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Seite 4: Test 2016: Alternative Tragesysteme für die MTB Tour

Alternative Tragesysteme: Testergebnisse Systeme zum Anschnallen

  • Stefan Frey
 • Publiziert vor 4 Jahren

Oben Ohne: Rucksack oder Trikottasche – sind die gängigsten Optionen für den Transport. Wir haben acht alternative Systeme für Mountainbiker gefunden und auf ihre Praxistauglichkeit getestet.


SYSTEME ZUM ANSCHNALLEN


Camelbak Palos 4 LR

Hüfttaschen waren lange Erkennungszeichen von Bodybuildern und Malle-Urlaubern. Doch Camelbak will das "Wimmerl" auch Bikern schmackhaft machen und stattet die Palos mit einer 1,5-Liter-Trinkblase aus. Der Trinkschlauch wird magnetisch an den Gurt geklipst (Foto unten), was sich während der Fahrt als sehr praktisch erweist.

Camelbak Palos 4 LR: Magnetischer Clip für den Trinkschlauch

Im Hauptfach finden zudem größere Gegenstände wie Pumpe oder Regenjacke Platz. Besonders clever sind das ausklappbare Werkzeugfach (Foto unten) an der Vorderseite sowie kleinere Fächer an den Seiten. Gut sortiert rollen wir also auf unsere Testrunde. Hier zeigt sich schnell: Für ruppiges Gelände ist die Palos nicht geschaffen. Will man verhindern, dass sich die Tasche aufschaukelt, muss man den Gurt derart eng schnallen, dass einem beinahe die Luft wegbleibt. Japsend biegen wir also auf den nächsten Schotterweg und treten mit gut gekühltem Rücken zurück zum Start.

Camelbak Palos 4 LR: Werkzeugfach


Fazit: Die clevere Fächereinteilung der Palos zeigt, dass Camelbak viel Erfahrung aus dem Rucksack-Bereich mitbringt, für den harten Geländeeinsatz ist die Konstruktion aber nicht geeignet.

+ Durchdachte Fächereinteilung und viel Stauraum
+ Clevere und starke Magnethalterung für den Schlauch
- Schaukelt sich im Gelände auf und stört dabei beim Treten
- Gurt muss sehr eng geschnallt werden


Stauraum   8 von 10 Punkten
Tragekomfort   4 von 10 Punkten


Preis   79,95 Euro
Info   www.camelbak.com

Camelbak Palos 4 LR



Race Face Rip Strip 

Warum ist auf diese Idee vorher noch niemand gekommen? Nierengurte gibt es ja seit jeher im Motorradsport, und der Rip Strip ist letztendlich nichts anderes. Mit dem Unterschied, dass Race Face auf dem Rückenteil insgesamt sechs Taschen platziert. Die drei Mesh-Taschen nehmen problemlos Ersatzschlauch, Mini-Tool und eine Pumpe auf. Letztere wird sogar noch von einem Stretch-Band gesichert. Selbst eine Trinkflasche hätte Platz, die sitzt dann allerdings so fest wie der Korken in der Weinflasche und beult den Gurt stark aus. In den Zipper-Taschen werden die wertvolleren Gegenstände wie Handy, Schlüssel und Klimpergeld verstaut. Mit dem breiten, sehr dehnbaren Stretch-Gurt lässt sich der Rip Strip bequem um die Hüfte schnallen, ohne dem Fahrer die Luft abzuschnüren. Trägt man den Gurt zwischen Unterhemd und Trikot, wird die Ausrüstung fast unsichtbar und kann zudem nicht auf der Haut reiben. Im Gelände zeigt sich der Rip Strip überraschend unauffällig, er sitzt auch auf rumpeligen Trails sicher und wackelfrei. Nach wenigen Minuten vergisst man beinahe, dass man eine komplette Notfallausstattung am Rücken trägt.

Race Face Rip Strip


Fazit: Der perfekte Begleiter für die schnelle Feierabendrunde oder Sommer-Touren, auf denen man keine Wechselklamotten benötigt. Unter dem breiten Gurt kann es aber leicht schwitzig werden.


Stauraum   6 von 10 Punkten
Tragekomfort   9 von 10 Punkten

+ Breiter, dehnbarer Klettverschluss
+ Rückenteil liegt flach und ohne zu wackeln am Rücken
- Größere Zippertasche für Handys mit Schutzhülle fehlt
- Trinkflasche passt nur bedingt in die Mesh-Taschen


Preis   55,90 Euro
Info   www.bikeaction.de

Race Face Rip Strip: Stretch-Gurt



Source Hipster

Die Hipster von Source ist mehr als nur ein nettes Accessoire für trendige Großstadtabenteurer. Ihr breiter Gurt (Foto unten) ist geschickt konstruiert und liegt satt auf der Hüfte auf. Bereits ohne den optionalen Schultergurt findet die Tasche ausreichend Halt, um nicht auf der Hüfte zu tanzen wie ein Cowboy auf seinem Rodeo-Pferd.

Source Hipster: breiter Gurt

Auch bei Source bietet die Trinkblase Platz für 1,5 Liter Flüssigkeit, und auch hier wird der Schlauch magnetisch am Gurt befestigt (Foto unten). Allerdings ist dieser zu schwach und baumelt bei jeder größeren Erschütterung an der Tasche wie Tarzan an der Liane.

Source Hipster: Schlauchbefestigung am Gurt

Zwei große Seitentaschen schlucken einiges an Proviant oder auch ein Mini-Tool. Die beiden Kletttaschen an der Rückseite machen dagegen wenig Sinn. Sie sind so klein, dass nicht einmal ein Reifenheber darin Platz findet. Für größere Gegenstände wie die Mini-Pumpe bleibt also nur noch das Hauptfach. Doch mit gefüllter Blase wird auch hier der Platz schnell knapp. Also macht man sich am besten mit möglichst reduzierter Ausrüs­tung auf den Weg zur Feierabendrunde.


Fazit: Ihr hoher Tragekomfort und fester Sitz –besonders in Verbindung mit dem optionalen Schultergurt – machen die Hipster absolut trail-tauglich. Der verfügbare Stauraum ist aber beschränkt und die Aufteilung der Taschen nicht so gut gelungen wie bei Camelbak.

+ Stabiler Sitz auch in schrofferem Gelände
+ Optionaler Schultergurt für zusätzlichen Halt
- Schwacher Magnet-Clip am Trinkschlauch
- Weniger durchdachte Taschenaufteilung


Stauraum   5 von 10 Punkten
Tragekomfort   8 von 10 Punkten


Preis   79 Euro
Info   www.sourceoutdoor.com

Source Hipster

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