Was darf man, und wovon sollte man besser die Finger lassen? Wir haben neben den Rucksacktests noch andere Situationen nachgestellt und zeigen, wo Probleme auftreten können.

  • Spitze oder scharfe Gegenstände haben generell im Rucksack nichts zu suchen. Mini-Tool oder Pumpe haben allerdings keinen negativen Einfluss auf die Schutzwirkung des Rücken-Protektors. Wir haben den Camelbak mit Werkzeug bestückt und das Schlagelement direkt auf die Tools fallen lassen. Das Ergebnis überrascht: Die auftretenden Restkräfte liegen jeweils knapp unter 6000 Newton. Zum Vergleich: Ohne Inhalt erzielt der Camelbak K.U.D.U. einen mittleren Wert von 5830 Newton.
  • Eine Trinkblase ersetzt keinen Rücken-Protektor! Gegen die weitläufige Meinung, eine gefüllte Trinkblase besäße dämpfende Wirkung, spricht der Test. Der Prüfkopf teilt das Wasser in der Blase wie Moses das Meer, und reißt dabei ein Loch in die Außenhülle. Der gemessene Wert liegt dabei bei über 30000 Newton. Das liegt in etwa auf dem gleichen Niveau, den ein vernünftiger Rucksack ohne Protektor erzielt, aber außerhalb jeglicher Norm.
  • Nachrüst-Protektoren gibt es in verschiedenen Größen und Formen bereits ab etwa 30 Euro. Ein gängiger Vaude-Rucksack erreicht mit eingesetztem Protektor im Test einen Wert von unter 7000 Newton. Der TÜV rät von dieser Lösung jedoch dringend ab! Der Protektor kann nur bei korrekter Positionierung wirklich schützen. Liegt die Protektoren-Platte zum Beispiel im Trinkblasenfach und verrutscht, kann eine Schutzwirkung nicht mehr gewährleistet werden.