auch das Werkzeug und der Ersatzschlauch bleiben daheim. Wer kennt sie nicht, die inneren Diskussionen, ob der Rucksack mit muss oder nicht. Erfahrene Mountainbiker wissen: Hat man alles dabei, braucht man nichts und braucht man was, hat man meistens nichts dabei. Der Unterschied ist nur, dass der erste Fall den Tag nicht ruiniert. Deshalb führt meist kein Weg an einem Bike-Rucksack mit dem nötigsten Equipment vorbei. Um die Suche nach dem perfekten Rucksack zu erleichtern, haben wir den Leatt DBX Enduro Lite WP 2.0 getestet. Dieser schlägt mit 170 Euro zu Buche und bietet Platz für fünf Liter Ausrüstung und zwei Liter Flüssigkeit.

Der hochwertige Leatt DBX Enduro kann je nach Körperbau etwas beengen. Uns passte er gut.

Typisch für einen Enduro-Rucksack hat der Leatt einen integrierten Rückenprotektor der Schutzkategorie 1. Nicht so typisch: das Cross-System. Das bedeutet, der Rucksack fällt kürzer als normal aus, sitzt eher weit oben am Rücken und wird mit einem doppelten Brustgurt fest verzurrt. Vorteil: Der Rucksack sitzt bombenfest an Ort und Stelle. Nachteil: Je nach Körperbau drückt der Brustgurt und der Rucksack lässt sich nicht fest genug fixieren.

Zusätzlich glänzt der Enduro Lite von Leatt mit sinnvollem Zubehör wie einer mitgelieferten Zwei-Liter-Trinkblase und vielen Halterungen, etwa für den Helm oder Protektoren. Das drückt leider spürbar auf die Waage: Mit 1,2 Kilogramm ist er kein Leichtgewicht (mit Protektor und Trinkblase). Das Gewicht einer Regenhülle entfällt dafür, denn der Leatt ist wasserdicht. Gute Idee: Die Taschen an der Brust für Geld und Handy. Leider beschlägt die Handytasche bei feuchter Witterung von innen und in Kombination mit einem Pulsgurt leidet der Tragekomfort. Auch etwas enttäuschend: Viele scharfe Kanten im Inneren des Rucksacks trüben das Gesamtbild.

Die Handy-Tasche ist zwar eine gute Idee, konnte in der Praxis jedoch nicht überzeugen.

Positiv dagegen zeigt sich das Getränkemanagement: Der Schlauch der mitgelieferten Blase kann sehr variabel verlegt werden und eine Isolationsschicht hält die Flüssigkeit kühl. Ebenso gefällt die schnelle und problemlose Anpassung an unterschiedliche Körpergrößen. Einfach offenbart sich auch das Taschenmanagement: Ein Hauptfach, in der sich auch die Blase befindet, und ein kleineres Werkzeugfach sorgen für Durchblick.

Test-Fazit zum Leatt DBX Enduro Lite

Aufgrund des extrem sicheren Sitzes und der zahlreichen Details konnte uns der Leatt DBX Enduro Lite WP 2.0 überzeugen. Preis und Gewicht sind allerdings etwas hoch – da gibt es deutlich leichtere Enduro-Modelle am Markt.

Selbst auf Rumpel-Trails sitzt der Leatt DBX Enduro sehr sicher.

Schlagwörter: Enduro Leatt Protektoren-Rucksäcke Rückenprotektor Rucksäcke Test


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